8. Türchen (2017) oder Thema Männer

Ich war gestern sehr müde vom Tag und habe es mir einfach gemacht. Dem aufmerksamen Leser ist nicht entgangen, dass der Teil fehlte in dem ich mich frage was es mit meinem Jahr 2017 zu tun hat.

Ich erinnere, Barbaras Frage lautete „Verändert Reisen?“

Im Frühling ist meine jüngere Schwester 50 geworden und ich schenkte ihr, völlig uneigennützig, einen Aufenthalt am Meer… mit mir *schmunzle. Seit wir beide geschieden sind, seit wir beide die Krankheit der Mutter kennen und uns davon befreit haben, treffen wir einander regelmäßig (wenn auch in recht großen Abständen) und gerne. Es ist aber ganz was anderes mehrere Tage miteinander zu verbringen als nur stundenweise beisammen zu sein.

Ich war gerade eine ganze Weile in Erinnerungen versunken… Wir haben viel über Männer geredet, warum wir sie noch nicht in unser Leben lassen wollen, welche Ansprüche wir haben, wozu wir in einer Beziehung nicht mehr bereit sind, was wir auf keinen Fall oder unbedingt möchten. Es waren meist sehr lustige Gespräche und kein Mann in den Strandcafés war vor unseren taxierenden Blicken sicher, gelästert haben wir auch ein wenig, aber nie bösartig.

Wir sind mit neuen bzw. gereifteren Sichtweisen heimgefahren. Sie hatte sich antiquierter Gedanken entledigt, und mir war wieder klar, dass es mit jeder Lektion die ich lerne, schwieriger wird einen Partner zu finden.

Gerade, als ich so in meinen Erinnerungen verweilte hatte ich einen neuen Gedanken: würde ich einem Mann begegnen bei dem ich mich fühlen könnte wie mit meinem Schwesterchen, ich könnte ihm mein Leben öffnen.

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14 Kommentare zu „8. Türchen (2017) oder Thema Männer

  1. Das Zusammensitzen mit deiner Schwester und das über Männer im Allgemeinen und Beziehung im Besonderen schwätzen, lachen, lästern, erinnert mich an früher.
    Da hockten wir Mädchen auch zusammen, unerfahren und Sieges gewiss, über all das auch schwätzen, lachen und lästern.
    Dann kam Mr. Right in unser Leben, oder die Liebe, das Verliebt sein oder dieser eine Mensch, mit dem man den Rest seines Lebens verbringen möchte.
    Spätestens hier warf man den einen oder anderen Vorsatz über Bord, ging Kompromisse ein, nahm sich zurück, setzte sich durch, ließ No-gos als individuelle Eigenarten durchgehen, sah darüber hinweg, weil sonst alles stimmte, nahm das nicht perfekte in Kauf.

    Ich habe es selbst erlebt, vieles von dem, was ich dachte, wie ER sein müsste/sollte und wie nicht – manchmal gab’s auch das komplette Gegenteil… – und! Es war gut so!

    Ich habe festgestellt, dass diese ganzen mentalen Konstrukte des perfekten Mannes in sich zusammenbrachen, weil nichts von dem noch eine Relevanz hatte, weil einzig der Moment des Herzens zählte.

    Ich wünsche mir für Dich und Deine Schwester genau diesen Moment! Und dann kann auch alles gut werden!

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    1. Was du da beschreibst ist so oder ähnlich wohl in der Geschichte jedes Mädchens zu finden aber aus der Denkweise sind wir raus.

      Es ging meist um uns, nicht um die Männer.
      Darum was wir für uns wollen, welche Art Beziehung.

      Es geht nicht um einen irgendwie perfekten Mann sondern um eine Beziehung die sich richtig anfühlt.
      Der Mann, der dazu passt, hat eine gewisse Entwicklung hinter sich, hat eine bestimmte Denkweise, sonst spricht er weder mein Hirn noch mein Herz an.

