18. Türchen oder von Einzigartigkeit

Guten Abend und Willkommen hinter dem achtzehnten Türchen.

Als Jacky mir Sinatras „My way“ schenkte, war mein erster Gedanke: „Das war mal eines meiner Lieder“ und weil ich gelernt habe mir selber genau zuzuhören, entging mir die Vergangenheitsform nicht. Das ist jetzt einige Tage her und es hat sich keine spontane Antwort auf mein inneres Fragezeichen ergeben. Ich nutze also dieses Türchen drauf zu schauen.

Wer hat da immer so laut „My way“ mitgeschmettert? Es war das Opfer, die die um alles kämpfen musste, die die sich in Misshandlung und Missbrauch alleine (gelassen) fühlte. My Way, das war in der Kälte nicht erfrieren. My Way, das war überleben. My Way weil ich mich, alleine hat in Deutsch eine Steigerung, mutterseelenallein (wie passend) fühlte.

Ich habe es vorhin noch mitgesungen, mehr aus Erinnerung denn aus Überzeugung. Ich habe noch nie so alleine gelebt wie in den letzten Jahren und habe mich parallel dazu noch nie so sehr als Teil eines Ganzen erfahren. Klar ist jeder Weg irgendwie einzigartig, aber das ist nur eine Frage von Details. Das Unterwegssein, als das ich mein Leben erfahre, ist allen gleich.

Schön mit dir unterwegs zu sein,

Gute Nacht,
Bisou

11 Kommentare zu „18. Türchen oder von Einzigartigkeit

  1. Ich nehme dich jetzt virtuell und imaginär einfach so mal in den Arm. So wie du mich letztens auch.

    Würde so gern die Hintergründe erfahren…. Ich sags mal so frei raus.
    Hast du darüber mal geschrieben, sodass ich es dort nachlesen kann?
    Ich meine deine Geschichte.

    Ganz liebe Grüße!

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    1. Bin meine Blogs noch am ordnen – wenn bei den Themen „Allgemein“ und „Zitate“ verschwunden sind, dann frage noch einmal, vielleicht weiss ich dann wohin dich schicken.
      Verstanden was meine Vergangenheit gewesen ist habe ich im Februar 2013, unter „Perversion narcissique“ oder „ich bin der Pfeil“… lache, wollte gerade schreiben findest du mich, ich bin in allen, irgendwie aber vor allem, bin ich die, die ich jetzt gerade bin 😉

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  2. Erst war ich gerade eben ein bisschen erschrocken – was ich mit diesem Lied alles hervorgelockt habe, da ich ja eigentlich nur positives damit verbinde.
    Beim genauer draufsehen, hat sich der Schrecken in Freude verwandelt. Darüber, das es dir in einer schweren Zeit geholfen hat und noch mehr darüber das du es jetzt nicht mehr brauchst *lächel.

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    1. Wir sind immer nur verantwortlich für das was wir aussenden (oder auch nicht*), nicht für das was es im Gegenüber weckt, das sind seine ganz eigenen Zuständigkeiten.
      Für mich war es schön, denn nur was beRührt kann auch etwas in mir bewegen.
      *auch damit, dass du z.B. das 11. mit deinem Lied hier völlig unbeachtet lässt, sendest du ja etwas aus und kommt bei mir etwas (vermutlich völlig anderes) an

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  3. Nein, nicht unbeachtet.
    Sogar das Gegenteil ist der Fall.
    Leider ist es für mich immer noch schwierig Worte zu finden, vor allem wenn mich etwas emotional sehr berührt. Und wenn ich nicht gleich antworte, schleiche ich darum wie die Katze um den heißen Brei. Je mehr ich antworten will, umso schwieriger wird es.
    Zumindest hab ich mich diesmal dadurch nicht davon abhalten lassen, anderweitig zu kommentieren, was auch schon oft genug der Fall war.

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    1. Sich selber lesen kann helfen.
      „wenn ich nicht gleich antworte…“ und „je mehr ich antworten will…“, dies sind schonmal zwei die dir im Wege stehen. Wenn es dir bewusst wird kannst du sie auch ausräumen 🙂

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  4. Dem würde ich noch ein – kann ich damit umgehen wenn es bei meinem Gegenüber anders ankommt als von mir gemeint (weil ich immer noch nicht wieder so gut mit Worten umgehen kann wie früher) – hinzufügen. Wenn ich das in den Griff kriege, sind die anderen beiden das kleinere Problem.
    Aber wie man heute sieht, auch das ist in Arbeit *lächel.

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  5. Egal wie gut du schreiben kannst, du wirst nie in der Hand haben was der andere aus deinen Worten macht. Auch hier ist das Zauberwort Selbstliebe – nein, auch damit führst du beim anderen nicht Regie aber du bist mit dir im Reinen.

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