Adventskalender 23. – Willkommen auf meiner Baustelle

Liebes du,

wenn du mich gestern gelesen hast, dann denkst du, heute sitzen wir an Angies großem, runden Tisch um hinter das 23. Türchen zu schauen. Aber manchmal kommen Dinge anders als geplant. Statt des Sessels im Arbeitszimmer biete ich dir einen Stuhl an meinem Tisch an. Wenn schon nicht an der Ostsee, dann doch in einem Stuhl der von dort kommt.

„Gaaaaanz viele, aber auf meiner noch nicht!
Sie hinter einem deiner Türchen zu finden, könnte mich allerdings dafür entschädigen.“

Ich hatte von den vielen Baustellen geschrieben auf denen ich das vorbeigehende Jahr verbracht hatte und mit diesen Worten lud Gaby mich auf ihre Baustelle ein.

Von Türchen zu Türchen, von Baustelle zu Baustelle bist du mir jetzt den ganzen Kalender lang gefolgt. Es ging um mein Jahr, um die Dinge die ich gelernt habe, meine Erfahrungen und vielleicht konntest du durch meine Türchen auch auf die eigenen Baustellen schauen, einen Denkanstoß erfahren oder dich das eine oder andere Mal wiederfinden.

Deine Baustellen sind auch meine Baustellen und meine Herausforderungen auch die deinen. Sie begegnen uns zu unterschiedlichen Zeiten in unserem Leben, unter anderen Umständen. Wir behandeln sie recht individuell und kommen zu verschiedenen Lösungen. Was ihnen an Gemeinsamen inne liegt magst du dich gerade fragen, ich für mich beantworte es damit, dass sie alle an den gleichen Ort führen, in die innere Mitte, im Gleichgewicht und Einklang mit uns selber.

Schön dich bei mir zu wissen und wer weiß, auch wenn Dinge anders als geplant kommen, vielleicht habe ich 2014 die Gelegenheit durch dein Türchen zu gehen deine Baustelle zu besuchen.

Bisou

8 Kommentare zu „Adventskalender 23. – Willkommen auf meiner Baustelle

  1. wir haben auch immer baustellen,also besuche uns.
    😉

    ich sehe dich noch vor mir,wie du damals die letzten einträge geschrieben hast.
    ich war live dabei.
    war ein sehr schönes weihnachten und wird bestimmt noch mal so sein…

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  2. Leben bedeutet Weiterentwicklung, Bewegung und damit immer wieder eine Baustelle, egal welcher Art. Unsere letzte Baustelle werden wir noch nicht mal mehr alleine zuschaufeln können *grins*.
    In diesem Sinne, schöne Weihnachten, mal rundumwinke.

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    1. Lächle, es wird kein Zuschaufeln geben. Feuer, Wind und Erde werden meine stofflichen Überreste dorthin zurück führen wo sie herkommen.

      Meine letzte Baustelle wird sich mit dem Tode schliessen.

      In diesem Sinne, auch dir schöne Weihnachten 🙂

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  3. Da ich weiß, wie gemütlich deine Ostsee-Stühle sind, mache ich es mir für eine Weile bequem, um etwas Distanz zu meiner Baustelle zu gewinnen. Du hast es (nicht erst heute) geschafft, ihr neues Leben einzuhauchen.

    Rückblickend bedeutete sie zunächst für mich nur das verbissene Festhalten an alten Plänen. Soweit die Theorie … praktisch bot sie mir dann ein Fitnessprogramm, das meinen Körper an die Grenzen seiner Belastbarkeit brachte, viele effektiv genutzte Stunden mit lieben Helferlein, aber inzwischen zunehmend Stille, und die Chance, mit mir allein zu sein. Bisher ist es nur eine Ahnung von innerer Mitte – zu viel bringt mich noch aus dem Gleichgewicht … an solchen Tagen schaue ich mich intensiv auf meiner Baustelle um und kann erkennen, dass es inzwischen mehr fertige als unfertige Ecken gibt. Nachdem alle bisher genannten Termine illusorisch waren, setze ich mich nicht weiter unter Druck, hoffe aber doch – um bei MarieBu’s Bild zu bleiben -, diese Baustelle noch beenden zu können.

    Danke für die Pause und das Bewusstmachen, dass es oft mehr als eine Baustelle in unserem Leben gibt und es unsere Entscheidung ist, welche Prioritäten wir setzen.

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    1. Kannst du dich lesen? „verbissene Festhalten“, „Grenzen seiner Belastbarkeit“, „Druck“…

      Es gibt keinen Plan den du verwirklichen „musst“, bei „Grenzen der Belastbarkeit“ denke ich an „um jeden Preis“ und dann ist der Wunsch zu überdenken, der Wunsch an sich oder und da sind wir bei „Druck“ der Zeitrahmen.

      Du bist keine Vertriebene und doch verhältst du dich wie eine Gejagdte.

      Ich wünsche dir eine laaaange Baupause, eine auf das Geschafte zu schauen, eine die Erfolge zu feiern, eine zu neuen Kräften zu kommen, eine deine Motive, Fristen und Ziele zu überdenken. Eine zu erkennen worin das Gute im Istzustand liegt. Alles hat seine Zeit, schenke dir deine.

      Siehe deine Baustelle nicht als Gegner den es zu bezwingen und erledigen gilt sondern als eine dich in diesem Lebensabschnitt begleitende Freundin 🙂

      Hab dich lieb

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