Beuys: „Lade jemand Gefährlichen zum Tee ein“ oder 2020 hatte Spuren hinterlassen

Ich war nicht gesehen worden, durfte für den anderen nicht die sein die ich bin – das hatte mich getroffen und ich fragte mich wie es passieren konnte.

Wenn ich einen Gedanken loslasse, befreit er sich von meinem Blickwinkel und zeigt sich mir von neuen Seiten und dann war es da.  Es konnte passieren weil ich als erste den anderen nicht als den gesehen habe der er ist, als der der nicht anders denken/handeln konnte als er es getan hatte.

Ich hatte meine Achtsamkeit abgelegt, die mir und die dem anderen gegenüber… Hatten die so wenigen Begegnungen im vergangenen Jahr mich unachtsam mir und den anderen gegenüber gemacht?  Hatte meine Sehnsucht nach Begegnung mich die anderen in ein idealisiertes Licht sehen lassen? 

Die vielen Monate der Einschränkungen waren dann doch nicht ganz Spurlos an mir vorbei gegangen.

5 Kommentare zu „Beuys: „Lade jemand Gefährlichen zum Tee ein“ oder 2020 hatte Spuren hinterlassen

  1. Ich bemerke in den letzten Tagen eine starke soziale Unsicherheit. Die seltenen persönlichen Gespräche haben plötzlich eine „schlechte-Gewissen-Nachwirkung“. Die hängt sich an einem Wort oder Satz auf und ich denke, ich hätte das mal lieber nicht sagen sollen. So extrem kenne ich das Gefühl von früher nicht.
    Ich denke, diese Zeit der sozialen Einschränkungen wird Spuren hinterlassen, aber wir werden ja auch wieder umlernen können! Liebe Grüße und eine herzhafte Umarmung aus der Ferne! Regine

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        1. Ja, das mache ich und bin sehr dankbar für diese Möglichkeit. Der direkte Kontakt ist aber noch einmal etwas anderes. Egal, wer weiß, wie viel Positives noch entsteht und das andere geht nicht verloren!

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