Wenn die Kraft der Gedanken und Wissen sich verbünden

„Ich sehe ein sich den Stimmen, den Worten entziehendes Kind.“

Die Kleine schützt sich gegen Schmerz indem sie das einzige tut was ihr in bestimmten Situationen gegeben ist: sich verschließen.

Sie entzieht sich der schmerzvollen Realität, der einzige, einem wehrlosen, hilflosen Kind, zur Verfügung stehende Weg.

„Ich sehe ein sich den Stimmen, den Worten entziehendes Kind.“… dabei schaute ich auf die fast 50 jährige. 

Was gut und richtig für die Kleine gewesen ist, ist es nicht mehr für die Frau. Ich bin weder wehrlos noch hilflos, auch nicht in schmerzvollen Situationen.  Ich kann das ganze Ausmaß eines Schmerzes an mich heran lassen ohne um meine Unversehrtheit fürchten zu müssen.  Muss mich also nicht mehr entziehen/verschließen, ich kann hinhören ohne, dass mir zu schlimmes geschieht. 

So lange ich das nicht kann, muss ich als verantwortlicher Gesprächspartner mein Gegenüber umgehend mit einer klaren Aussage über meinen Zustand in Kenntnis setzen: „Ich brauche jetzt kurze, klare Ansagen um hinhören zu können“

Mehr braucht es nicht, denn wenn ich hinhören kann werde ich auch vorhandenes Wohlwollen erkennen können.

Was wenn ich auf meine Ansage hin nicht bekomme was ich brauche?  Dann habe ich die Gewissheit mit dem für mich falschen Menschen zu reden und erspare uns beiden lange, unfruchtbare Wege.

Von einem irgendwann ausgesendeten „In manchen Situationen kann ich nur kurze, klare Ansagen erfassen.  Mir ist es dann völlig unmöglich irgendetwas anderes als wohlwollend zu erkennen“

Zu einem in der Situation ausgesprochenen, ganz bei mir bleibendem: „Ich brauche jetzt kurze, klare Ansagen um hinhören zu können“ war es ein weiter „Denkweg“. 

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36 Kommentare zu „Wenn die Kraft der Gedanken und Wissen sich verbünden

  1. Der Weg ist lang und voller Steine, aber Du hast es geschafft, Du weisst, was Du brauchst, wen Du brauchst. Du wolltest diesen Weg finden und meistern, traurig ist es, wenn man diesen Weg nicht finden will und mit fast50 noch verschlossen bleibt 😦

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    1. „Der Weg ist lang und voller Steine, aber Du hast es geschafft“

      Den Weg habe ich noch lange nicht geschafft, aber einen Wegabschnitt.

      Mein „Erfolg“ macht mich aber nicht blind dafür, dass nur ich an mir gearbeitet habe, mein Umfeld ist unverändert. Ich erwarte also keine Wunder.

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      1. Dann bist Du aber auf dem richtigen Pfad, auch wenn er nicht immer gerade ist.

        Das unveränderte Umfeld kenn ich nur zu gut, und man fühlt sich oft sehr allein. Aber der Glaube, das Vertrauen helfen, weiterzugehen!
        Du darfst nicht aufgeben, jeder geschaffte Zentimeter ist doch ein kleines Wunder?

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  2. Ja, bisou, das sieht hilfreich aus. Beeindruckend zu sehen, wie Du nicht nach lässt, die Hand nach Dir auszustrecken.

    „Was wenn ich auf meine Ansage hin nicht bekomme was ich brauche? Dann habe ich die Gewissheit mit dem für mich falschen Menschen zu reden und erspare uns beiden lange, unfruchtbare Wege.“

    In diesem Moment ist der Mensch, der Dir nicht geben kann, was Du gerade brauchst, sicher ungeeignet Dir zu helfen. Das heißt nicht, dass er das generell nicht kann. Das heißt auch nicht, dass er es nicht wollen würde. Das heißt nicht, dass er gänzlich falsch ist für Dich.

    mir fällt grad was ganz anderes ein:
    Vielleicht erkennen wir, was wir brauchen erst, wenn wir es nicht bekommen?

    hmmmmmmm……bisher kannte ich das anders: „Oft erkennen wir erst, wenn wir es bekommen, was wir brauchen.“ (weiß nicht von wem)

    …das sieht so widersprüchlich aus und doch habe ich das Gefühl, es stimmt Beides…..

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    1. Für mich stimmt beides.

