Vom Tun zum Sein IV

„Ich liebe dich wie du bist“

Man(n) sagte es mir und meinte mit „bist“ mein „tun“, ich selber übrigens auch.

Damit war ich dann nicht im „Sein“ angekommen sondern im jeweils anderen, in „seinem“ angekommen.

14 Kommentare zu „Vom Tun zum Sein IV

    1. Ich kann nur für mich antworten: ich glaubte mich auch „glücklich“ so wie es und wie ich war und war meilenweit weg vom Sein.

      … und wenn du es als Frage formulierst, ist dann nicht schon bei dir selber ein Zweifel an der Aussage?

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  1. Über unser Tun zeigen wir, wer wir sind. Gefällt uns manchmal selber nicht, ist aber so, meiner Meinung nach.
    Mir fällt zu Deinen Gedankengängen zum Sein, ein Lied von Udo Lindenberg ein: „Eigentlich bin ich ganz anders, ich komm nur viel zu selten dazu“.
    Wir lassen zu, dass das Außen unser Handeln bestimmt, oft unbewusst, ohne überhaupt nachzufragen, ob das Tun, den eigenen Grundsätzen entspricht und manches Mal auch um dem Anspruch des Gegenübers gerecht zu werden. Dann tun oder lassen wir etwas, was unserer eigenen Überzeugung widerspricht. Aber auch das ist dann mein Sein. In dem Moment, wo ich zum Beispiel nicht ausspreche, was ich tatsächlich denke, kann ich beschützend, berechnend, gleichgültig…. sein, kommt auf die Situation an.
    Wie der andere mich mit meinem Tun wahrnimmt, ist wiederum seine Motivation zu seinem Tun und Sein.

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      1. Ja, das was der andere wahrnehmen kann weil er so ist wie er ist und wie viel von dieser Wahrnehmung läuft über das was wir (für ihn) tun?

        Es hat also weit mehr mit seinem Sein und meinem Tun denn mit meinem Sein zu tun. (was für ein Satz schmunzle)

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        1. Ich drehe den Satz mal um:
          Was kannst Du wahrnehmen, weil Du bist, wie Du bist und wieviel von dieser Wahrnehmung läuft über das, was er(für Dich) tut?

          Hat es dann mehr mit Deinem Sein und seinem Tun zu tun?

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        2. Ich trage keine sieben Meilen Stiefel!

          So lange ich mich selber nicht über mein Sein definieren kann, so lange kann ich auch meinen Menschen nicht über sein Sein definieren. Eines nach dem anderen.

          Da wo ich jetzt bin sehe ich meine Menschen schon mit anderen Augen, aber da geht noch mehr 🙂

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    1. Das Sein hat weder Wollen noch Tun – kann ihnen also nicht entsprechen.

      „dann kommt n Henkel dran“ – Redewendung gesucht und nicht gefunden. Ist das wie „mach einen Griff dran und wirf es weg“?

      Und nein, Sein kann auch nicht GedankenARBEIT sein… 😉

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  2. Mein Gedanke dazu…
    …wenn mir ein Mensch sagt, er liebe mich wie ich sei, dann kann dieser Mensch an mir nur lieben was ich ihm von mir gezeigt habe.
    Frage ich mich also nach meinem Sein, sollte ich selbiges in der Wahrnehmung meines Gegenüber nicht in Frage stellen sondern wissen, das der andere das meine von mir bekommen und angenommen hat.
    Wenn sich das, dem Gegenüber von mir gezeigte, für mich selbst zu späteren Zeiten dann, für mich selbst, als nicht stimmig erweist, verändere ich auch meine Selbstdarstellung für die Augen meines Gegenübers.
    So gesehen stellt sich die Frage nach dem eigenen Sein nicht weil das eigene Sein wird sich immer in der Wahrnehmung anderer wandeln, und so wandelt sich ein jeder auch in der Reflexion über sich selbst, in seinem eigenen Sein. Und sucht sich wieder. Und findet sich. Verliert sich im Suchen. Findet sich in anderem. Findet sich in den Worten eines Gegenübers die da lauten können, „…ich liebe dich wie du bist!“

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    1. Wenn du davon ausgehst, dass:

      – ein Mensch von dir nur sieht was du ihm zeigst,
      – das was du aussenden möchtest auch das ist was du auf die Reise schickst
      – das was du aussenden möchtest so beim anderen ankommt,
      – das Sein eines Menschen irgendwas mit der Wahrnehmung eines Gegenübers zu tun hat,

      also unter diesen vier Voraussetzungen könnte deine Theorie vermutlich stimmen.

      Danke für deine Gedanken

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