Flugstunden

„Mir ist gerade als müsse sie ohne Federn das Fliegen erlernen.
Es gab andere Menschen in ihrem Leben und sie hat sich selber und überhaupt: Fledermäuse haben auch keine Federn.“

Du hast neue Grenzen gezogen, brauchst Abstand. Gerne hätte ich dich auf dem Wegabschnitt begleitet, aber ich kann deinen Wunsch verstehen und annehmen.

Bei allem Verständnis, bei aller Annahme, es gibt die Momente in denen ich dich vermisse, in denen ich Angst habe dich ganz verloren zu haben.

In diesen Momenten meldet sich der Verstand ganz laut, so dass die Augen draußen es auch hören können. Er spricht von „wichtig für dich, gut für dich, deinem Weg, deiner Heilung, deinem Wohlbefinden“, sagt dass „alles gut wird“

Und wenn das für dich „gut werden“ darin liegt mich ganz aus deinem Leben aus zu schließen? Wenn ich mich dahin verlaufe, dann ruft es in mir: „im hier und jetzt bleiben“ und dann weiß ich wieder: „Heute schaffe ich es deinen Weg an zu nehmen“ und dann bin ich wieder bei mir und mir wird klar: „Ich bin mit dir unterwegs auch wenn wir einander nicht sehen“

Werbeanzeigen

14 Kommentare zu „Flugstunden

  1. Ab und zu lese ich hier mal was. Doch vom Kommentieren hält mich ab, nicht zu wissen, wen Du mit dem „du“ meinst … Wen sprichst Du an, mit wem kommunizierst Du eigentlich?

    Hier hast Du sogar das du zitiert, es spricht noch über jemand drittes, eine „sie“ – wer soll das denn sein?

    Schade. Gerne würde ich auch mal was zu Deinen Beiträgen schreiben, aber ich stehe im Nebel. 🙄

    Liken

    1. Tja, oft baut bei mir ein Blog auf den anderen auf und dann wird es effektiv Abundzulesern schwer zu folgen.

      Das erste zitierte schrieb ich zu dem Thema in einem anderen Blog. Das „du“ ist meine Tochter.

      Der Weg aus dem Nebel heraus führt durch Wissen, dazu würde regelmässiges Lesen führen.

      Und auch ohne Wissen hast du mir heute einen Kommentar geschrieben. Eigentlich geht das immer weil auch ohne jede Kenntnis meiner Lage meine Worte im anderen etwas ganz eigenes wecken können.

      Wenn du also nicht öfter lesen magst und doch kommentieren, dann schreibe frei nach deinem Empfinden. Dabei kommen dann oft erstaunlich hilfreiche Gedankengänge zu Tage.

      Liken

      1. Vielen lieben Dank für Deine Erläuterung.
        Man hat doch … nein ich will es anders formulieren: Ich habe eine rationale Seite und eine emotionale. Mit der rationalen orientiere ich mich in der Welt, nur so bin ich bis hier hin gekommen.
        Die emotionale Seite tritt deutlich im Zusammenspiel mit anderen Menschen hervor, ja sogar, wenn ein Gegenüber fehlt (vermisst wird). Meine Emotionen haben ein „Eigenleben“, sie entziehen sich einer rationalen Kontrolle – das ist meist auch gut so, denn ohne die Freiheit der Gefühle, sprich, würde man sie unterdrücken müssen, entsteht beispielsweise nichts kreatives.
        Andererseits, wenn Gefühle enttäuscht werden, weil der Verstand ihnen „beweist“, dass sie z. B. „umsonst“ waren, entsteht Trauer, Wut oder Scham.
        Mit Deinen Informationen lese ich nun Deinen Beitrag noch mal – und jetzt kann ich ihn sowohl rational als auch emotional nachvollziehen! Und ich sehe da etwas, ein Bild, gemalt aus Liebe, mit sowohl bedrohlichen als auch beruhigenden Farben und Kontrasten. Und die Frage, wie weit können wir die los lassen, die wir lieben, darauf vertrauen, dass „alles gut wird“, Freiheit gewähren ohne den „Anspruch“ lieben zu dürfen zu verlieren.

        Liken

        1. Danke für deine Worte und vor allem…

          „…ich sehe da etwas, ein Bild, gemalt aus Liebe, mit sowohl bedrohlichen als auch beruhigenden Farben und Kontrasten.“

          …danke dir für dieses Bild.

          „ohne den „Anspruch“ lieben zu dürfen zu verlieren“

          Das Lieben dürfen kann ich nicht verlieren. Zum streiten braucht es zwei, zum lieben aber braucht es nur einen einzigen Menschen.
          Es ist auch kein „dürfen“, es entzieht sich jeder Genehmigung, es fragt nicht danach.
          Meine Liebe für sie ist in mir, egal wo sie ist, gleich wie sie dazu steht, egal ob sie sie erwidert… es ist MEINE Liebe.

          Danke fürs Gedanken anschubsen.

          Liken

  2. nennt man das abnabeln?
    ich weiss es nicht.
    weiss aber,wie schwer es ist.
    es kommt ja auch immer auf das „wie“ an.
    und das ist leider nicht immer so,wie man sich das wünscht.
    ich drück euch die daumen…

    Liken

    1. Die ersten Monate waren sehr schwierig weil sie mir nicht von ihren neuen Grenzen erzählen konnte, Unwissenheit ist grausam. Jetzt weiss ich wenigstens wo sie steht.

      Danke fürs drücken und ich gebe dir deine Daumen für die Schwarz/Gelben wieder frei 🙂

      Liken

  3. Eure Beziehung ändert sich, aber das bedeutet nicht ihr Ende … und wie ich deine Gedanken lese, hast du diesen Prozess erkannt und versuchst, auch ihn zu überstehen 😉
    Mehr als da zu sein wenn sie dich (wieder) braucht, kannst du im Moment nicht tun. Loslassen bedeutet auch, selbst losgelassen zu werden …. Es tut weh, ich weiß 😔

    Liken

    1. Diese Überzeugung kann ich nicht teilen…

      Keine Ahnung ob ihr Weg zu mir zurück führt, es war eine so sehr kurze Zeit in der ich Verbundenheit gespürt habe…

      Wo Liebe lebt geht Loslassen auch ohne die Hoffnung auf wiederfinden …

      Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s