Zu „Arme“ hatte ich: Handeln, Halt, Umarmen notiert.

Die Worte passen, aber es ist wohl eher eine Negativliste.


Handeln: ich kann nichts tun.  Konnte Go auf ihrer letzten Wegstrecke nicht helfen, kann meiner Freundin in ihrer Trauer nicht helfen, konnte für mich nichts tun.

Halt: ich fand keinen Halt, konnte ihn aber auch nicht für mich  einfordern, standen doch neben mir ihre Töchter, ihre Enkel.  Halt geben konnte ich nicht, zumindest nicht bewusst.

Umarmen:  ich, die mich selber oft als „Grapscherin“ bezeichnet habe, die es braucht zu berühren, zu herzen, die seit einem Corona Jahr sowieso schon auf Entzug ist, erlebe diese Tage ohne Umarmung (mit Go ist ja auch mein Knüffel gegangen)  Die geimpfte Tochter kann es nicht zulassen und bei allen anderen kommt es nicht in Frage.
Nach vier Tagen kam meine Schwester, geimpft und an einer Studie teilnehmend, daher wissend, dass auch nicht ansteckend.  Als sie mich in die Arme genommen hat, brachen bei mir alle Dämme, ich habe wie ein kleines Kind geschlurzt.  Das hat so unendlich gut getan.

Seit ich schreibe fühlt sich alles schon wieder so anders an.  Wo ich verstehe, verändern sich sowohl das innere Fühlen wie das körperliche fühlen.

6 Kommentare zu „Zu „Arme“ hatte ich: Handeln, Halt, Umarmen notiert.

  1. Die Dämme brachen und damit musstest Du zumindest die Tränen los- und vom Schmerz rauslassen. Arme, die sich für Dich öffnen, die eine Zuflucht sind, lösen die Verkrampfung, die mit der Embryohaltung des Selbstschutzversuches einher geht. Oh…..da ich das gerade zu begreifen versuche, sehe ich, dass das Loslassen, eine umfassendere Dimension hatte als ich annahm.

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