9. Türchen (2018) oder Wenig ist so viel

Liebes Du,

gestern erzählte ich dir von der Renovierung des Wohnzimmers, dazu war es 4 Monate lang ganz ausgeräumt. Das meiste fand im Büro Platz, bzw. wurde dort gestapelt. Im Klartext, zwei Räume die ich über Monate nicht nutzen konnte.

Die ersten zehn Tage habe ich hier und da, die in Laken verpackten Schränke wieder zugänglich gemacht, weil mal eine Tasse, mal eine Schüssel fehlte. Danach blieb alles zu und verstaut und siehe da: entbehrlich.

Beim wieder einrichten, habe ich mir dann jedes Teil in die Hand genommen und mich gefragt ob ich es wirklich noch möchte, was es mir bedeutet, ob es meinem Wohlsein einen Mehrwert bringt. Einiges habe ich verschenkt, anderes wartet auf den nächsten Flohmarkt. So verschwand z.B. der Rauchertisch. Jede Wohnung hatte einen gehabt, ich hatte ihn und seinen Nutzen nie in Frage gestellt. Hier, bei mir, zwischen meinen Möbeln macht er keinen Sinn und mit ihm ging der Kronleuchter darüber.

Wie entbehrlich doch so vieles in meinem Leben war und noch ist. Ich staune immer wieder darüber was ich verschenken kann ohne es zu vermissen. Es ist sogar aufwertend für die Dinge die bleiben. Der neugewonnene Freiraum im Wohnzimmer bringt die einzelnen Stücke erst richtig zur Geltung. Ich sehe sie noch besser und lieber.

Letztens meinte eine Besucherin der Raum habe ja eine tolle Ökobilanz und ich lachte. Sie hatte recht, ich bin Jägerin und Sammlerin, Flohmärkte und Second Hand haben es mir schon immer angetan. Ich mag Möbel mit Geschichte. Ihre Bemerkung hat mich aber zum Nachdenken gebracht, in den kommenden Jahren ist hier noch einiges geplant und ich habe jetzt wirklich den Ehrgeiz, wo immer es möglich ist, darauf zu achten.

Finde auch du das Entbehrliche um dir neue Freiräume zu schenken

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Ein Kommentar zu „9. Türchen (2018) oder Wenig ist so viel

  1. Da kann ich dir nur zustimmen. Ich trenne mich auch immer mehr und mehr von vielen Dingen. Weniger ist manchmal einfach mehr. Immer wenn wir im Ferienhaus an der Nordsee sind, wird mir so richtig bewusst, dass ich eigentlich nicht viel mehr, als es dort gibt, brauche.
    Natürlich gibt es da ganz persönliche Sachen, die ich nicht aus meinem Leben wegdenken möchte und auch das ein oder andere Hilfsmittel, das ich dann doch noch brauchen könnt, aber es gibt genügend Dinge hier, die nach und nach das Haus verlassen werden.

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