Adventskalender 10. Türchen (2013) – Willkommen im Nirgendwo

Liebes Du,

heute wird es schwierig und ich schlage vor wir nehmen meinen dicken Sessel mit auf die Reise. Weshalb? Weil ich dich heute ins Nirgendwo entführe, und wenn ich schon nicht weiß wo es hingeht, dann möchte ich dort wenigstens bequem sitzen, schmunzle.

Sehr genau konnte Milacku mir beschreiben wie es sich am Ort ihrer Wahl anfühlt, konnte ihm aber keinen Namen geben. Das ist mir Thema zu einem positiven Rückblick auf das Jahr. Viel zu oft ging es mir früher genau so, ich ahnte was ich wollte oder brauchte hatte aber keine Ahnung wo ich es bekommen könnte, sprich wie ich dorthin gelangen könnte.

Der Beamte am Schalter kann noch so bemüht sein, die Technik des Fahrkartenautomaten noch so ausgefeilt, wenn ich nicht weiß wohin, werde ich keine Fahrkarte erhalten, meine Reise nicht antreten können und auch nicht ankommen.

2013 konnte ich mit klaren Zielen voran schreiten. Immer mit der Option den Kurs zu korrigieren und immer mit der Möglichkeit einer Rast aber immer mit dem guten Gefühl zu wissen wo ich finden kann was mir gut tut.

Festhalten, der Sessel landet wieder im hier und jetzt. Schön, dass du bei mir warst,

Bisou

Heute habe ich erfahren, dass Henk seine letzte Fahrkarte gelöst hat. Er hat mir mehr als sein Haus überlassen, er hat mir ein Stück seiner Seele hier gelassen so, dass es mir von Beginn an ein „Zuhause“ war. Gute Reise Henk.

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8 Kommentare zu „Adventskalender 10. Türchen (2013) – Willkommen im Nirgendwo

  1. Schön, deine Gleichnisse hier!

    Am Anfang der Richtungsfindung stand und steht die Erkenntnis dessen, was ich nicht mehr möchte. Dort allerdings zu verharren, führt nicht weiter, die Seele überliest schlicht das „nein“ und kreist weiter um Altes. Versuch, Irrtum, zu- und abschauen, dem Bauch folgen, alles erlaubt.

    Namen der Orte? Menschlichkeit, Respekt, Achtsamkeit, Glaube, Liebe, Nähe, Gesundheit, Nachhaltigkeit uvm…

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    1. „Am Anfang der Richtungsfindung stand und steht die Erkenntnis dessen, was ich nicht mehr möchte. “

      Lächelnd und mich erinnernd schaue ich auf diese Worte, Reiner.

      Manchmal habe ich das Gefühl, dass nur wenige Mitmenschen sich darüber Gedanken machen, was sie wollen. Und das hat mich neugierig gemacht, wie das denn sein kann. Weil, genau wie bisou das sagt, ja wissen muss, wohin ich will, damit ich da vielleicht auch ankommen kann……
      Und dann kam ich auf die Idee, dass es für manche vielleicht schwer sein könnte, zu wissen, was sie wollen, weil das zu wissen und erfahren zu wollen, vielleicht irgendwann verschüttet wurde……und ich dachte, dass ziemlich jeder aber ziemlich genau spürt, was er nicht will. Ja, eher spürt als weiß. und dass das vielleicht ein Anfang sein könnte. Das es vielleicht leichter ist, das zu erfassen, weil es mehr zu spüren ist als Abwehr.
      ….und dann kam ich dahinter, dass es aber doch nicht reicht zu wissen, was man nicht will, um heraus zu bekommen, was man will. Wenn ich alles weg genommen habe, was ich nicht will, bleibt nicht übrig, was ich statt dessen will. Darüber muss ich mir extra Gedanken machen…..und sollte ich mir Gedanken machen,- damit ich überhaupt da hin kommen kann

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      1. Negativlisten sind leicht zu erstellen weil die Punkte sich uns aufdrängen und sie sind leicht zu leben weil sie auf „Verständniss“ anderer Stossen.

        Positivlisten, da muss man sich Gedanken machen und sie oft gegen den Strom verteidigen.

        Wer sich z.B. „weil“ (negativliste) vom Partner trennt wird auf wesentlich mehr Verständniss stossen als jemand der geht „um“ (positivliste), dieser wird sich rechtfertigen müssen.

        Eine der grossen Herausforderungen bei einer Positivliste ist dass wir um sie zu erstellen alles hinterfragen sollten, auch die Dinge die funktionnieren… das kann beängstigend sein.

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    2. Das was ich nicht mehr möchte steht am Anfang, am Anfang der Veränderung.

      Schmerz, Unbehagen, usw. stehen am Anfang aller Veränderung und das was sie verursacht landet sofort auf die „negativ“ Liste.

      Ein „das will ich nicht mehr“ führt mich weg von dem was ich was ich als nicht mehr wollen erkannt habe… aber wo lande ich dann? Nein, nicht unbedingt dort wo ich hin will.

      Namen der Orte? Ich hätte es „bei mir“ genannt, aber das ist auch nur eine andere Bezeichnung für das was du da aufgeschrieben hast.

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    3. Hätte die Französische Revolution nur zum Ziel gehabt den Hunger ab zu schaffen, das was sie nicht mehr wollten, wären sie gefüttert worden und die Könige hätten über kurz oder lang wieder die gleiche Situation herbei geführt.

      Sie wussten sie wollen nicht mehr hungern, aber sie wussten auch was sie wollen: die Republik.

      … nein, das war kein garant gegen Hunger, aber es war ein Ziel

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