Ein "Warum" war da noch.

„Die letzten „Warum-Fragen“ meine Vergangenheit betreffend lösen sich gerade in Luft auf.“ schrieb ich gestern. Ich fühlte Erleichterung und Befreiung, genoss den Zustand.

Ein Zustand der nicht sehr lange dauerte. Da war noch eines dieser „Warum“, erst undeutlich und diffus in meinem Bauch bahnte es sich seinen Weg in meine Gedanken.

„Warum ich?“

An wen geht eine solche Frage? Die kranke Mutter könnte sie nicht beantworten. An das Leben? Die Antworten an das Leben gibt es in mir selber, dort ist also der Ort wo ich suchen kann.

Ein „Warum ich?“ hat immer einen Anschein von Exklusivität. Ich war aber nicht alleine gewesen. Die Seele, der Geist des anderen betroffenen Kindes ist daran zerbrochen und genau so krank wie sie geworden.

„Warum ich?“ und die Gegenfrage „Wer denn wenn nicht ich?“, welcher meiner Schwestern hätte ich es aufbürden wollen? Wenn es sein musste, war es dann nicht besser ich?

„Warum ich?“ und ich bin wieder beim „weil ich es kann“. Ich habe es ohne irreversible Schäden überlebt und habe, wenn auch spät, heraus gefunden.

Es ist vorbei.

Bald.

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13 Kommentare zu „Ein "Warum" war da noch.

  1. Auf anderem Wege erhalten:

    „weil du die dritte warst, nicht weil DU es warst, denn es hatte ja schon angefangen bevor du Du warst. Es hat mit dir selbst sehr wenig zu tun, es ist ja ihre Krankheit, nicht deine.
    Eine Masche links, eine Masche rechts, eine Masche links, eine Masche rechts, wie ein strickmuster, logisch…

    bussi“

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    1. Ich müsste meine ganze „Zuckerwatten Theorie“ über den Haufen werfen um die in deiner Logik zu folgen.

      Kommen wir aus dem Nichts und werden zu etwas durch Geburt und Leben, dann ist deine Logik klar.

      Hiermit erinnerst du mich aber meine Theorie, es gab die Liste der zu durchlebenden Erfahrungen und die „Seelenteilchen“ die das eine oder andere zu verfolkomnen hatten haben sich zusammengefügt dieses Leben zu durchlaufen.

      Da machen gerade einige einen verdammt guten Job und werden um dieser Erfahrungen willen nicht wieder zurück kommen 😉

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  2. …erinnerst Du Dich, dass wir darauf geschaut hatten warum DU?
    Es hat also durchaus etwas mit Dir zu tun. Nur NICHT mit einer Schuld von Dir, wie sie Dir wahrscheinlich, zwischen den Zeilen oder direkt, hat rüber bringen wollen.
    …ich frage mich gerade, ob ihr einst ähnliches geschah wie Dir und sie dem nicht gewachsen war…setzt es sich fort und fort…bis jemand kommt, der Einhalt gebieten kann?

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    1. Weist du noch, der Opa? Das war ihr Vater und ich denke er hatte es auch.

      Hätten sie alle nur ein einziges Kind könnte es vermutlich aufhören, es gäbe dann ja nur Goldkinder. Sobald es mehr sind wird immer eines in Gefahr sein sich nicht retten zu können.

      Ich sehe das nicht nur in meiner Familie von Generation zu Generation weiter gereicht werden, sondern auch in anderen.

      Und dann sehe ich die wo es nur das Goldkind gibt und der Kreis durchbrochen wird.

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      1. Glaubst Du wirklich, dass der Kreis durchbrochen wird, indem es nur das Goldkind gibt???????? Ich glaube, dass es das Goldkind nur dann gibt, wenn es auch das schwarze Schaf gibt…und: dass nur ein schwarzes Schaf, den Kreis durchbrechen kann…oder ein Goldkind…indem es sich dem Goldkind-sein verweigert und damit zum schwarzen Schaf wird. Nein, kein Wissen, nur so eine Ahnung.

