SchneeWehen

„Ich kann mir nicht aussuchen was in mein Leben kommt, aber wie ich damit umgehe, dass ich meine Entscheidung“

Und dann gibt es die Momente wie jetzt gerade und es fehlt mir an Umgang, kann weder annehmen noch loslassen.

Kann mein gehandicaptes Knie nicht annehmen, kann meine Hilflosigkeit vor den stets steigenden Schneemengen nicht annehmen. Schaufeln geht gar nicht und nach und nach versinkt mein kleines Auto in den Schneemassen, die paar Meter bis zur Straße sind unüberwindbar geworden.

Kann meinen Wunsch nach heil sein nicht loslassen, den Wunsch nach draußen zu gehen um zu Fotografieren nicht loslassen.

Und wenn ich mir das wie jetzt vor Augen halte, dann keimt da sowas wie Selbstmitleid – grrr, gar nicht mein Ding.

Es ist immer nur für Momente und dann weiß ich wieder, der Zeitpunkt für den Schnee war perfekt, bis Dienstag brauche ich nicht aus dem Haus und bis dahin habe ich eine Lösung fürs Schaufeln gefunden. Das mit dem Fotografieren versuche ich morgen zum Fenster raus.

Der Wunsch nach heil sein, der braucht einigen Zuspruch. Der ist immer wieder mal Thema, aber hey, was wäre ich ohne Baustelle *schmunzle

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7 Kommentare zu „SchneeWehen

  1. Heil sein … die uralte Sehnsucht. Kann ich gut verstehen, auch dein derzeitiges Unvermögen, mit Un-Heil umzugehen (denke da an meine Leistenbruch-Geschichte…) Zwar kann ich nicht für dich schaufeln, aber vielleicht kann ich Dir Mut machen, gute Gedanken und Wünsche schicken.
    Das mache ich dann mal hiermit 🙂

    Und – Telefon & Netz gehen selbst jetzt noch – irgend wer findet sich bestimmt, der dir einen Gefallen schuldet oder sich schlicht ein paar Euro verdienen möchte.

    Gute Heilung deinem Knie & Grüße !

    Gefällt 3 Personen

    1. Mir „schuldet“ niemand einen gefallen, diese Denkweise kenne ich nicht mehr, aber ich glaube an fliessende Energien und kaum, das ich hier gepostet hatte hörte ich einen Traktor in meiner Einfahrt, gestern war er auch nochmal da. Einfach liebe Nachbarn die sehen wo Not am Mann ist. Heute hatte ich den Mut (ja, zum bitten brauche ich den – danke fürs machen) mein Patenkind anzuschreiben um das Auto aus dem Igloo zu schaufeln und mir die Treppe begehbar zu machen. Er war kurz darauf hier, fleissig und gut gelaunt. Wir haben zusammen gegessen und dann stellte sich auch noch heraus, dass ich einiges im Haus hatte was er für seine Wohnung brauchen kann… es fliesst 🙂
      Ich sitze hier und lächle breit.
      Solche Erfahrungen und Begegnungen sind mir dann doch um einiges wichtiger als der Absatz oder das Fotografieren auf die ich noch eine Weile verzichten werde.

      Gefällt 3 Personen

  2. Das ist eben „menschlich“, nicht immer annehmen zu können. Aber das Wissen, dass es geht und wiederkommt hilft. Wie ich lese, hattest du inzwischen auch tatkräftige Unterstützung – super!
    Herzliche Grüße…Gabi

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