Was ist da in mir – durch die Taucherbrille

Verlustschmerz – der Verlust des Vertrauens. Schmerz entsteht dort wo ich mich wehre. Und wenn ich das Vertrauen gehen lasse? Es passiert nichts, er ist nicht mehr Teil meines Lebens. Ich kann aufhören ihm mein Vertrauen zu schenken, es hat keinen Einfluss auf mein Leben. Vertrauen, du bist aus gutem Grund gegangen und das ist gut so.

Angst, dass er mit dem Vertrauen unserer Kinder genauso umgeht. Also Angst wegen eines Hypothetischen Vorfalls in einer unbestimmten Zukunft um gewarnte, erwachsene Menschen. Bei der Umformulierung wird mir klar: ich darf diese Angst ablegen.

Hilflosigkeit. Ich kann nichts tun um mein Geld wiederzubekommen, es liegt aber in meiner Hand wie ich damit umgehe. Ich arbeite gerade daran, also bin ich nicht hilflos.

Unverständnis. Das ist doch eigentlich die Frage nach dem „Warum“ und diese habe ich mir mal ein für alle Male beantwortet: jeder tut jederzeit sein Bestes… Egal wie bescheiden das gerade ist – mehr brauche ich nicht wissen.

Ungerechtigkeit. Gerecht wäre wenn ich mein Geld bekäme, das ist nicht der Fall.
Wie sonst kann ich Gerechtigkeit erfahren? In Gedanken.
Ich glaube daran, dass Energien fließen, was ich jetzt gut sein lassen kann wird mir als Gutes zurückkommen.
Wenn ich aufhöre an dieser Summe festzuhalten sind meine Hände offen für einen anderen Geldsegen.
Und dann gibt es auch den nicht so schönen Gedanken, dass was auch immer er mit diesem Geld tun wird, es ihm kein Glück bringen wird, ganz im Gegenteil.

Mit jedem Mal wo ich mir die Gedanken zur Ungerechtigkeit vor Augen halten werde, werde ich meinem Frieden ein Stück näher kommen.

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7 Kommentare zu „Was ist da in mir – durch die Taucherbrille

  1. Was doch so eine Taucherbrille alles ans Tageslicht bringen kann!
    Wollte ich vorhin Deinen Post von gestern noch kommentieren, merke ich beim Lesen hier, dass es für mich keinen Grund mehr gibt, das zu tun.
    Sehe und lese ich, wie klar jetzt alles für Dich ist und denke noch ganz kurz: Taucherbrillen für Alle!
    Danke Dir, dass ich an Deinen Gedanken und Finden von Wegen teilhaben darf.
    Auch mich streift Dein klarer Blick und lässt mich ‚anders‘ drauf gucken, also auf meine Päckchen 🙂

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  2. Ich denke, Du hast recht getan, dich so zu entscheiden.
    Eine Auseinandersetzung, gerichtlich, kostet nicht nur Geld und Geduld, sondern auch eine Menge emotionaler Energie. Auch, wenn es mich ärgert, dass möglicherweise genau das Kalkül der Gegenseite ist.

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    1. Ja, er kennt mich seit 35 Jahren und meine Grenzen auch. Wusste/ahnte, dass ich ihn nicht anzeigen würde.
      Diese Menschen, die sich alles erlauben weil sie um die Grenzen des Gegenübers wissen… da bin ich immer zwischen dem ärgerlichen Gedanken „Wer dreist genug ist, bekommt immer was er will“ und der tiefen Überzeugung „auf die Ebene begebe ich mich nicht“

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  3. Selbst bin ich ein wenig anders unterwegs – mittlerweile. Möchte mir nicht vorwerfen, nicht alles getan zu haben, was ich kann. Das kann zu extremer Unnachgiebigkeit führen – auch nicht immer so gesund. Es gilt also auch für mich immer wieder abzuwägen ..

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