      Wir erkennen es an Hand ganz alltäglicher Dinge:
      – Wenn mein Mund trocken wird brauche ich Wasser
      – Wenn ich merke wie mein Durst gestillt wird weiss ich dass ich Wasser brauchte

      Genau so ist es mit all unseren Bedürfnissen
      Wenn es nichts „überlebenswichtiges“ ist, erkennen wir das Bedürfniss oft erst wenn es zum ersten mal gestillt wird, die „überlebenswichtigen“ dann wenn uns etwas fehlt.

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  3. Ent-wicklung ist doch was schönes, oder? :yes:

    Bei einem Satz muss ich allerdings schlucken:

    „Was wenn ich auf meine Ansage hin nicht bekomme was ich brauche? Dann habe ich die Gewissheit mit dem für mich falschen Menschen zu reden und erspare uns beiden lange, unfruchtbare Wege.“

    Gibt es da nichts mehr dazwischen?

    Also ich frage ja nur… für mich.

    Würden die Worte für dich auch zutreffen, wenn es um Familie geht?

    Ach und dann lese ich Lyras beruhigenden Worte:

    „In diesem Moment ist der Mensch, der Dir nicht geben kann, was Du gerade brauchst, sicher ungeeignet Dir zu helfen. Das heißt nicht, dass er das generell nicht kann. Das heißt auch nicht, dass er es nicht wollen würde. Das heißt nicht, dass er gänzlich falsch ist für Dich.“

    Ich merke gerade: ich bin ganz schön schnell beeinflussbar 😉

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      1. Mir ist klar, dass ich am einfachsten dann beeinflussbar bin, wenn ich selbst Unsicherheit spüre. Dann kann ich wie ein Fähnchen im Winde sein… schrecklich! Aber wahrscheinlich auch normal auf dem Weg zur Sicherheit oder?

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    1. „“Was wenn ich auf meine Ansage hin nicht bekomme was ich brauche? Dann habe ich die Gewissheit mit dem für mich falschen Menschen zu reden und erspare uns beiden lange, unfruchtbare Wege.“

      Gibt es da nichts mehr dazwischen?

      Also ich frage ja nur… für mich.

      Würden die Worte für dich auch zutreffen, wenn es um Familie geht?“

      Diese Worte gelten für jeden.
      Ja, sie gelten auch für Familie, für Freunde
      Eigentlich kommt ein Fremder ja gar nicht in die Situation weil ich keinen Fremden so nah an mich heran lasse dass er mir Angst oder Schmerz bereiten kann und wenn doch kann ich mich einfach umdrehen und gehen.

      Du fragst „für dich“ – dann spiele ich es Gedanklich mal für dich, mit dir durch:

      – Du sagst „ich könnt dich umbringen“ (einfaches beispiel, sowas wird aber schonmal im Spass gesagt)

      – Ich nehme dich ernst, es tut mir weh dass du so denkst und ich habe Angst.
      Dann kann ich mich nicht mehr „normal“ mit dir austauschen, kann in deinen Worten kein Wohlwollen mehr erkennen.
      Ich teile dir meinen Schmerz und meine Angst mit.

      – Du empörst dich ellenlang darüber dass ich dich so verstehen kann.

      – Ich bleibe in meiner Angst, deine Empörung verstärkt sie sogar

      – du hällst mir einen Vortrag über Missverständnisse,

      – ich sage dir dass es jetzt wichtig für mich ist, um dir zuhören zu können dass du mir mit kurzen, klaren Ansagen sowas wie Verständniss, Bedauern und vielleicht Trost mitteilst

      – du führst einen Monologe darüber dass du überhaupt keine Waffen im Haus hast.

      – Ich bitte dich mir doch sowas zu schenken wie „ich kann verstehen dass ein solches Missverständniss dir Angst gemacht hat, das war nicht meine Absicht, komm her, eins oben eins unten“ damit ich danach auf deine Verletzung eingehen kann.

      – Du sagst es nicht, stattdessen ist es dir wichtiger mir zu beweisen wie dumm es von mir ist Angst zu haben, dir ist deine eigene Verletzung darüber dass ich dich überhaupt missverstehen konnte wichtiger als mir meine Angst zu nehmen, dir ist es aus welchem Grund auch immer nicht möglich mir den dir vorgegebenen, einfacher Satz zu sagen – du redest einfach weiter und weiter wie es für dich gut ist.

