Adventskalender 18. Türchen – Willkommen an der Atlantikküste

Liebes Du,

komm hier zu mir ins Gras und schaue auf die Worte mit denen der Graf mir seinen Ort schenkte.

„Walisische Atlantikküste… hoch oben im hohen vom Wind strapazierten und harten Gras welches den rauen Klippen einen Teil ihrer Härte nimmt…. grauer wolkenverhangener Himmel…. Möwen die sich vom und im Wind treiben lassen…. dem Rauschen der schäumenden Wellen lauschend….“

Spontan reagierte ich darauf mit: „Danke, Graf, für deinen Ort, kann ihn gerade riechen… “

Riechen, eines meiner Themen 2013. Hier Aussagen die dazu gehörten:

„Gerüche und Gefühle werden von den selben Teilen des Gehirns verarbeitet…“
„Meine olfaktive Behinderung am Ende gar nicht körperlich bedingt?“
„Riechen kann antrainiert werden, und wenn ich doch riechen könnte?“
„Wenn ich nicht hoffe werde ich nicht trainieren, nicht erfahren ob ich vielleicht doch wie andere riechen kann. Wenn ich hoffe kann ich enttäuscht werden…“

Stimmt, ich hätte enttäuscht werden können, aber ich hatte auf dem Gebiet nichts zu verlieren.

Mut machte mir, dass ich bei genauem Hinsehen erkannte, dass ich „Männliche“ Gerüche, von Aftershave über Leder zu Heizöl, meist wahrnehmen kann. Es war also eindeutig Gefühlsbedingt und daran wollte ich arbeiten.

Du kennst bestimmt diese kleinen Flacons mit Duftessenzen, Opium, Ozean, Pfirsich, Magnolie usw. oder Mischungen für Duftlampen namens Wintertraum, Oase u.a., ich habe geschnüffelt, jeden Tag versucht mindestens drei Gerüche zu erleben.

Mittlerweile beschnuppere ich alles was mir in die Finger fällt und oft kann ich etwas riechen.

Am schönsten ist aber wenn meine Nase mir völlig unerwartet Signale sendet.

Gestern habe ich Felix, meinem Weihnachtsbaum, ein paar auslabende Äste abgeschnitten und ich konnte ihn riechen. Freue mich darauf meine Nase in Spekulatius, Printen und Zimtschokolade zu tauchen.

Riechst du es auch? Weihnachten rückt näher.

Danke fürs Schnuppern hinter meinem Türchen,

Bisou

8 Kommentare zu „Adventskalender 18. Türchen – Willkommen an der Atlantikküste

    1. „ich kann dich riechen“ heisst nichts anderes als „du riechst nicht wie ich“ und auf diesen Unterschied kommt es an um widerstandsfähigere Nachkommen zu zeugen. Ja, die Natur ist nüchtern und praktisch 😉

      Danke dir fürs dich mit mir freuen 🙂

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      1. Sehr nüchtern betrachtet kommt das hin 😉

        Mir ist es allerdings schon oft so gegangen, das menschliche Ausdünstungen in Millisekunden zumindest mit entscheiden über Sympathie oder Asympathie. „Natürliche“ Ausdünstungen ebenso wie künstlich mit Hilfe von Parfum produzierte. Irgendwo in unserem Hirn gibt es da wohl einen uralten, animalischen Teil, den die Evolution noch nicht platt machen konnte…

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