Gibt es die Welt ohne dich?

Die Welt, so wie ich sie sehe, so wie ich sie begreife, so wie ich sie verstehe, die Welt wie ich sie erfahre und erlebe, diese Welt gibt es nur in meinen Augen und sie wird mit mir gehen. Diese Welt wird aufhören zu sein wenn es meinen Blick, mein Denken auf sie nicht mehr geben wird.

Das hat aber nichts Tragisches. Niemand kennt diese Welt, niemand wird sie vermissen.

Jeder hat seine ihm ganz eigene Welt die mit ihm wächst, sich mit ihm verändert, entwickelt und mit ihm verschwindet.

20 Kommentare zu „Gibt es die Welt ohne dich?

  1. An einem Satz bleibe ich hängen: „Niemand kennt diese Welt, niemand wird sie vermissen.“ Ist es Dir noch nicht passiert, dass Du die Welt vermisst, die Dir ein Mensch gezeigt hat? Was ist es, was wir den Blickwinkel eines anderen Menschen nennen? Ausblicke aus seiner Welt? Einblicke in seine Welt?

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      1. Ja….wenn ich einen mir wertvollen Menschen verliere, ist meine geworden, was er mir gezeigt hat aus seiner Welt und ich vermisse alles, was ich ihn noch hätte fragen wollen, was ich noch hätte mit ihm teilen können.

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        1. Das ist wohl so. Zu dem Zeitpunkt als er ging, war das so. Bis dahin fand der Austausch statt, der möglich war. Inzwischen ist mir klar, dass die danach erfolgte Entwicklung des Hinterbliebenen dazu führen kann, dass dieser viel zu spät erkennt, wer da gegangen ist und welcher Austausch möglich gewesen wäre. Das dürfte ein ewiges Problem der Generationen sein. Dass die voherige Generation tot ist, bevor die folgende genau das begreift, was diese begriffen hatte.

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        2. Wäre der Austausch für beide möglich gewesen, hätte er stattgefunden.
          Alles ist gut wie es ist. Es gibt Lektionen die mehr als gehört werden wollen, sie wollen erfahren werden, damit auch wir begreiffen 🙂

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        3. dass dieses Begreifen ständig wiederholt werden muss, von Generation zu Generation, das ist schon ganz schön frustrierend. Allerdings wird es schon seinen Sinn haben….wenn es nicht gerade einem Wurmloch in den Genen geschuldet ist…..

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  2. Ja und nein – sicher sehe ich die Welt mit meinen Augen, so wie jeder andere auch. Darüber hinaus gibt es die so genannten universellen Wahrheiten, die (scheinbar) unauslöschlich mit unserer Natur verbunden sind, unabhängig von dem Individuum und dem einzelnen Ego. Sie schlagen Brücken zwischen uns Menschen und haben für mich etwas faszinierendes.

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      1. Nein … für mich gleichen sie eher den menschlichen Grundbedürfnissen wie ausreichend essen, trinken, schlafen und auch Zuneigung geben/nehmen. Nur eben mehr auf seelisch-geistiger Ebene. Vielleicht – sehr stark vereinfacht – Das Streben nach Glück. Oder nach Werten zur Orientierung, moralisch, ethnisch, kulturell und gerade auch im Glauben.

        Universelle Wahrheiten als solche zu benennen, ist nicht ganz ungefährlich, weil „universell“ nicht nur für allgemein-gültig steht, sondern auch etwas von Ewigkeit hat, zumindest, was unser Geschlecht angeht, was natürlich nicht ewig existiert.

        Spannend …

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  3. Was aber, wenn das Ich und seine Welt nur in der Berührung mit dem Du und seiner Welt wird… Und das Aneignen des Berührungspunktes eben kein Einverleiben ist sondern Austausch. Ohne diesen Austausch dann aber nicht Deine Welt und nicht meine Welt… Ich vermisse so manche Berührungspunkte, die nicht mehr sind…

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