      – Ich kann aus meiner Angst/Schmerz nicht heraus, sie werden schlimmer

      – du kommst aus deinem lange Reden nicht heraus.

      Und dann ist, ob du es bist, ob es jemand aus meiner Familie ist, in mir die Gewissheit mit dem falschen Menschen zu reden.

      Es kann jedem mal passieren, gleich wie wohlwollend er mir gesonnen ist, nicht auf mich eingehen zu können.
      Bei manchen lässt das eigene Strickmuster nicht zu mir zu schenken was ich brauche.

      Es gibt den Versuch des reden lassen, des schwierigen alleine aus Angst und Schmerz herausfindens. Wenn es gelingt gibt es sowas wie eine „normalisierung“ der Beziehung, wobei immer das Wissen darum in der Not alleine damit fertig werden zu müssen irgendwo im Kopf bleibt.

      Wenn es sich wiederholt, ich immer wieder die Gewissheit erlange mit dem falschen Menschen zu reden, dann tue ich es irgendwann nicht mehr.

      … und das ungeachtet der Person

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      1. Ich verstehe das was du schreibst.
        Und ja – ich würde letzten Endes dann auch so (re)agieren.

        Das einzige was mich irritiert:
        …und das ungeachtet der Person.

        Und ich frage mich: wenn es um eins deiner Kinder ginge – bleibst du bei deiner Aussage?

        Ich nehme dich ernst, obwohl ich hinterfrage.
        Will es nur extra dazu erwähnen – du weisst wieso 😉

        Aber ich glaube, es wird schwer, dich zu fragen, was ich eigentlich wissen will, merke ich gerade.
        Es geht oder ging mir nicht um Mann-Frau, sondern um Kind-Eltern.

        Letzten Endes das gleiche, weil ich glaube, wenn ich mit dem Vater meiner Kindheit nicht im reinen bin, die Dinge geheilt sind, etc., dann suche ich mir Partner, mit denen ich die Muster weiter lebe.

        Huaa – alles irgendwie verstrickt, so kommt es mir zumindest gerade vor.
        Vielleicht blickst du trotzdem hinter meine Worte 😉

        Wir sollten uns nochmal treffen: ich glaube, da ist das verstehen einfacher :yes:

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        1. Je näher mir ein Mensch steht, je öfter werde ich meine Schmerzen und Ängste überwinden können. Aber auch dort gilt es beiden Seiten unfruchtbare Wege zu ersparen und nicht auf etwas zu bestehen was keine der beiden Seiten erbringen kann.

          Das eigene Kind wird der Mensch sein für den ich das grösste Leid auf mich laden werde aber da habe ich keine Erfahrung.

          Als Tochter kenne ich aber diese Situation. 2008 war für mich der Punkt erreicht wo ich nicht mehr bereit, wo es mir nicht mehr möglich war mich auf unfruchtbare Wege (aus multiplen Gründen) mit meiner Mutter ein zu lassen. Ausser Begrüssungen dort wo auf einander Treffen unvermeidbar waren hat es bis zu Papas schlaganfall keinen Kontakt gegeben. Durch Papas Krankheit bin ich wieder im Haus meiner Eltern eingekehrt, habe dort aber auch sehr deutlich gemacht dass ich nicht da bin um den Kontakt zu ihr wieder auf zu nehmen.
          Wir sind jetzt dort wo wir einander grüssen und wenn die Situation es verlangt „smaltalk“ führen.

          Ich werde sie nie wieder so nah an mich heran lassen dass sie mein Gleichgewicht in gefahr bringen könnte.

          Hilft das dir?
          Vermutlich überhaupt nicht, wir sind doch alle so verschieden…

          Irgend etwas blubbert in dir, wenn es sich deutlicher zeigt wirst du es auch fassen können.

          Ja, gerne würde auch ich dich nochmal treffen 🙂

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        2. Es blubbert – ja und ich habe das Gefühl, es ist ein Vulkan 😉

          Danke – hat mir sehr geholfen.

          Bist du irgendwann die nächsten Wochen automatisch mal in Prüm?

          Dann freue ich mich auf ne PN 🙂

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      2. Aber jetzt auch noch zu dem, was du geschrieben hast. Mal ungeachtet von dem, was ich eigentlich wissen wollte 😉

        Also im Grunde genommen beschreibst du da den sogenannten Arschengel, wie Robert Betz ihn so schön nennt.

