Vom Beschützen.

Kann ich dich beschützen? (Achtung, es geht hier nicht um Kinder)
Nur wenn ich permanent neben dir stehe und den Schutz übernehme.
Geht nicht. Kann/will ich nicht, du auch nicht.

Wenn du die Gefahr nicht erkennst, wirst du dich nicht schützen.

Besteht mein Schutz dann darin die Gefahren für dich sichtbar zu machen? Das ist meist nicht erwünscht.

Ich schaue dir zu, ich weiß, du wirst dir „eine blutige Nase“ holen.

Jetzt kann ich dir mit Gelassenheit (naja, schmunzle, relativer Gelassenheit, lerne noch) zusehen. Ich durfte/konnte mich aus der Verantwortung entlassen.

Ich kann dich den schmerzvollen Weg gehen lassen weil ich weiß, dass nur dieser Weg zu deinem Wachstum, zu deiner Freiheit führt.

Werbeanzeigen

19 Kommentare zu „Vom Beschützen.

  1. Ja, zu viel Schutz macht abhängig, und damit lebensunfähig.

    Ist mir bei meinem Sohn (erwachsen) auch nicht leicht gefallen, aber man kann das in der Tat lernen 🙂

    Aber dazu muss man sowohl sein Kontrollverhalten (auch dem Leben gegenüber) aufgeben, als auch seine eigene Wertigkeit und Wichtigkeit nicht über die Beschützerrolle definieren.
    Und natürlich genügend Vertrauen in die geliebte Person haben.

    Aber wie es scheint hast du das ja geschafft 😉

    Liken

      1. 🙂
        Hätte ich „begriffen“ statt „geschafft“ geschrieben, hätte das für meinen Geschmack etwas überheblich geklungen 😉
        Ich meine das in etwa so: Wenn man etwas begriffen oder erkannt hat, dann ist das sicherlich ein erster und wichtiger Schritt, aber damit hat sich in Beziehung noch nichts verändert. Diese Erkenntnis dann umzusetzen, „schafft“ dann die Veränderung, also den zweiten Schritt. 😉

        Liken

  2. Aufzeigen hier und da geht(vielleicht einfach weil man jemanden liebt), aber gehen muß ein jeder seinen Weg allein…jaha und das bedeutet auch eigene Fehler und eigene Wunden zu tragen

    Liken

      1. Wenn das für dich ok ist, dann ist es doch auch ok;)

        Für mich ist es hilfreich, wenn ich Fehler vermeiden kann, wenn andere sie schon gemacht haben.Und anders herum kann ich andere manchmal vielleicht vor Fehlern bewahren.

        Bin niemanden böse wenn er meine Erfahrung ausschlägt….bin auch niemanden böse wenn er sie hören mag:) Für mich wäre es persönlich eben eine Hilfe

        Liken

  3. Schutz und Beistand sind für mich selbstverständlich unter zwei Menschen, die sich für einander entschieden haben. Immer da, wo der andere sich nicht mehr allein zu helfen weiß.

    Was nichts mit dem Prinzip der Eigenverantwortung zu tun hat. Das bleibt jedem erhalten. Oft ist es ein schmaler Grat. Zu sehen, was sich anbahnt. Vorsichtig anzumerken, wohin das eventuell führen kann. Den rechten Ton zu treffen (Ganz schwer!) In`s Gespräch kommen, in einem gesunden Austausch, in dem jeder das Gefühl der Ebenbürtigkeit behält.

    Oder auch nicht. Dann bleibt nur, dem Gegenüber Gottes Schutz zu wünschen. Mach`doch und schaue selbst. Umherzetern bringt dann gar nichts mehr 😉 Ich bin da, so oder so. wie versprochen.

    Grüße!

    Liken

    1. Du bist bei „zwei Menschen, die sich für einander entschieden haben“, „ich bin da, so oder so wie versprochen“ – klingt sehr nach Paar Beziehung. Deine Gedanken umsetzbar auf andere Arten der Beziehung? Freundschaft, zu erwachsenen Kindern, Geschwister, usw.? Vermutlich.

      „Wo der andere sich nicht mehr alleine zu helfen weiss“ – wer entscheidet wann das so ist? (hier bin ich gedanklich beim sichtbar machen)

      „vorsichtig anmerken“, „den rechten Ton treffen“, „schmaler Grat“ – ein trotz nicht erwünscht damit es kein „warum hast du nichts gesagt?“ gibt?

