Meine Antwort 2013

Vor fast sechs Jahren schenkte mir mein Coach eine kleine Karte mit der Aufschrift:

„Ich kann weil ich will was ich tue“

Erst kam Ablehnung „Gilt doch nicht für mich“, es folgte Neugierde „und wenn es doch stimmt?“ und Schlussendlich wurde es mir zum Mantra.

Warum ich heute daran denke?

Mir wurde vorhin bewusst, dass die häufigste Antwort die ich 2013 gegeben habe wenn ich nach einem warum, weshalb, wieso gefragt wurde war:

„Weil ich es kann“

Ja, ich habe Aufgaben auf mich genommen weil mir die Menschen wichtig waren, aus Liebe oder Pflichtbewusstsein aber darüber hinaus brauchte es immer mein Vermögen dazu.

Hinter dem 22. Türchen ging es auch um die Frage warum ich mir etwas antue an dem ich vorbei gehen könnte. Auch darauf wäre die einfachste Antwort gewesen: „Weil ich es kann“.

Hatte das „Ich kann weil ich will was ich tue“ für mich eine kämpferische Note, etwas trotziges, herausforderndes, so hat das „Weil ich es kann“ etwas weiches, bejahendes.

Das Leben ist schön.

17 Kommentare zu „Meine Antwort 2013

  1. Ein sehr schönes Mantra.
    Ich tue was ich will, weil ich will was ich tue.

    Auf dem Weg zu dieser Erkenntnis halfen mir folgende Schritte:

    Ich habe mich angenommen, wie ich bin – mit allen Schwächen und Stärken.
    Ich habe aufgehört irgendjemand überzeugen zu wollen.
    Ich erfülle keine Erwartungen mehr.
    Meine beantwortete Frage: Bin ich das, oder identifiziere ich mich mit irgendetwas?
    Ich stehe zur Verfügung (oder nicht) wann ich will. LG

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    1. Eine sehr persönliche Auslegung sowohl des Mantras wie auch der Erkenntnisse.

      Das schöne an einem Mantra ist, dass es all der Erkenntnisse nicht bedarf, es kann auch vorher da sein und hin führen 🙂

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    1. So hatte ich es noch gar nicht gesehen.

      Rechtfertigung gehörte zu meiner Co-Krankheit… *nachdenk

      Es war nie ein trotziges „weil ich es kann“, es war immer nur die schlichte Feststellung.

      *denk, denk, denk…

      Nimmt ich mein „weil ich es kann“ in die Pflicht?

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        1. So oft habe ich schon lange keinen Satz mehr gelesen um ihn zu verstehen… lächle

          aber ich denke, gerade dann nimmt es mich in die Pflicht, dann wenn ich es „einfach kann“

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  2. ….auf die frusterierte Frage an mich: wieso denn (immer) ich? Kam ich auch zu der Antwort: „Weil ich es kann.“

    lächle…dazu muss ich sagen, dabei geht es meist um die Beendigung/Schlichtung eines Streites, eines Zerwürfnisses, Aufklärung eines Missverständnisses, Rückverwandlung eines Elefanten in die Mücke,- eben um etwas, das ich kann 🙂

    „Weil ich es kann“ etwas weiches, bejahendes.

    und ja, dann verschwindet der Frust, da er einer Annahme weicht….und so in gewissem Grade auch einer Einsicht in meine Pflicht

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      1. lächle : soweit ich es mitbekomme, bist Du dabei, das, was Dir von Anderen an Pflicht auferlegt wurde, mit dem zu vergleichen, was Du selbst Dir als Pflicht auferlegst. Das fällt uns allen nicht leicht und manchen Menschen wurde diese Bürde in der Kindheit ziemlich unerträglich gemacht……
        Kann mir also gut vorstellen, dass das Wort Pflicht, samst überkommenen Inhalt, Dich in Hab -Acht- Stellung gehen lässt….und das ist auch gut so! Damit Du es überprüfst.

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        1. Sitze hier mit dem Begriff „Sinn Erfüllung“

          Welchen Sinn haben unsere Talente unsere Fähigkeiten, hat unser Wissen, wenn wir es nicht leben?

          Es ist also keine Pflicht nach aussen sondern eine Pflicht mir selber gegenüber?

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        2. „Es ist also keine Pflicht nach aussen sondern eine Pflicht mir selber gegenüber?“

          Nicke: Ja, das denke ich auch. Und falls wir ein sicheres Gespür für unsere seelische Balance entwickeln können, werden wir diese Pflicht zwar in angemessenem Maße erfüllen, uns aber nicht zu unserem eigenen Sklaven machen,- und zu dem anderer schon gleich gar nicht.

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