… und dann knallt es!

Ich habe nicht die leiseste Ahnung wie es passieren konnte.

Was meine Mutter betrifft glaubte ich meinen Frieden geschlossen zu haben. Ich konnte ihr begegnen ohne mich provozieren zu lassen, kein weinen mehr. Hatte ich da, statt Minen zu entschärfen, sie immer wieder nur umgangen?

Mir war nicht entgangen, dass sie mich sucht. Es war im letzten Halbjahr eine deutliche Steigerung in ihren Provokationen und Gemeinheiten zu erkennen. Reine Boshaftigkeit.

Dann kam Vatertag (in Belgien im Juni), Tag den sie immer schon versucht hat uns zu vergällen, also war ich vorbereitet – nicht besonders, wie immer halt.

Sie hat mich gesucht und sie hat mich gefunden. Sie wiederholte ihre Gemeinheiten, Angriffe immer wieder, legte es sehr offensichtlich auf eine Reaktion an. Früher wäre es weinen und wegfahren gewesen, letzten Monat noch ignorieren, an dem Tag aber war irgendwie alles anders. Ich habe reagiert, mit sehr ruhiger Stimme, ja sogar mit Gelassenheit habe ich geantwortet. Nicht das was sie hören wollte sondern ehrlich geantwortet. Meiner Mutter ehrlich antworten, heißt sagen was sie nicht hören will, sie verletzen. Sie wurde laut und lauter, böser und gemeiner und ich war die Ruhe selber. Völlig fremde, neue Situation, was passierte da?

„Wie sprichst du überhaupt mit mir?“, keifte sie irgendwann und meine Antwort an sie war die Antwort an mich: „Auf Augenhöhe, von Erwachsenem zu Erwachsenem“

Sie hat geschrien, getobt, gedroht, provoziert und ich konnte es anhören und –sehen ohne auf ihr Niveau zu rutschen blieb bei meinen brutal ehrlichen Antworten. Ja, Ehrlichkeit ohne Wohlwollen ist Gemein.

Ich habe nicht die leiseste Ahnung wie es passieren konnte. Nach anfänglicher Unsicherheit am folgenden Tag fühlt es sich jetzt nicht falsch an.

Ich wusste nicht, dass es so sein kann, vermutlich konnte es deshalb so kommen. Es hatte etwas befreiendes, aber als zukünftigen Umgangsmodus mit ihr, möchte ich das nicht.

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9 Kommentare zu „… und dann knallt es!

      1. Das kann man so und so sehen.

        Fakt wird (leider) wohl sein, dass deine Mutter ihre Bosheit und ihren auf dich projizierten Selbsthass mit in`s Grab nehmen wird. Schlimm wäre, Du würdest ihr,Auge um Auge, mit gleicher Münze heimzahlen (also dito beleidigen und schreien) Tust du nicht, was mich für dich freut.

        Andererseits berührt es dich, verletzt es dich, fortgesetzt so behandelt zu werden. Kalte, ruhige Distanz, kombiniert mit vielleicht brutaler Ehrlichkeit ist aus meiner Sicht ein respektables Mittel der Wahl, damit umzugehen. Um Längen besser als Flucht oder im gleichen Ton mitzuschwingen. ebenso um Längen besser als so zu tun, als wäre alle in schönster Ordnung, also ausblenden, die Augen verschließen und das injizierte Gift im verborgenen wirken lassen.

        Ein Spagat aus Achtung (vor allem, was lebt, die Erzeuger eingeschlossen) und emotionaler Aktion/Reaktion, ich weiß.

        Nochmal – meinen Respekt hast Du.

        Gefällt 1 Person

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