        Also diese Arschengel sind wirklich die besten Lehrmeister, auch wenn ich sie so manches Mal verfluche. 😉

        Sie zeig(t)en mir meistens, was ich in mir selbst noch nicht liebevoll angenommen habe oder was ich selbst noch nicht lebe. Also irgendwo sind sie auf jeden Fall ein Spiegel für mich.

        Solange der andere mir soviel Angst machen kann bzw. sie verstärken kann, hat der andere Macht über mich. Und die hat er so lange wie ich sie ihm gebe.

        Allerdings weiss ich von mir, dass das Wissen darum die Situationen nicht immer verändert. Aber peu a peu eben schon… und auch meine Handlung beeinflusst. Was gut so ist!

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        1. „Solange der andere mir soviel Angst machen kann bzw. sie verstärken kann, hat der andere Macht über mich. Und die hat er so lange wie ich sie ihm gebe.“

          Ich lerne gerade meinen Arschengel (schöner Name und gerade so passend) zu begegnen, in ihre Schranken zu weisen, mit ihnen um zu gehen.

          Was z.b. 2008 mit meiner Mutter „passierte“ wird jetzt zur bewussten Entscheidung. Es muss nicht mehr zur Krise und Zuspitzung von Situationen kommen, ich kann vorher meine Entscheidung treffen und habe so einen Teil meiner „Macht“ über mich selber wieder.

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      3. „Es gibt den Versuch des reden lassen, des schwierigen alleine aus Angst und Schmerz herausfindens. Wenn es gelingt gibt es sowas wie eine „normalisierung“ der Beziehung, wobei immer das Wissen darum in der Not alleine damit fertig werden zu müssen irgendwo im Kopf bleibt.“

        Ich glaube, die, die gelernt haben, das zu schaffen, die werden, lange Zeit und immer wieder, damit allein sein oder der Beginner sein…….Das ist ganz einfach so. Sie sind in der Lage, etwas zu können, was der andere (noch) nicht kann,- dessen Sinn er (noch) nicht verstanden hat….dass er wahrscheinlich als Schwäche auslegt. So hat er es wahrscheinlich immer erfahren. So ist es ihm vorgelebt worden: Der Stärker bleibt stur.

        Es bedarf eines Wechsels der Sicht auf Schwäche und Stärke, um sich in eine Konfliktklärung einbringen zu können, unabhängig davon, ob man der Auslöser war, der „Schuldige“ oder nicht
        …..
        Das ist ein schwieriger und dorniger Weg.

        Wenn es sich wiederholt, ich immer wieder die Gewissheit erlange mit dem falschen Menschen zu reden, dann tue ich es irgendwann nicht mehr.

        Ich habe noch nie völlige Lernunfähigkeit und – bereitschaft erlebt in diesem Bereich. Und: ja, es ist unglaublich zäh. Ein Prozess über Jahre. Und es bedarf wohl großer Liebe nicht aufzugeben. Und eigener Stärke und Erfahrung damit, Erfolge zu erreichen. Lange bevor diese Erfolge, dem anderen gezeigt werden…..sind sie übrigens schon da…..doch es braucht die Stärke des Lernenden, das zugeben und zeigen zu können. Ich hab da so ein Prachtexemplar, dass es inzwischen selbst leben kann. Welch ein Glück für Beide!!!!!!

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        1. „Ich habe noch nie völlige Lernunfähigkeit und – bereitschaft erlebt in diesem Bereich. Und: ja, es ist unglaublich zäh. Ein Prozess über Jahre. Und es bedarf wohl großer Liebe nicht aufzugeben.“

          Worin fusst menschliche Motivation?
          In Verstand, Gefühl und Trieb.

          Wird auf Dauer keines dieser Dinge bedient und gibt es auch keine Aussicht darauf, schwindet irgendwann die Motivation nicht auf zu geben.

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        2. Worin fusst menschliche Motivation?
          In Verstand, Gefühl und Trieb.

          Ja, Verstand, Gefühl und Trieb können erschöpft werden und einfach genug haben: Schnautze voll.

          Eine völlig andere Motivation ist: Alles ist Eins. Was dem anderen passiert, passiert immer allen, also auch mir…….seine Unmöglichkeit, ist auch meine Unmöglichkeit…wenn ich daran nichts ändern kann. Das ist eine ewige Motivation, die daraus resultiert. Und ja Aufgeben gibt es, aber nur um einen falschen Weg aufzugeben (nicht hilfreiches Denken, nicht genügender Selbstschutz, ungenügende Beachtung des andern Ichs) und einen anderen zu finden.