      „in einem gesunden Austausch“ – Bedingt „Austausch“ nicht, dass der andere auch erkannt hat?

      „ich bin da, so oder so“ Ja, ich auch.

      Liken

      1. Das Prinzip kann sicherlich auf viele Beziehungen übertragen werden. Du hast nicht so klar geschrieben, worum es genau geht, sondern lediglich Eltern-Kinder ausgeschlossen. Ich glaube, das man so durchaus familiäre oder freundschaftliche Beziehungen leben kann, in gewissen Rahmen sogar berufliche B.. Ein Mindestmaß an Offenheit, Nähe und Vertrauen immer vorausgesetzt.

        Mit zunehmender Distanz bin ich um so eher bereit, den anderen „laufen“ zu lassen. Wenn ich bei mir weniger nahe stehenden Menschen ein stures Festhalten an alten Denken, alten Mustern bemerke, dann bestätige ich sie irgendwann nur noch mit einem Grinsen im Gesicht.

        Du bist der Tollste, dann hau rein, mach doch!

        In der Nähe ist das völlig anders. Wie bekomme ich heraus, wo genau der andere steht? Das kann ich nur ahnen, wittern, fühlen eben. „Warum hast du nichts gesagt?“ ist ein Fallstrick, eine selbst erteilte Absolution. Habe alles getan, was mir möglich war, fertig. Wie gesagt, die Grenzen sind verschieden, nach Art und Intensität von Nähe und Vertrautheit. Für meine direkt Nächsten, sprich die Liebste, Kind(er) Eltern bin ich immer da, auch, wenn ich mitunter gut zurücktreten kann, so behalte ich diese zumindest (so liebevoll wie möglich) im Auge. Erfahrung MUSS jeder selbst sammeln, das DARF nie übernommen werden. Hier fängt für mich Unfreiheit, erlernte Hilflosigkeit und schleichende Entmündigung an.

        „Erkennen“ geschieht, so glaube ich, oft erst im Austausch.
        Gleich berechtigt, ebenbürtig und würdevoll. Ein hoher Anspruch, aber wir streben ja nach Fortschritt, nicht nach Perfektion 😉

        Liken

        1. (du schenkst mir viel zum draufschauen – danke. Nehme jetzt, das was mir am akutesten ist)

          „“Erkennen“ geschieht, so glaube ich, oft erst im Austausch.
          Gleich berechtigt, ebenbürtig und würdevoll.“

          Ein Sichtbar machen ohne Belehrung, ohne Offenlegung der eigenen Sichtweise sondern über liebevolles Hinterfragen.

          Sind wir hier im Einklang mit unterschiedlichen Worten?

          Liken

        2. „Gleich berechtigt, ebenbürtig und würdevoll.“

          Grrr hatte wieder nur mich in der Pflicht gesehen… da spielt das Gegenüber auch seine Rolle.

          Auch hier darf ich Verantwortung ablegen.

          Wenn es beim anderen so langsam dämmert, bittet er doch selber um unsere Sicht.

          Danke fürs Begleiten 🙂

          Liken

  4. Hilfe, Unterstützen
    den Weg gehen lassen
    sich zurücknehmen

    das richtige Mittelmaß
    eine Gratwanderung
    oder ein Spitzentanz

    Mein Kinderarzt warnte mich mal „wir spielen nicht Hänschen klein…

    …. ging allein in die wwite Welt hinein…doch die Mutter weinet sehr .. da besinnt sich das Kind kehrt zurück geschwind…“
    Immer und immer wieder geht mir das durch den Kopf!

    Liken

        1. Gestern noch oft dran gedacht: habe wohl schon sehr klein wie manipulative Mutter, vor der es kein Entkommen gibt darin erfühlt ohne noch um die Bedeutung der Worte zu wissen.

          … und dann die Frage wozu ein solches Kinderlied? Es ist vermutlich aus einer Zeit in der Kinder die Altersversorgung der Eltern waren.

          … und dann war ich ausgesöhnt.

          Liken

  5. Die Intuition der Kinder ist wohl oft sehr hoch… schade wenn sie dann ausgebremst werden!

    das…
    ist eine sehr wohlmeinende Deutung…….
    aber wenn in die Welt hieein wirklich als räumlich weites Entfernen gemeint ist… dann passt das natürlich

    Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s