      … und das mit den Blicken, das galt nur der Auflockerung, Aussehen taugt nicht für Hirn oder Herz, sondern lediglich für Haut 😉

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      1. Ja, ich weiß…
        Aber ich wollte damit eigentlich sagen, dass auch dieser Moment heute noch und in Deiner Lage passieren kann. Dass man Vorstellungen hat, und es dann aber auch ganz anders werden kann. Daran glaube jedenfalls ich unbedingt!

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  2. … und mir war wieder klar, dass es mit jeder Lektion die ich lerne, schwieriger wird einen Partner zu finden.

    Nicht unbedingt. Einen gewissen Anspruch zu haben, geht doch in Ordnung. Wenn ich versuche, zu beschreiben, was mir heute wichtig ist, kommen nicht so viele Dinge zusammen.

    Zuerst einmal sollten beide frei, ungebunden und offen sein, für etwas gemeinsames Neues. Es sollten sich beide auf einer gemeinsamen Entwicklungsstufe befinden, auf Augenhöhe, wie man sagt. Es müssen nicht alle Freizeitinteressen gegenseitig geliebt und geteilt werden (je mehr, desto besser, klar) – wichtiger sind (mir) ein gemeinsamer Glaube, gemeinsam gelebte Lebensgrundsätze, Stichwort Vertrauen, Menschlichkeit, humanitäre, geistige Grundhaltungen..

    Und – Stichwort perfekt – es ist unabdingbar, sich gegenseitig zu erlauben, ja, das auch laut auszusprechen, so zu sein, wie man gerade ist. Immer unter der Überschrift der Eigenverantwortung. Wie sollten wir sonst damit klar Kommen, hier an manchen Tagen furzend, fluchend oder sonst wie gereizt unsere Bahnen zu ziehen 😉 Das ist ja das Tolle hier im Netz – keiner bekommt meine zahllosen Unarten mit, wenn ich fein meinen Nimbus pflege 😀

    Liebe Grüße !

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    1. Das Stichwort perfekt war nicht von mir – du liesst mich lange genug um zu wissen/ahnen was ich mitlerweile davon halte…

      Das allerwichtigste ist mir folgendes: jeder sollte erstmal für sich alleine glücks- und lebensfähig sein, und sich erst dann binden.

      Diese Menschen sind nicht nur dünn gesäht sondern in aller Logik auch nicht auf der Suche.

      PS: Mädchen pupsen nur mit Rosenduft *lach

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      1. Für sich allein… auch das meine ich mit einer gemeinsamen Entwicklungsstufe.
        Mit sich im reinen zu sein, wie man sagt, schließt nicht aus, offen zu sein.

        @Rosenduft – Mädchen werden älter 😉

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  3. Mit meiner Schwester (vier Jahre älter als ich) bin ich auch sehr, sehr gerne zusammen. Und wir fahren oft zusammen in den Urlaub – fast immer ans Meer. Sie ist verheiratet, aber ihr Mann ist nicht so der Fan von Reisen ans Meer, und daher fahren wir dann gemütlich zu zweit – nun, eigentlich zu dritt, denn mein Hund kommt immer mit. Für April 2018 haben wir eine Wohnmobiltour mit Hund geplant – die Nord- und Ostseeküste entlang. Ich freue mich schon jetzt darauf!
    Da ich zur Zeit keinen männlichen Lebensgefährten habe, hält meine Schwester immer nach einem geeigneten Vertreter Ausschau… Aber ich bin wohl schon zu sonderbar und pingelig geworden, als dass noch einer zu mir passen könnte… 😉

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    1. Auch bei uns sind 4 Jahre dazwischen und es war erst unser zweiter, wir haben uns aber vorgenommen es jetzt jährlich zu wiederholen.

      Lache: Jaaa, wenn wir uns selber „sonderbar und pingelig nennen“ lassen die anderen uns mit dem Thema in Ruhe 😉

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