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        3. Ich nehme das Bild aus deinem Blog:

          Ödland fruchtbar machen… am Anfang steht der Vorschuss

          Das Ödland mag dem Gärtner herausforderung sein. Er investiert Arbeit, Werkzeug, Zeit, Saatgut. Wenn nichts wächst wird er seine Methoden, seine Mittel, seine Saat, seinen Dünger immer und immer wieder in Frage stellen, umstellen. Frei nach dem Motto es kann nicht sein dass in Erde nichts wächst, das muss mir doch gelingen. („seine Unmöglichkeit,ist auch meine Unmöglichkeit… wenn ich daran nichts ändern kann. Das ist die Ewige Motivation)

          Das geht aber nur so lange bis die Speicher und Voratskammern des Gärtners lehr sind. Wenn er achtsam zu sich selber ist, wird er ehe er den Hungertod stirbt das Stück Land, dass ihm keinerlei Nahrung gibt in Frage stellen und weiter ziehen – aus ist es dann mit der ewigen Motivation wie du es nennst.

          Wenn von der anderen Seite keinerlei Nahrung zu erwarten ist (Ernte = Ertrag auf den Vorschuss = Motivation), weder für den Kopf, noch für das Herz, noch für den Körper, dann ist meine Motivation am Ende und ich muss einen anderen Weg gehen.

          Das hat mit „schnauze voll“ nichts zu tun und mit dem „alles ist eins“ kann ich dann nur in so fern etwas anfangen als das mein Schuzt dann auch der Schutz des anderen, vermutlich permanent überforderten, ist.

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        4. die ewige Motivation ist nicht für ein Stück Ödland gemeint sondern für alles Ödland. Ich gebe Dir recht, dass man an einer Stelle scheitern kann.

          Dazu hab ich Uschi grad geantwortet, in meinem letzten blog:

          Ja, manchmal nutzt ein Vorschuss nichts. Manches geht über unsere eigenen Grenzen, über unser Wollen und auch über unser Können. Das einsehen zu müssen, ist schwer genug und sicher als Selbstschutzmaßnahme wichtig, zu lernen.

          Das ich an einer Stelle gescheitert bin, heißt doch aber nicht, dass ich in Zukunft jedem Ödland aus dem Wege gehe. Dass ich aufhöre Vorschuss an Vertrauen und Liebe zu geben, dass ich aufhöre zu säen. Das meine ich mit der ununterbrochenen Motivation. Ich lasse ab von der Stelle, mit der ich nicht klar kommen kann und arbeite an anderer Stelle weiter.

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        5. „Ja, manchmal nutzt ein Vorschuss nichts. Manches geht über unsere eigenen Grenzen, über unser Wollen und auch über unser Können. Das einsehen zu müssen, ist schwer genug und sicher als Selbstschutzmaßnahme wichtig, zu lernen.“

          (Danke fürs dich verstehen dürfen und fürs mich wieder verstanden fühlen.)

          Ich habe gelernt es zu erkennen, es ein zu sehen und mich zu schützen – ja, es waren in jedem Fall lange, schwierige Wege. Der Unterschied diesmal: ich habe das Gefühl meine Lektion gelernt zu haben.

          Ich kann meine Motivation für andere Parzellen im Augenblick nicht einschätzen

          Im Moment ist mir nach fruchtbaren, saftigen, nährenden Böden. Mir ist nach Speicher, Scheunen, Fässer füllen. Möchte mir „nie wieder hungern“ an die Wand malen.

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  4. hmmmmmm, dass hast du sehr schön geschrieben und in vielen Worten erkenne ich mich wieder.

    Dennoch manchmal machen MIR diese kurzen Ansagen zu schaffen.
    Sie fühle sich so direkt an- dass sie auch verletztend wirken können- also, das ist mein Gefühl dabei…

    Manchmal würd ich lieber mehr wissen, dass sie mich persönlich nicht treffen sollen/müssen

    Verstehst du???? Oder drück ich mich voll doof aus?

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    1. „Manchmal würd ich lieber mehr wissen, dass sie mich persönlich nicht treffen sollen/müssen“

      Ja, davon gehen wir zu oft aus, dass der andere das ganz sicher weiß. Das ist ein Irrtum. Und auf Grund des Zweifelns, am in Liebe gehalten sein, können wir oft einer anderen Meinung gar nicht zuhören,- nehmen eine andere Ansicht als Angriff wahr. Hier haben beide Seiten zu tun: der eine am Zuneigung/Achtung glaubhaft vermittel, der andere zu glauben, was glaubhaft vermittelt wird…….

