„Ich schenke mir Normalität“

„Ich schenke mir Normalität“, schrieb ich hinterm Adventstürchen als es um die Tochter ging und das Leben schenkt mir, wie könnte es anders sein, Gelegenheiten diese neue Normalität auszuleben.

Meine Weihnachtseinladung, meine Normalität, hatte die dankend abgelehnt, ihre Freiheit.
Meine Weihnachtsgrüße, meine Normalität, unerwidert gelassen, ihre Freiheit.

Sehe ihren Wagen vorhin bei meinen Eltern stehen. Nein, ich fahre nicht weiter, ich schenke mir die Normalität einer Begegnung. Sie grüßt freundlich zurück, sitzt mit ihrer Großmutter in der Küche. Ich gehe durch ins Wohnzimmer zu meinem Papa. Obwohl ich versuche mich ausschließlich auf ihn zu konzentrieren, höre ich die Stimme im Nebenraum.

Ich höre meine Tochter und mir wird klar, dass ich vergessen hatte wie sie sich anhört. Sie klingt fremd, neue Intonation, neuer Wortschatz (die Arbeit im Ausland macht sich bemerkbar). Sie hat etwas sehr sanftes in der Stimme (das ist neu). Sie klingt schön.

Mir war nach weinen, wahre aber die Contenance, werde Papa meine Tränen nicht antun.

Jetzt beim Schreiben konnte ich sie laufen lassen. Normalität.

18 Kommentare zu „„Ich schenke mir Normalität“

    1. Sie sagte sie brauche Abstand, ich sagte ihr zu ihr die Zeit zu lassen die sie braut… ohne zu ahnen wie lange es wird.
      (Was mein Vergehen war, wozu ich ausgeschlossen werden musste, womit ich sie störe hat sie mir nie gesagt – sie konnte/kann halt nicht mit mir)

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        1. Kannst Du es Dir beantworten?
          Oh nein, daraus wird nichts…..bitte streich den Gedanken, dass Du es auch mir beantworten könntest, wenn das der Fall wäre. Ich bin sicher, dass Du Dir das beantworten kannst.

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  1. Allenthalben hört und liest man, es gehe nun darum, nach der Krise wieder zurück zur Normalität zu finden. Ich frage mich dann jeweils: welche Normalität?

    Wir leben schon längst nicht mehr in normalen Zeiten. Belege dafür gibt viele, hier seien nur zwei aufgeführt:

    – Grönland verliert jedes Jahr 200 Gigatonnen Eis. Und eine Gigatonne Eis würde ausreichen, um 400’000 olympische Schwimmbecken mit Wasser zu füllen.

    – Die fünf wärmsten Jahre seit Beginn der systematischen Messungen 1881 waren: 2015, 2016, 2017, 2018 und 2019.

    Mein Wunsch ist somit vielmehr: lasst und den Schock dieser Krise nutzen, eine gesündere, überlebensfähige Welt aufzubauen. Jetzt!

    Mit hoffnungsvollem Gruss,
    Roger

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    1. Hallo Gabi,
      dieser Beitrag ist ein Jahr alt. Gerade dann wenn ich mir Normalität vornehme, wird alles, alles andere als „normal“
      Zu Ostern habe ich sie eingeladen und sie hat abgelehnt – danach bestand meine Normalität darin sie nicht einzuladen – Sie geht mit Abstand, Maske und Regeln anders um als ich es für Sinnvoll halte, da wurde das „nicht einladen“ zur Normalität.
      Siebtes Weihnachten ohne sie, auch das ist Normalitât geworden, auch, dass sie nicht auf meine Weihnachtswünsche antwortet…

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