Vor sieben Jahren – November 2007

Ich schrieb damals einen MythBuster den ich noch immer sehr mag und deshalb einfach nochmals einstelle.

Es ist wieder mal an der Zeit einem Mythos auf den Grund zu gehen:

Das Liebekörbchen

Vor einiger Zeit stellte eine werdende Mama sich die Frage ob es denn sein könne dass sie ihr noch ungeborenes irgendwann so lieb haben würde wie ihren Hund. In Gedanken sah ich mich, wie ich damals auf meinen zur Kugel werdenden Bauch schaute und fürchterlich weinen musste, meine ganze Liebe galt doch meinem Mann, was sollte ich dem Wurm schenken?

„Habe ich genug Liebe in mir um dieses neue Wesen auch zu lieben?“, „Hat er genug Liebe um mich auch noch zu lieben wenn das Baby da ist?“, „Werden Papa und Mama mich noch lieb haben wenn der kleine Bruder da ist?“

Wir sind alle aufgeklärt was biologische Vorgänge betrifft, da ist die Rede von Spermien und Eizellen und jeder kann den Bauch wachsen sehen aber vom Liebekörbchen spricht kaum mal jemand.

Wenn das Baby beginnt im Bauch der Mama zu wachsen, wächst zeitgleich ein Liebekörbchen an ihrem Herzen, ein Liebekörbchen randvoll mit Liebe, dass nur für dieses Baby gedacht ist. Es muss niemandem Liebe entzogen werden um dem neuen Kind Liebe zu schenken. Das schöne ist, wie das Menschenkind im Bauch heran wächst, so wachsen nicht nur bei der Mama, sondern bei allen die mit ihm zu tun haben, seine ihm eigene Liebekörbchen, bei Papas, Omas, Tanten, Freunde, usw.

Warum ich euch heute davon erzähle? Als ich letzte Nacht von der Geburt von Paul erfahren habe spürte ich wie es kurz warm in mir drin wurde, ein untrügliches Zeichen dafür, dass ein Liebekörbchen auf gegangen ist. Klammheimlich muss es gewachsen sein, immer wieder dann wenn ich von ihm hörte, von ihm gelesen habe oder bei seiner lieben Familie zu Besuch war.

Ich wünsche dir, Paul, ganz viele, bis an den Rand gefüllte Liebekörbchen auf deinem Weg ins Leben.

P.S.: Bei Erwachsenen die in unser Leben treten ist es übrigens so ähnlich, nur da wächst es nicht von selber, da muss der andere mit uns am Liebekörbchen flechten.

11 Kommentare zu „Vor sieben Jahren – November 2007

      1. Na ja.
        Mir war zwar der Begriff Liebeskörbchen neu, und auch die Idee dahinter, aber es ist ein wirklich schöner Gedanke.
        Und als ich dann in mich hineingefühlt habe, dachte ich mir so, dass das bei Erwachsenen durchaus auch so sein kann, dass diese Körbchen ganz von alleine wachsen, warum auch immer, ohne dass er daran mitflechten muss 🙂

        Aber vielleicht bin ich auch immer noch nicht erwachsen genug :))

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