      „Oder drück ich mich voll doof aus?“

      Bianca, Liebes, bitte stelle Dein Licht nicht derart unter den Scheffel. Dabei hinderst Du es selbst am Leuchten :-*

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    2. „Dennoch manchmal machen MIR diese kurzen Ansagen zu schaffen.
      Sie fühle sich so direkt an- dass sie auch verletztend wirken können- also, das ist mein Gefühl dabei..“

      Wenn du gelesen hast was ich Kerstin geschrieben habe weisst du dass wir von verschiedenen Dingen sprachen.

      Ich glaube zu verstehen was du hier ausgedrückt hast.
      Wann immer du dich dabei verletzt fühlst, überdenke ob du stark genug warst um dich in diese Situation zu begeben und ob du eventuell abbrechen solltest. Lasse es nur zu wenn du darauf vertrauen darfst hinterher in Liebe aufgefangen zu werden.

      … und wenn schon doov, dann nur das liebevolle mit v 🙂

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  5. Den Wunsch der fast 50jährigen kann ich nur bedingt und unter Berücksichtigung der Erlebnisse des Kindes begreifen …

    Seit einiger Zeit bin ich in der Position derjenigen, der es untersagt ist, sich mit (allen ihr nötig erscheinenden) Worten zu erklären und die sich auch als angesprochene Person mit Satzfragmenten zufrieden geben muss in einem Dialog, der für mich sehr bedeutsam ist.

    Es könnte Taktik oder Selbstschutz sein, weil dieser Mensch aus Erfahrung zu wissen glaubt, im Gespräch mit mir unterlegen zu sein und sich diese Schwäche nicht mehr erlauben darf.

    Vielleicht hat er aber auch schon lange vor mir erkannt, dass er mit dem für ihn falschen Menschen geredet hat und versucht, uns beiden lange, unfruchtbare Wege zu ersparen….

    schmerzhaft für mich, denn ich bin mir meines Wohlwollens für ihn sicher 😦

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    1. „Seit einiger Zeit bin ich in der Position derjenigen, der es untersagt ist, sich mit (allen ihr nötig erscheinenden) Worten zu erklären“

      Das hier klingt für mich als würdest du es mit dem Vergleichen was ich in meinen Blogs behandelt habe. Deshalb hier zur verdeutlichung: es geht um einen Satz der Verständniss, Mitgefühl und eventuell Trost ausdrückt damit ich wieder in einen normalen Dialog treten kann. Ein Sprungbrett in die „Normlität“ und nicht darum so mit dem anderen zu kommunizieren.

      Sich nicht mit einem Menschen austauschen können mit dem mann es möchte oder muss ist eine sehr frustrierende, schmerzvolle Situation.

      „denn ich bin mir meines Wohlwollens für ihn sicher“

      Dazu erlaube ich mir ein liebevolles Hinterfragen: könnte es seiner Dialogfähigkeit helfen wenn nicht nur du deines Wohlwollens für ihn sicher wärst sondern auch er sich deines Wohlwollens sicher sein könnte?
      Wenn ja, vielleicht nochmal genau darauf schauen ob zu es ihm vermittelt hast und ob du es auch so getan hast dass er es verstehen kann.

      Deine Hand halte

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      1. Danke für’s Handhalten und auch dafür, dass du mir immer wieder mal den Spiegel vor die Nase hältst.

        Mein Kommentar sollte und konnte nichts vergleichen, weil die zugrunde liegenden Erfahrungen nicht identisch sind. Aus meiner „Geschichte“ heraus konnte ich mich nur viel leichter in die Position dessen versetzen, der reden möchte und nicht verstanden wird, weil er nicht die Worte findet, die verstanden werden können. Ich bin sicher, dass ich in der Vergangenheit verstanden wurde, aber deswegen werde ich jetzt daran gehindert, mich zu äußern. Ich selbst bekomme nur kurze und oft unklare „Ansagen“, so dass ich in der Deutung frei bin … frei und unsicher, ob es wirklich „so“ oder doch „anders“ gemeint gewesen sein könnte.

