Was zu mir gehört… II

„Alles was wir verinnerlichen gehört uns, oder?“

Ich war an den Worten hängengeblieben, habe sie mir notiert und heute beim drüber schauen weiss ich warum.

Jetzt ist die Antwort ein ganz klarer „Nein“

Ich erkläre mich: ich hatte meine Wertlosigkeit und all die anderen negativen Dinge die mir „auf der Scheibe“ beigebracht worden waren. Und ich weiß sicher: nein, all diese Dinge gehören nicht zu mir.

Gehört zu mir was ich mir erarbeitet habe?

Auch nicht, denn alles was ich mir auf der Scheibe erarbeitet habe fußte in falschen Voraussetzungen, gehörte also auch nicht zu mir.

Ja was gehört denn zu mir?

Es brauchte eine Weile und wie fast alle Antworten war sie nicht nach langem grübeln da sondern vorhin beim erneuten lesen der Frage.

Was zu mir gehört sind die Fähigkeiten, Talente, Möglichkeiten mir etwas zu erarbeiten, es zu verinnerlichen.

… das Thema fühlt sich noch nicht abgeschlossen an, freue mich auf eure Blickwinkel.

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5 Kommentare zu „Was zu mir gehört… II

  1. Muss etwas dauerhaft zu mir gehören, nur weil ich es JETZT für richtig und schlüssig erachte?

    Ich glaube, vieles von dem, was ich noch vor einigen Jahren als zu mir gehörend und für mich richtig und wichtig angesehen habe, würde einer aktuellen Überprüfung nicht mehr standhalten können. Ich nehme still lächelnd zur Kenntnis, dass sich Zeiten und Ansichten ändern können und wundere mich, das nicht früher schon „entspannter“ gesehen zu haben.

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  2. Für mich gehört all das zusammen. Meine Irrwege, Fehler der Vergangenheit, meine erlernten, kranken Beziehungsmuster. Diese schmerzvollen Erfahrungen gehören zu mir, ganz klar. Ebenso wie die Dankbarkeit, heute nicht mehr so leben zu müssen wie vor 10, 20, oder 30 Jahren. Die Tatsache, das es vorbei ist, ändert da nichts dran. Wäre es nicht so gewesen, wie hätte ich die Richtung finden sollen, in die ich nun gehen darf?

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  3. Verinnerlicht haben wir Normen, Regeln, Verhaltensweisen, Vorstellungen, Ansichten, Haltungen u.a.m. Gutes und Schlechtes.

    Unser Urteil, ob Verinnerlichtes Bestand haben sollte, also gut und nützlich für uns ist, verändert sich.

    Ob wir negativ beurteilte Vorstellungen und Verhaltensweisen aus unserem Repertoire dauerhaft verbannen können, ist eine schwere Frage. Disziplin und Energie sind dazu erforderlich, der ist Erfolg ist ungewiss.

    Auch unsere Fähigkeiten und Talente sind im Verlauf unseres Lebens einem Wandel unterworfen, einem behutsamen, langsamen.

    Gehören – besitzen… Was gehört uns wirklich? Auf Dauer? Ist nicht vielmehr immer alles im Fluss? Auch das Verinnerlichte, auch das, was zu mir gehört?

    Unsere Persönlichkeit besteht aus unzähligen Facetten, die sich permanent verändern.

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  4. Wieder mal ein ganz wunderbares Thema :))

    Einerseits möchte ich mich all meinen Vorrednern anschließen, aber es gibt dennoch etwas, was ich für wenig wandelbar ansehe, was die einen Seele nennen, und ich lange Zeit Inneren Wesenskern genannt habe.
    Äußerlich können wir vieles lernen, und manches davon müssen wir auch wieder verlernen, weil es nicht mehr brauchbar ist.
    Aber innerlich denke ich, von Wünschen und Hoffnungen oder Träumen mal abgesehen, ändern wir uns nur sehr wenig, wenn überhaupt.
    Das macht uns aus, und das wird auch immer wieder in neuen Situationen durchblinzeln, und das finde ich nicht nur sehr beruhigend, sondern auch schön so, denn es macht einen Großteil unserer Einzigartigkeit aus 😉

    Eine Sache möchte ich aber noch zu den vorherigen Kommentaren anmerken.
    Wenn wir etwas verinnerlicht haben, und es blitzschnell wieder parat ist, wenn ähnlich Situationen auftauchen, mag das oft nützlich sein, aber wahrscheinlich noch viel öfter einengend.
    Aber so funktioniert unser Hirn anscheinend.
    Ich glaube nicht, dass man es hausputzartig entrümpeln oder ausmisten muss, sondern dass es schon ausreicht, einfach etwas offener für neues zu sein 😉

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