Vom Tun zum Sein VII

Tun steht immer in einer irgendwie gearteten Wechselwirkung mit dem Außen.

Sein, im Innern, betrifft nur mich.

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6 Kommentare zu „Vom Tun zum Sein VII

  1. An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.
    (Math 7/16)

    Im Kern stimmt das wohl, wenn man Früchte mit dem Ergebnissen des Tun`s gleichsetzt. Wenn nur das erkennen nicht so schwer wäre. Die eigenen Motive verstehen ist schon eine große Herausforderung. die der anderen erst einmal…

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    1. Bin jetzt oft hier gewesen und heute formuliert sich die Frage:

      braucht es das verstehen der Motive des anderen?

      Auch über die Frage habe ich jetzt einige Male gesehen… mein Kopf sagt „natürlich“, mein Bauch „nein“… oha!

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  2. Was ich verstanden habe:

    es gibt ein „Tun“ und ein „Sein“, anders gesagt, ein Außen und ein Innen. Jeder kann sich für Tun oder Sein entscheiden. Im Tun erbringen wir Leistungen, die mit Aufmerksamkeit und Anerkennung belohnt werden. Unsere Sozialisation konditioniert uns darauf, Belohnungen zu erwarten. Vom Tun zum Sein zu gelangen ist Dein Ziel.

    Ich erkenne (wie neulich in anderem Zusammenhang) in diesen Gedanken Elemente christlicher Lehre. Pointiert: dem irdischen Jammertal gilt es zu entrinnen, um in die trostvolle Seelenwelt zu entkommen.

    Was ich nicht verstehe:
    Wie kann es gelingen, in einer Leistungsgesellschaft, in der wir uns doch alle über Leistung definieren, dem Tun zu entkommen? Muss ich ein Hippie werden?

    Und schließlich: Warum soll ich mich denn überhaupt auf den Weg vom Tun zum Sein machen? Ich möchte doch im Rahmen meiner Möglichkeiten Leistung erbringen und ich freue mich auch , wenn diese nützlich für andere ist und Anerkennung findet.

    Dass übertriebene Leistungserwartungen uns quälen und auf Dauer krank machen, weiß ich. Deshalb betrachte ich mein Tun, meine Ansprüche und die meiner Umgebung stets kritisch und scheue mich nicht vor der Verweigerung, wenn sie mir nötig scheint.

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    1. Das sind Gedanken, die auch mich beschäftigen. Wie bekomme ich so manche Erkenntnis in meinem Alltag integriert? Auch ich bin ein so genannter „Funktionsträger“ und werde schlussendlich nach Leistung bezahlt. Schmerzhafte Erfahrungen haben mir geholfen, eine grundsätzlich andere Einstellung zum erwirtschafteten Ertrag zu bekommen, gerade unter christlichen Betrachtungen. Spiritualität schließt den (verantwortlichen) Umgang mit Materie ein, auch, wenn das viele anders sehen.

      „Nein.“ kann heute ein ganzer Satz sein, den ich noch nicht einmal immer begründen muss 😉 War ein langer Weg bis dahin.

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    2. Das Sein wird auch annerkannt und belohnt, aber im gegensatz zum Tun nicht von aussen sondern von mir selber und ja,ich möchte mehr in mir ruhen den im Tun zu verweilen.

      Es geht nicht darum dem Tun im ganzen zu entkommen, zum einen bin ich nicht auf der Flucht, zum anderen gehört das Tun (noch?) zu meinem Leben. Mir geht es darum vom Tun als Quelle von Wertschätzung, als Mittel zu Annerkennung aus dem Aussen, zum Sein als Quelle zu finden. Mich von Erwartungen an das Aussen zu lösen und zu mir selber als Liebesquel zu finden.

      Und du, du „sollst“ gar nichts 😉

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