        Nachdem ich in deiner Antwort auf Gudruns Kommentar jetzt besser erkennen kann, was du empfunden hast, kann ich mich deinen Worten am Schluss

        „Es gibt den Versuch des reden lassen, des schwierigen alleine aus Angst und Schmerz herausfindens. Wenn es gelingt gibt es sowas wie eine „normalisierung“ der Beziehung, wobei immer das Wissen darum in der Not alleine damit fertig werden zu müssen irgendwo im Kopf bleibt.“

        einfach nur anschließen. Genauso würde ich reagieren. Bevor ich versuche, mein Gegenüber dazu zu bringen, das zu sagen was ich hören möchte, warte hoffnungsvoll auf eine bessere Gelegenheit in der ich nicht darum bitten muss!

        … und während ich hier gerade aufgrund deines liebevollen Hinterfragens die letzten Jahre Revue passieren lasse, stellen sich Zweifel ein, dass er inzwischen mein Verhalten und meine Einstellung richtig deuten kann ohne auf meine Worte zu hören.

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        1. „Ich selbst bekomme nur kurze und oft unklare „Ansagen“, so dass ich in der Deutung frei bin … frei und unsicher, ob es wirklich „so“ oder doch „anders“ gemeint gewesen sein könnte.“

          Du findest dich in der Position meines Gegenübers wieder und ich mich in deiner. Wenn ich „kurze“ durch „lange“ ersetze könnte dein Satz hier oben von mir sein.

          Auch ich bin in der Position dessen der

          „reden möchte und nicht verstanden wird, weil er (sein gegenüber) nicht die Worte findet, die verstanden werden können.“

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  6. „Seit einiger Zeit bin ich in der Position derjenigen, der es untersagt ist, sich mit (allen ihr nötig erscheinenden) Worten zu erklären und die sich auch als angesprochene Person mit Satzfragmenten zufrieden geben muss in einem Dialog, der für mich sehr bedeutsam ist.“

    Hallo Gabbs, entschuldige bitte, wenn ich dich hier mit den Worten so hervorhebe. Aber ich finde wirklich, es ist wichtig, genau das einmal klarzumachen.
    Nämlich das, wenn einer von Zweien seinen eigenen Anspruch für so wichtig hält und darauf besteht das er unbedingt erfüllt werden muss, dass er dann die Wichtigkeit des Anliegens, um das es ihm eigentlich geht, vollkommen außer Acht lässt.
    Weil er seinem Gegenüber absolut genau das Recht verweigert, was er selbst einfordern möchte.
    Ich war wirklich dankbar, als ich deine Worte hier las und sofort ihren Sinn erfasste.
    Vielleicht aber muss man dafür auch Rheinländer sein, und vielleicht kommt es anderen sogar so vor, als spräche man chinesisch…
    Deiner Problematik konnte ich mit meinem Eintrag hier sicher nichts abknabbern, vielleicht aber ist es dir ein kleiner Trost, dass ich genau verstehe wie du dich dabei fühlen musst.

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  7. Und zu deinem Beitrag hier, Bisou:

    „…Von einem irgendwann ausgesendeten „In manchen Situationen kann ich nur kurze, klare Ansagen erfassen. Mir ist es dann völlig unmöglich irgendetwas anderes als wohlwollend zu erkennen“

    Zu einem in der Situation ausgesprochenen, ganz bei mir bleibendem: „Ich brauche jetzt kurze, klare Ansagen um hinhören zu können“ war es ein weiter „Denkweg“…“

    …möchte ich gerne sagen, dass es sicher ein langer Weg für dich war und er dich ganz sicher Kraft gekostet hat. Aber einmal da sein wo du jetzt bist, zeugt erstens davon, dass du auf diesem Weg Kräfte sammeln durftest, die dir vorher nicht zugäünglich waren, und zweitens, dass da zu sein wo du bist nicht gleichbedeutend ist mit `angekommen am Ziel`
    Du solltest also vielleicht in Betracht ziehen, dass du noch einen anderen Weg gehen kannst, als den der `kurzen Ansage`, um ein dir wichtiges Ziel zu erreichen. Vielleicht, wenn er doch zu beschwerlich sein sollte, verkürzt er sich ja, weil man dir auf halbem Weg entgegen kommt?

