21. Türchen (2020) oder von nicht genutzten Gelegenheiten

„Muss ich meinen Kindern* das sagen?“ fragt die alte Frau ihre Nachbarin

„Ja, es ist wichtig, dass sie wissen wenn Sie so krank sind“

„Dann sage ich es aber nur denen die mich zu Weihnachten besuchen und auch fragen wie es mir geht!“

Ich habe vor vielen Jahren aufgehört sie zu fragen wie es ihr geht.  Zum einen, weil sie immer nur klagte, angebotene Lösungen oder Hilfe von mir aber verweigerte, zum anderen weil ich mich nicht erinnern kann, wann sie mich das mal gefragt hat.

Die Nachbarin, meine Freundin Mo, hat mich angerufen, mir von ihrem Gespräch zu erzählen,  wollte vermeiden, dass ich mal da stehe mit einem „Hätte ich es gewusst…“

Jetzt weiß ich es seit vielen Stunden, werde ich etwas anders machen?  Ich habe meinen Frieden für mich geschlossen, auch mit dem Versprechen an mich selber  mich nicht wieder von ihr einfangen zu lassen.  Ich werde es wie schon das ganze  Jahr halten,  das Haus nur Betreten wenn meine Hilfe erforderlich ist.  Ich werde sie auch jetzt nicht fragen wie es ihr geht.  Eines aber werde ich tun: ich werde ein zweites Betttuch bügeln, falls sie um eine Umarmung bittet.

*das Goldkind ist natürlich auf dem Laufenden.

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