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        1. Das Goldkind gibt es nicht als Gegenpol zu irgendwas (es sei in der Bezeichnung wenn es das andere gibt) Das Gold ist jenes in das alles eigene (oder eigen gewünschte) positive hinein gelebt wird. Wo nur eines ist wird viel eher das Positive als „eigen Leistung“ (das sind deren Kinder) gelegt.

          Dieses Kind druchbricht den Kreis weil, so wie es gesehen wird, es nie von der Krankheit befallen werden kann. (Es durchbricht ihn vermutlich nicht bewusst weil es mit der Krankheit an sich selber, also solche nichts zu tun hat)

          Wenn ich als schwarzes Schaf nicht erkranke sondern den Kreis druchbreche, dann kann ich das nur für mich selber, es geht aber über das erkrankte Geschwisterkind weiter.

          Wenn ein Goldkind seinen Status ablegt, herunter vom Podest möchte und kann, dann hat es etwas für sich selber getan. In der Linie wird die Krankheit aber nicht weiter gegeben. Sicherlich andere Probleme, aber die Krankheit nicht.

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          1. mein Gefühl sagte mir, dass es voraussichtlich das Goldkind ist….dass die Störung fortsetzen wird. Es kann dem Tron nicht gerecht werden, auf den es gehoben wurde, ohne ihm je gewachsen gewesen zu sein, ohne überhaupt etwas dafür getan zu haben.
            Wie sind Deine Erfahrungen mit Menschen, denen man einredete, dass sie besser wären als sie sind……? sind das nicht genau die, die andere klein machen, damit sie sich selber größer fühlen können???? Auch sie haben ein völlig verrücktes Wertebild. Allerdings sind sie auf Grund ihrer Förderung und Bestätigung und der Entwicklung einer, auf sich selbst eingebildeten Persönlichkeit, fähig und bereit Macht auszuüben….und zwar in ihrer zerstörerischten Form.

            Ich betrachte Musiklehrer, Sportlehrer, Kunsterzieher…..immer ein bisschen genauer und atme auf, wenn sie sich als „harmlos“ erweisen.
            Ich bin ziemlich überzeugt davon, dass der Anteil an Goldkindern in diesem Bereich überdurchschnittlich hoch ist…und dass nicht nur ihre eigenen Kinder darunter zu leiden haben.

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            1. Ich bezweifle in keiner Weise, dass die Goldkinder auch einen Schaden davon tragen, wie jedes andere auch. Sie sind für ihr Umfeld keine einfachen Menschen und für die eigene Kinder vermutlich erst recht nicht. Sie geben ihren Kleinen sicherlich so einige Baustellen mit auf den Weg, DIE Krankheit denke ich aber nicht (noch kein betroffenes Goldkind kennen gelernt)

              Schaue auf ein bestimmtes Goldkind, hat auf Lehramt studiert und ein halbes Leben mit geistig Behinderten verbracht… keine eigenen Kinder…

              Lange hier gesessen…

              … und wenn doch, dann sind sie eine weitaus „gefährlichere Variante“ als die die daran zugrunde gehen…

              … wie auch immer, mein Abstand zum Goldkind ist die gute Entscheidung gewesen

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            2. Es hat gedauert… Jetzt sehe ich es.

              Was für eine Familie…

              Vier Kinder. Zwei unheilbare. Zwei die an sich arbeiten.

              Acht Enkel, sechs davon selber auch Kinder von Eltern mit der Krankheit.
              Drei Enkel erhalten jetzt schon Hilfe – möge der „Fluch“ an ihnen durchbrochen werden.

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  3. Warum ich

    Da schimmerte bei mir immer auch Selbstmitleid und Empörung über manche scheinbare Ungerechtigkeit mit durch. Es IST so, ich BIN es. Eine logische Folge meines Weges, meiner Geschichte. Hat eine Weile gebraucht, das anzunehmen.

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    1. Wo beginnt diese logische Folge meines Weges?
      Ist mein Leben niht erst mal die logische Folge des Weges der Eltern?
      und wenn ja, und es Unterschiede gibt ist es dann nur die folge eines logischen Strickmusters?

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