21. Türchen oder vom Vergleichen

Liebes Du,

willkommen hinter dem einundzwanzigsten Türchen.

Es gelingt mir immer besser den Augenblick zu leben und mich zu lieben, das hat Nebenwirkungen.

Eine der Nebenwirkungen ist, dass das Vergleichen aus meinem Leben verschwindet.

Wenn ich mich lieben kann, dann kann ich auch andere lieben, sprich, sie so sein lassen wie sie sind. Wenn jemand sein darf wie es ist, wird es völlig Sinn frei ihn an anderen zu messen. Es spielt keine Rolle ob er irgendwas besser oder schlechter ist als ein anderer, das worauf es ankommt ist nur noch die Beziehung zu mir. Auch da geht es nicht um besser oder schlechter sondern darum ob dieser Mensch mir gerade gut tut oder nicht.

Wenn ich mich lieben kann, dann kann ich auch mich so sein lassen wie ich bin und auch für mich gilt: es ist völlig Sinn frei mich an anderen zu messen.
Und es ist völlig Sinn frei mich an mir selber zu messen. Ich bin fast 54 und ich brauche weder aussehen wie damals mit 34, noch die Leistungsfähigkeit. Ich darf die sein die ich heute bin.

Um mich herum höre ich viel klagen übers älter werden. „Älter“, sie sind im Vergleichsmodus, meist negativ besetzt. „Ich kann nicht mehr…“, „Früher ging das schneller“, „Damals war ich…“ sind die Aussagen und der, der sie heute sind schneidet dabei immer schlecht ab. Der der sie heute sind, hat keine Chance. Könnten sie im Augenblick bleiben, aus diesen Vergleichen heraus, hätten sie die Gelegenheit dem interessanten, reifen Menschen zu begegnen der sie sind und ihn schätzen zu lernen.

Ich wünsche dir gleich im Bad einen wohlwollenden Blick auf dein Spiegelbild.
Deine Bisou

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