Adventskalender 22. Türchen (2012) – Die Mitte ist kein starrer Punkt

Liebes Du,

„dann wünsche ich dir im Fluss zu bleiben“ schrieb ich vorhin und wusste sofort, es würde mein Türchen Thema.

Wie so oft ist mir auch hier etwas erst beim Schreiben der Worte wirklich bewusst geworden.

Weißt du noch wie ich die anderen Jahre immer und immer wieder getan und bewegt, gekämpft und gesucht habe?

Mein Leben ist im Fluss.

     Die Dinge fließen, sind in Bewegung, ich brauche sie nur entgegen zu nehmen.

Mein Leben ist im Fluss.

     Ich werde vom Fluss des Lebens getragen, ich kann die Strömungen nutzen, bin ohne spürbare Anstrengung in Bewegung.

Als ich mich auf die Suche nach meiner Mitte begab glaubte ich auf der Suche nach einem festen Punkt zu sein…

Gute Nacht,

Bisou

Advertisements

24 Kommentare zu „Adventskalender 22. Türchen (2012) – Die Mitte ist kein starrer Punkt

  1. …dass das Arrangement mit der Mitte, die eben nicht fest ist, schwierig ist, war vorauszusehen…man kann ihr also immer nur näher kommen, sehend, dass sie sich verändert…denn die Mitte und „ich“ – also das Ego – sind nicht dasselbe…was also bin ich dann?

    …folglich komme ich der Mitte näher, wenn ich vom Ego lasse…wie aber sieht das in der Praxis aus?

    Gefällt mir

    1. Ich benutze den alten Sprachgebrauch, da ist das Ego nur ein anderes Wort für Ich – sind also gleich.

      Ich komme meiner Mitte näher indem ich mich meinem Ich öffne, es suche und finde.

      Ja, die Mitte ist beweglich, weil ja auch ich es bin. Mit jeder Entwicklung verschiebt sie sich… mitlerweile ohne dass ich das gefühl habe sie zu verlieren.

      Danke für deinen Beitrag hier 🙂

      Gefällt mir

      1. …da gehen unsere Meinungen auseinander. Ich glaube, dass das Ich oder das Ego, die Mitte überdeckt. Das Ich/Ego macht sich nur wichtig und je aufgeblasener es ist, desto weniger ist man in seiner Mitte.

        Die Mitte bedeutet, an sein Herz angeschlossen zu sein, an eine innere Kraft, einen imaginären Ort, der einem innere Sicherheit gibt, alles, was man im Außen nicht wirklich finden kann, weil alles Äußere vergänglich und unbeständig ist.

        Gefällt mir

          1. …die Frage ist, was ich ausmacht…das Ego bildet das Äußere, also das, was mit allem Äußeren den Kontakt hält…alle Beziehungen zu Menschen, zur Arbeit, zu kulturellen Dingen usw. und das gehört natürlich auch zu mir, aber ich kann es ablegen…

            …das Innere bin Ich und zwar auch dann, wenn ich das Ego ausschalte oder erst dann…wenn es denn gelingt das Ego auszuschalten…dann bin ich nur noch Wahrnehmung, ohne zu reagieren, dann bin ich ganz Teilnehmende im göttlichen Fluss…so wie eine Blüte, die sich im Licht einfach öffnet…

            Gefällt mir

              1. …manchmal muss man den Wörtern eine Bedeutung zuschreiben, die sie so nicht haben, weil unsere Sprache überaus mangelhaft ist…schau Dir nur das Wort Liebe an…und wie viele verschiedenen Zustände damit verbunden werden…

                Gefällt mir

                1. Stimmt, bei dem ist es auffällig wie vielfältig es genutzt wird. Manchmal sogar für Gegensätzliches.

                  Vielleicht hänge ich immer so sehr an der Bedeutung der Worte weil ich in mehreren Sprachen lebe, vielleicht ist mir deshalb so wichtig mich so präzise wie möglich aus zu drücken weil ich um das nicht verstanden werden weiss… und um so verwirrender dann wenn ein Wort plötzlich nicht mehr seine Bedeutung hat

                  Gefällt mir

  2. „Als ich mich auf die Suche nach meiner Mitte begab glaubte ich auf der Suche nach einem festen Punkt zu sein…“

    Je länger ich über dein „Leben im Fluss“ nachdenke, umso mehr drängt sich mir der Gedanke auf, dass du deine Mitte längst gefunden hast und der ehemals feste Punkt sich mit dir bewegt.

    Gefällt mir

  3. Ich treffe auf Treibholz und mein Schaedel wird immer wieder angestossen- manche Leute (wie ich) brauchen es solange bis sie merken sie gehen unter…

    Gedichte sind verdichtete Worte um das Leben…(Entschuldige Bisoux- ich schreibe auch für mich kenntlich wenn ich Kommetare ausblende- nicht böse sein)

    Gefällt mir

      1. Es gibt immer eine große Diskussion auf unseren Treffen, inwieweit das „Ich“ in meinen Texten ich bin… 😉

        Letztes Mal war es ein so abgedrehter Text, dass jemand sagte: „Das ist nicht Christoph“… ;>>

        Gefällt mir

          1. Was denn für Muster? 😉 Der Text, in dem „ich“ nicht erkannt wurde, hat wohl etwas schockiert… In Wertschätzung meiner Person wollte man mich damit nicht in Verbindung bringen. Das ist natürlich schön, doch ich gehe sowieso davon aus, dass das „Ich“ in einem Text nicht gleich der Autor ist, egal wie leicht oder nicht leicht nachvollziehbar.

            Gefällt mir

            1. Bei den meisten deiner Zunft durfte ich beobachten, dass sie ohne Problem das „ich“ benutzen wenn es um „irgendwas“ geht.
              Geht es aber um wirklich tief persönliches basteln sie sich eine Kunstfigur.

              Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s