Von Angriffen die keine sind und Geduld die noch wachsen wird

Ich nenne etwas beim Namen, ohne jede Wertung. Daraufhin greifst du an, wehrst dich, empörst dich, verstummst, bockst…

Im Gegensatz zu früher lasse ich mich auf keine „Angriff oder Macht Spielchen“ mehr ein. Ich erinnere daran, dass wenn du einen Angriff gehört hast wo keiner war, du an diesem Punkt nicht mit dir in Frieden bist, dass es ausschließlich mit dir selber zu tun hat und nicht mit mir.

Ich kann sachlich, Themen bezogen bleiben. Wenn es lange dauert, wenn meine Geduld gen Ende neigt, dann spüre ich wie meine Stimme im Ton ändert- daran muss ich noch arbeiten, es ist ja völlig kontraproduktiv.

Es fällt mir oft noch schwer bis zum Ende mit Geduld zu reagieren wenn meine Menschen dem anderen ankreiden was in ihnen selber liegt.

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7 Kommentare zu „Von Angriffen die keine sind und Geduld die noch wachsen wird

  1. da ich auch sehr ungeduldig bin, ist das meine wichtigste Baustelle, an der ich ständig prüfen kann, wie weit ich gekommen bin….mit mir. Und manchmal gestatte ich mir auszurasten…..und schaue ziemlich entsetzt, aber nicht wirklich überrascht, wohin mich das denn führt…..an dieser Stelle wurde schon früher neben dem Ärger, dem Groll, der Frustexplosion, der Verletzung, die Neugier in mir wach, das doch anders hin zu kriegen….was dann bedeutet, nicht nur mich einzufangen, sondern auch den anderen …irgendwie….bei sich selber abzuholen versuchen. Das ist so lange eine frustrierende Angelegenheit, so lange immer wieder der Gedanke dabei hoch kommt: wieso denn immer ich? und: ich war doch gar nicht schuld.
    Dann wird es noch schwerer als es sowieso schon ist.
    Ich glaube, es ist nicht nur eine Frage der Geduld mit Anderen, sondern vor allem eine Frage der Geduld mit sich selbst, hilfreiches Wissen in eine Beziehung einzubringen. Es wissen nur Wenige, wie man sich selber einfangen kann…sag ich mal so….wer, wenn nicht die, die es gelernt und den Nutzen dieses Wissens (er)leben, könnten es auch andere erfahren lassen?
    Geduld war nie meine Stärke, aber mein Wissen auch anwenden schon….grins….und so holt das Eine das Andere ein, verlangen mein Wissen, meine Erfahrung von mir die Geduld, die ich brauche

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    1. Die „wieso denn immer ich? und: ich war doch gar nicht schuld“ sind nicht mehr da.

      In mir klingt dann eher „bearbeite deine Baustellen selber“, „wie oft denn noch“ oder „ich bin nicht deine Therapeutin“

      Wenn ich jetzt drauf schaue werde ich offensichtlich dort ungeduldig wo ich das Gefühl habe in eine Ecke zu geraten in der ich mich selber schützen muss.

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      1. „Wenn ich jetzt drauf schaue werde ich offensichtlich dort ungeduldig wo ich das Gefühl habe in eine Ecke zu geraten in der ich mich selber schützen muss.“

        Ja, wenn ich genau hin schaue, beruhen:“wieso denn immer ich? und: ich war doch gar nicht schuld“ auch auf dem Versuch mich zu schützen…. vor Ungerechtigkeit, davor, dass sich ein Anderer vor seiner Verantwortung drückt…..hm mmmmhhhhh…..kommen wir auf das Thema zurück, dass jeder wahrscheinlich immer sein Bestes gibt….selbst dann, wenn ich das grad gar nicht erkennen kann und einsehen will….ich aber bilde mir ein, ich wüsste, wie man sich verhalten müsste, damit es nicht eskaliert…..dann könnte ich doch wenigstens versuchen, das Dynamit, das ich rieche….vorsichtig zu behandeln….vielleicht auch den anderen aus der Schusslinie bugsieren….ja, ja, lächle, das klingt schon wieder schwer therapeutisch. Eins ist sicher, man sollte sich dabei nicht überschätzen. Denn wenn man das nicht hinbekommt, dann verschlimmert man eine sowieso schon komplizierte Situation und kann sie völlig vermasseln. Die Seele eines anderen Menschen erreichen, erfordert meist das Wagnis der eigenen. Man sollte also sehr genau wissen, für wen man das tun will.

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        1. Das „jeder tut immer sein Bestes“ ist dann gegenwärtig.

          „man sollte sich dabei nicht überschätzen“, hier bleibe ich hängen. Nicht so wie es da steht. Sondern als „man sollte mich dabei nicht überschätzen“… sind es Erwartungen an mich die mich überfordern? Sind es wirklich Erwartungen des anderen?

          Ich komme mir gerade sehr nah 🙂

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        2. „Sondern als „man sollte mich dabei nicht überschätzen“… sind es Erwartungen an mich die mich überfordern? Sind es wirklich Erwartungen des anderen?“

          uiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii……..das kommt mir jetzt so was von bekannt vor.
          ha…ha….in die Ecke gedrängt fühlen…durchaus knall ich, inzwischen, auch dem anderen dann an den Kopf wofür er mich eigentlich hält…für welche Übernatur… und sage an dieser Stelle, dass ich mich damit überfordert sehe….und mahne mir mein Recht auf Fehler ein. Ich wehre mich. Massiv fiel mir diese Notwendigkeit in der Kindererziehung ein,- die Notwendigkeit der Grenzziehung, um mich, als Mensch.

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