Vor sieben Jahren – Februar 2007

Die Gecko erzählt wie sie sich einen Raumanzug bastelt um Stern Klein zu besuchen. Sie singt „Fly me tot he moon“, verschwindet und kommt wieder. Meine Art eine Abwesenheit zu erklären, einen Krankenhausaufenthalt. „Der Raumanzug zwickt noch“ oder „Probleme mit der Schwerkraft“ standen für Schmerzen, Narben und Kreislaufprobleme.

Soweit ich mich erinnere erzählte ich hier nie über Krankheiten. Konnte es nicht. Auch in meinem Umfeld wusste kaum jemand wenn ich mal wieder im Krankenhaus war. Ich „musste“ doch funktionieren.

Auch als ich später lernte hier über meine psychischen Probleme zu schreiben habe ich die Körperlichen weitestgehend ausgeklammert.

Einmal öffnete ich mich. Der Mensch war empört, mit solchen Ängsten solle niemand alleine sein, er sei da für mich, ich solle mich melden. Als ich dann anrief mit den Worten „Ich brauche jetzt einen Freund“ war die Antwort „Ich kann dir jetzt kein Freund sein“. Warum ich jetzt daran denke? Weil ich mich fragte ob sich für mich etwas im Umgang mit Krankheit in den Jahren geändert hat, ob ich es jetzt mitteilen könnte. Vermutlich nicht, lieber alleine als alleine gelassen.

6 Kommentare zu „Vor sieben Jahren – Februar 2007

  1. Ich verstehe Dich auch sehr gut! – Und wenn Du dann jemanden haben solltest und Dich doch nicht verstanden fühlst…

    Und mit sich selbst hat man ja auch oft das Problem. – Ich sag´ mir dann oft: „Wer weiß, wofür es gut ist.“
    Und manchmal findet sich genau dann die Antwort. Das Leben ist schon seltsam.

    Liebe Grüße,

    Frank

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  2. Deinem Schlusssatz möchte ich mich gerne anschließen. Aus Angst, im entscheidenden Moment nicht die erhoffte Reaktion zu erfahren, fällt es mir auch sehr schwer, Schwäche zu zeigen.

    Es bedurfte in der Vergangenheit einer großen „Nähe“, mich öffnen zu können … über Dinge zu sprechen, die mich belasteten. Und mir ist gerade klar geworden, dass ich in beiden Fällen im wahrsten Sinne des Wortes „allein gelassen“ wurde. Fairerweise muss ich gestehen, dass ich wahrscheinlich auch nicht den Eindruck vermittelt hatte, Hilfe zu brauchen 😦

    …. trotzdem: Lass dich von deinem jeweiligen Gefühl leiten. Wenn du glaubst, über physische Krankheiten schreiben und sprechen zu können, dann mach es. Tue es für dich ALLEIN, so wie bisher…. möglicherweise wird es ein Echo geben, dass dich erreicht und dir hilft.

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  3. Oh

    es tut weh das zu lesen……

    Vlt ist es deshalb eher möglich hier darüber zu schreiben, wo niemand sich direkt angesprochen fühlen muss, es aber kann

    Dir, nur für dich, das Schreiben aber gut tut,ähnlich wie bei psychischen Problemen gut tut.

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