Von Worten und Absichten

„Hinter Worten und Sätzen verbergen sich Absichten. Es ist meist schwer und bedarf einiger Übung und Erfahrung, das Interesse hinter den Worten zu ergründen.“ Sagte der Donaufisch.

Kennst du das, in dir wird etwas immer klarer und bis zur letzten Möglichkeit versuchst du es nicht zu erkennen? Aus einer solchen Situation hat mich der Fisch mit seinem Satz heraus genommen.

Geht es um die Frage ob Freundschaft zwischen Mann und Frau möglich ist gibt es nur zwei Lager, klar „ja“ oder eindeutig „nein“.

Ich stand für „Ja“, sogar „Ja, sicher“ und das aus gutem Grund: es gab sie in meinem Leben.

In meinem Leben auf der Scheibe und deren Ausläufer.

Eine Frau die sich selber für wertlos, unattraktiv, unbedeutend, etc. hält wird im Freundschaftsangebot eines Mannes nur genau das sehen. Kein einziger Gedanke unterstellt ihm andere Absichten wo sie selber nicht vermuten kann für jemanden Objekt der Begierde sein zu können.

Dann gesundet das Selbstwertgefühl, es wird auf Worte geschaut und der Fisch formuliert was mein Kopf noch verdrängte.

Die beiden Menschen deren Worte nichts wert waren, waren beide Männer. Beide zum Zeitpunkt des Vorfalls in einer Situation in der klar war, dass es für sie keinen Beischlaf mit mir geben würde.

Die gesunde, begehrenswerte Frau hat gelernt: es gibt keine Freundschaft zwischen den Geschlechtern. Ein Mann ist so lange Freund, Zuhörer, Helfer wie er sich Hoffnungen auf Sex macht.

Als Frau kann ich mein Wissen jetzt dazu nutzen die Herren zu manipulieren oder belasse es einfach dabei für mich selber klarer zu sehen.

Es sind natürlich alle ausgenommen die hier lesen und kommentieren, wobei es das Verstummen einiger hier erklärt… schmunzle

14 Kommentare zu „Von Worten und Absichten

  1. Nett, der letzte Satz 🙂 Bevor ich mich also durch schweigen verdächtig mache, schreibe ich mal…in der Hoffnung, nicht durch die pure Zugehörigkeit zu meinem Geschlecht schon verdächtig zu sein 🙂

    Bekannt die Jagd nach leichter Beute, die Bestätigung durch Anziehung sucht. Um dann irgendwann festzustellen, das Männer sowieso nur das eine suchen. Klingt simpel, aber ganz so einfach ist es zumindest nicht immer, glaube ich. Selbst fehlt es mir an nichts, wofür ich mich verbiegen müsste, wofür ich mich in Zwiespalt, Lüge und Betrug begeben müsste. Wie das schmeckt, auf der anderen Seite zu stehen, habe ich kosten dürfen, was einen guten Schutz gegen solche (eigene) Taten bewirkt hat.

    Spannend bleibt hingegen der Austausch über das geschriebene Wort, mit der gebotenen Distanz. Um zu ahnen, mit welchen Gegenüber ich zu tun habe, muss ich nicht unbedingt wissen, welche Sinne es im persönlichen Kontakt alle berühren würde. Was oft genug auch blind machen kann für das, was wirklich ist…

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  2. Nett, dein erster Satz – ich lache so gerne 😀

    „in Zwiespalt, Lüge und Betrug begeben“… durch dein Empfinden wird mir bewusst, dass ich diesen Männern das alles nicht unterstelle. Zum Zeitpunkt der zugesicherten Freundschaft (als sie noch hofften) haben sie das vermutlich absolut Ernst gemeint, selber nicht um das Verfallsdatum (-grund) ahnend.

    Nett, dein letzter Satz – jetzt schmunzle ich, wie ein Mann es auch hier hielt, kommentierte oder nicht… er hatte keine Chance.

    Schön, dass du da über meiner pauschalen Verurteilung stehen konntest. Danke 🙂

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  3. Sind Freundschaften zwischen Mann und Frau möglich?

    Wir Menschen (Männer und Frauen) sind triebhafte Wesen. Die Natur hat es so eingerichtet, damit die Art erhalten bleibt. So scheint es zunächst einleuchtend, dass alles, was zwischen Mann und Frau geschieht, sexuell motiviert ist.

    Sexualität spielt eine wesentliche Rolle, niemand kann das in Abrede stellen. Falsch wäre es aber, alles, was Mann und Frau verbindet, auf geschlechtliche Anziehung zu reduzieren. Die Zuwendung zu anderen Menschen hat verschiedene Gründe, z.B. Neugier, Sympathie, gute Gefühle, Nützlichkeitserwägungen …

    Der Satz: „Ein Mann ist so lange Freund, Zuhörer, Helfer wie er sich Hoffnungen auf Sex macht“ bringt ein subjektives pessimistisches Resumee zum Ausdruck, ich glaube aber, dass er nicht stimmt.

    Eine Freundschaft zwischen einem Mann und einer Frau ist möglich.

    Ohne den Sexualtrieb kleinreden zu wollen: jeder kultivierte Mensch kann seine Triebe kontrollieren, domestizieren oder – wenn ’s passt – eben zulassen. Die provozierende Behauptung: „Männer sind Schweine“ (Die Ärzte) ist schlicht falsch, wobei das nicht heißt, dass es nicht viele Männer gibt, auf die sie durchaus zutrifft.

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    1. Eines vorneweg und ganz wichtig: meine Einsicht geht in keiner Weise paralel mit einem „Männer sind Schweine“.