    Vielleicht unpassend von mir, an dieser Stelle dazu von einem Witz zu erzählen. Aber, als ich hier von den `kurzen Ansagen`las, ich hoffe du kannst mir als humorigen Rheinländer das verzeihen, fiel mir eben dieser bestimmte Scherz dazu ein, der eine solche Situation überzeichnend darstellt:

    Der Meister spricht erhaben zu seinem neuen Lehrling:
    „Stift, ich mach nicht viel Worte! Wenn ich also mit dem Finger nach dir schnippe, dann kommst du! Klar?!“
    Der Stift, aufmerksam zuhörend, antwortet ruhig:
    „Meister, ich hab dich gehört. Und wenn du nach mir schnippst, und wenn ich dann mit dem Kopf schüttel, dann Meister, dann komm ich nicht.“

    Sprachs, und ging wieder an die Arbeit.
    ————-

    Und bitte, liebe Bisou, ich kann hier über einen Scherz lachen. Ganz sicher aber hat das nicht die Bedeutung, dass ich deinen Blogbeitrag und dich selbst damit, nicht ernst nehmen würde. Ganz im Gegenteil!
    Denn so wie ich den Beitrag von Gaby verstehn kann, so verstehe ich auch deine Thematik. Ich bin nur der Meinuntg, wenn einer für sich klar weiß, er könne in bestimmten Situationen nicht anders handeln, dann muss er damit rechnen, dass er in genau so einer Situation auf ein Gegenüber trifft, der exakt dasselbe von sich selber glaubt.
    .

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    1. so, und an der Stelle klinke ich mich mal ein. Nach meiner Erfahrung ist die einzige Möglichkeit, die Fronten nicht zu verhärten und die Situation nicht einfrieren zu lassen dann folgende. Einer von beiden muss diesen Teufelskreis durchbrechen und es schaffen, den anderen mitzunehmen…….“auf den Tisch, was wir nicht können und nicht wollen. und nun dazu: was können wir und was wollen wir, und bei welchem Punkt können wir uns finden? Können wir uns überhaupt finden?“
      Wenn dabei rauskommen sollte, es gibt keinen punkt, wo wir uns finden, verstehen, akzeptieren……dann stimmt irgendwas gar nicht in dieser Beziehung…dann ist wahrscheinlich kein WIR gewollt.

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    2. „… dass da zu sein wo du bist nicht gleichbedeutend ist mit `angekommen am Ziel“

      01.02.2012: „Weshalb kann ich dann mein: „In manchen Situationen kann ich nur kurze, klare Ansagen erfassen. Mir ist es dann völlig unmöglich irgendetwas anderes als wohlwollend zu erkennen“ nicht einfach in ein „Es ist mir immer möglich wohlwollen zu erkennen“ umprogrammieren?“

      04.02.2012: „Auch 180° Wenden beginnen mit einem kleinen Dreh:“`

      06.02.2012: „Muss mich also nicht mehr entziehen/verschließen, … So lange ich das nicht kann, muss ich…“

      Wer meine Blogs gelesen hat weiss dass ich mich nicht am Ziel wähnte.

      Zu deinem Witz/Scherz

      05.12.2012 : Wenn mir Situationen nicht gut tun, wenn es mir nicht gut geht ist dieses „trotzdem lachen“ kein Ausweg für mich. … Habe ich in solchen Situationen mit „Trotzdemlachern“ zu tun, fühle ich mich erst respektlos behandelt. Wenn mir dann bewusst wird, dass es ein kultureller Unterschied ist kann ich es als „Unterschied“ stehen lassen und wünsche mir auch als einfach „anders“ angesehen und angenommen zu werden.“ …

      „wenn einer für sich klar weiß, er könne in bestimmten Situationen nicht anders handeln, dann muss er damit rechnen, dass er in genau so einer Situation auf ein Gegenüber trifft, der exakt dasselbe von sich selber glaubt.“

      Ich bin schon immer strenger zu mir selber als zu anderen gewesen. Anderen durfte schon lange ehe ich es mir gestattet habe, Dinge nicht möglich sein.

      27.01.2012: „Wie du reagierst hängt von deinem Wollen oder Können ab.“ (keine direkte Ansprache hier an dich, der Blog war in der du Form geschrieben)

      06.02.2012: „Was wenn ich auf meine Ansage hin nicht bekomme was ich brauche? Dann habe ich die Gewissheit mit dem für mich falschen Menschen zu reden und erspare uns beiden lange, unfruchtbare Wege.“

      Hier ist kein Grund für das Verhalten des anderen angegeben weil der Grund keine Rolle spielt, das Resultat bleibt das gleiche.

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