      Männer sind Männer trifft es wohl eher und so lange ich mit der Denkweise einer Frau das handeln eines Mannes betrachte tue ich ihm Unrecht.

      Wieviel wir von unseren Trieben denken zu kontrollieren und wieviel wir davon wirklich kontrollieren sind meist zwei sehr unterschiedliche Grössen.

      „Die Zuwendung zu anderen Menschen hat verschiedene Gründe, z.B. Neugier, Sympathie, gute Gefühle, Nützlichkeitserwägungen … “ Wozu diese Gefühle und wo führen sie hin?

      Erkennen wie „Männer“ funktionnieren hilft auch dabei nicht missverstanden zu werden. Der Mann der hilft weil er sich etwas erhofft wird die Hilfe einer Frau missverstehen.

      Klingt das alles „freundlicher“ wenn ich hinzu füge, dass „Frauen“ helfen um ihren Platz in der Gruppe zu sichern und nicht mit ihrer Brut dem Säbelzahntiger alleine gegenüber treten zu müssen?

      … und zivilisiert, kontrolliert, domestiziert oder nicht, es steckt in uns drin. Unsere Körper funktionnieren noch nach Steinzeitmuster und so schwer es auch dem „zivilisierten“ Menschen fällt, unsere Gehirne auch. 🙂

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  4. Grüß dich, lange nicht gesehen, nicht hier und nicht anderswo. Aber, wenn ich schon mal da bin… 😉

    _ Der Satz: „Ein Mann ist so lange Freund, Zuhörer, Helfer wie er sich Hoffnungen auf Sex macht“ bringt ein subjektives pessimistisches Resumee zum Ausdruck, ich glaube aber, dass er nicht stimmt.

    Eine Freundschaft zwischen einem Mann und einer Frau ist möglich. _

    Die Zeilen von meinem Vorredner oben, übernehme und unterschreibe ich gerne. Sind sie doch deutlich humaner formuliert, als wenn ich eigene Worte der Meinungsbekundung zu diesem Blogbeitrag von dir gewählt hätte. Vermutlich hätte ich deine These oben nur als „Blödsinn“ abgetan. Ohne dass ich damit sagen will, dich für blödsinnig zu halten, im Gegenteil. Ich weiß, hinter allem was von dir hier zu lesen steht, stehen auch immer ganz viel denken und Gedanken deinerseits. Trotzdem,
    nicht alles in dem Leben „auf der Scheibe“ war falsch, und nicht jede Erkenntnis aus dieser Zeit müsste verworfen werden, nur weil sie aus eben dieser Zeit stammt.
    Dort warst du ein “ Ja, sicher!“ und damit hattest du Recht. Das darfst du dir auch, von der Scheibe runter, mit auf die Kugel nehmen.
    Wenn du andere Erfahrungen machst, überprüfe, ob sie nicht auch andere Gründe haben, warum Freundschaften halten, oder gestört sind. Körperliches Erleben mag in speziellen Welten eine Art Währung sein, aber Freundschaft kaufen kann man sich damit sicher nicht. Nicht als Mann, und, nicht als Frau.
    Ich glaube, wenn man gibt, schenkt man, wenn man nimmt, fühlt man sich beschenkt.

    …ich schweife ab. War schön, einen Moment zu dir auf die Scheibe klettern zu dürfen, Danke.

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    1. Es freut mich für dich, dass du dich der respektvollen Argumentation eines anderen angeschlossen hast und dein „Blödsinn-Urteil“ ganz für dich behalten konntest.

      Schön zu sehen, dass wir nach den vielen Jahren doch noch Gemeinsamkeiten haben. Ich stimme dir zu und das gleich zwei Mal: mit körperlichem Erleben kann man keine Freundschaft kaufen und nichts muss verworfen werden weil es aus einer anderen Zeit stammt.

      Vermutlich hast du die anderen Blogs nicht gelesen, deshalb hier: es ging nicht um Freundschaften die nicht halten oder gestört sind. Es ging um Menschen die immer wieder von Freundschaft „gesprochen“ haben und sie dann nicht leben konnten.

      Dass du glaubst mich noch auf der Scheibe finden zu können, erklärt warum wir einander nicht mehr begegnen 🙂

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      1. Ich, persönlich, glaubte nie, dass du auf einer Scheibe lebst, lebtest. Ich glaube auch heute nicht, dich noch auf einer solchen vorzufinden. Ich habe dich lediglich auf der von dir, in deinem Beitrag erwähnten, metaphorischen, „Scheibe“ besucht. Für genau den Moment lang, in dem du dort (d)ein „Ja, sicher!“ gefunden zu haben glaubtest. Und dass wir uns tatsächlich nicht mehr begegnet sind hat Gründe, über die du lediglich spekulieren, sie aber nicht wissen kannst. Aber ganz sicher nicht, weil ich dich auf besagter Scheibe gesucht, und dort dann nicht gefunden hätte.

        Lieben Gruß

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  5. Ein sehr interessantes Thema, zu dem ich gerne etwas beisteuern würde 🙂

    Vor einigen Jahren machte unser Radiosender eine Hörerumfrage genau zu dem Thema, ob Männer und Frauen Freunde sein können.
    Es gab Beispiele dafür und welche dagegen.
    Aber am Ende kristallisierte sich etwas sehr interessantes heraus.
    Fast alle Beteiligten, die solche Freundschaften erfahren haben, hatten vorher was miteinander gehabt. Erst danach schien Freundschaft möglich gewesen zu sein 😉

    Mein Resümee aus eigener Erfahrung war, dass es entweder genau so gewesen war, oder aber, dass es von Anfang an keinerlei sexuelle Anziehung gab, die hätte stören können (zumindest von meiner Seite) 😉

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