Von Worten und Werden

Wenn ich sage:

„Es ist gekommen wie es kommen musste“

habe ich dann dem was da gekommen ist eine faire Chance gegeben anders zu kommen?

17 Kommentare zu „Von Worten und Werden

  1. Hmm, mal annehme, dass du das was gekommen ist, nur ahnen, wünschen oder befürchten konntest. Indem du hinterher sagst „Es ist gekommen wie es kommen musste“, änderst du den Lauf der Dinge nicht mehr. Vielleicht stellt sich eher die Frage, ob du – vorausgesetzt du warst unmittelbar beteiligt – durch deine Haltung bzw. dein Verhalten das jeweilige Geschehen beeinflussen konntest.

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    1. Ich sagte es hinterher weil ich es vorher befürchtet hatte, also vorher auch schon gesagt hatte.

      Ich frage mich wie viel Einfluss eine optimistischere Haltung bei mir auf das Handeln und Denken meines Gegenübers hätte haben können.

      Vielleicht nicht auf seine Denkweise aber auf seine Art sie aus zu drücken und meine dem folgende Reaktion… Wenn ich das Negative, die Befürchtung das Gepräch könnte schief gehen in mir trage, dann dringt es bestimmt durch meine Worte oder den Ton oder sonstwie nach aussen und mehr darauf denn auf meine Worte reagiert dann mein Gegenüber oder?

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      1. „Wenn ich das Negative, die Befürchtung das Gepräch könnte schief gehen in mir trage, dann dringt es bestimmt durch meine Worte oder den Ton oder sonstwie nach aussen und mehr darauf denn auf meine Worte reagiert dann mein Gegenüber oder?“

        Ich wollte erst schreiben, dass es vielleicht wichtig wäre, ob das Negative bereits aus einer pessimistischen Grundeinstellung von Dir her rührt oder, ob es das Echo auf das Verhalten Deines Gegenübers ist…..hm…..Befürchtungen kommen doch auf Grund unserer Erfahrungen zustande….doch da lande ich wieder dort: wenn jemand entsprechend unserer negativen Erfahrungen agiert, wie sollte ich dann nicht befürchten, dass geschieht, was ich schon erfahren habe? Woher hätte also eine optimistische Haltung Deinerseits überhaupt herkommen können,- bzw. eine pessimistische als nicht passend empfunden werden können?

        also…ich hab jetzt gleich Schwierigkeiten, mich zu verstehen….verstehst Du mich?

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        1. Ja, es geht um das was Befürchtungen oder negative, pessimistische Einstellung hervorrufen.

          Ja, diese Dinge waren auf Grund von Erfahrungen und dem Wissen dass mein Gegenüber es auch so sieht da, ich habe aber ausser Acht gelassen, dass ich mich seit diesen Erfahrungen sehr verändert habe, mein Ausgangspunkt hätte also ein neuer sein dürfen.

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        2. „ich habe aber ausser Acht gelassen, dass ich mich seit diesen Erfahrungen sehr verändert habe, mein Ausgangspunkt hätte also ein neuer sein dürfen.“

          nun kristallisiert sich heraus, was wichtig zu sein scheint?

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        3. Kriege es noch nicht ganz in Worte.

          Für Neues bin ich achtsam und darauf bedacht nicht in alte Muster zu verfallen habe aber „laufende Sachen“ einfach nach altem Muster weiterlaufen lassen.

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  2. Bin leider gerade in Eile, aber ich muss dringend noch mal in Ruhe darüber nachdenken, ob ich bereit wäre, in einem Gespräch, das meiner Meinung nach nicht gut laufen wird, nicht „ich selbst“ zu sein. Ich denke, dass es mir auch gar nicht gelingen würde, Stimme, Tonfall und Wortwahl zu „beherrschen“.

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    1. hm… du nennst es „nicht ich selber sein“…

      Hätte ich im Vorfeld das Vertrauen aufgebracht, dass es gut gehen wird hätte ich Stimme, Tonfall und Wortwahl nicht „beherrschen“ brauchen, sie wären einfach anders gewesen.

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  3. „Es ist gekommen wie es kommen musste“

    Ist das nun Deine Einschätzung aus heutiger Sichtweise?
    irgendwas bringt mich völlig durcheinander………….

    Wenn es auf heutiger Sichtweise basiert

    dann passt die folgende Frage nicht:

    „habe ich dann dem was da gekommen ist eine faire Chance gegeben anders zu kommen?“

    Du sagst, Du hast es damals bereits befürchtet, dass es so kommen wird und hast Dich vielleicht schon damals entsprechend verhalten
    und denkst deshalb:
    „Es ist gekommen wie es kommen musste“

    irgendwas scheint mir hier unklar….ich sehe jedenfalls unklar 🙂

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    1. Ich versuche es mal einfach:

      Es ist gekommen wie es kommen musste, ich konnte nicht vom ein Meter Brett springen.

      Hätte ich springen können wenn ich dem Gedanken das ich es kann Raum gelassen hätte?

      ——

      Stehe ich mir mit negativen Gedanken, Herangehensweisen nicht immer im Weg, auch wenn es nicht mich alleine betrifft?

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      1. „Hätte ich springen können wenn ich dem Gedanken das ich es kann Raum gelassen hätte?“

        grad konnte ich es denken…schnell, ob ich es fassen kann:
        wärst Du denn in der Lage gewesen, dem Gedanken Raum zu lassen, dass Du nicht nur springen könntest….sondern, dass Du springen kannst….

        ich sehe Dich am Rudern…am Rudern, bei Gedanken, von denen Du ähnliche sonst mit großer Souveränität abzustreifen vermagst…
        Du scheinst ins Zwielicht zu geraten mit Dir, zwischen den Gedanken, das war mir zu diesem Zeitpunkt nicht möglich und dem Zweifel, ob nicht vielleicht doch…..

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        1. „ich sehe Dich am Rudern…am Rudern, bei Gedanken, von denen Du ähnliche sonst mit großer Souveränität abzustreifen vermagst…“

          Wenn ich das sonst kann, dann weil ich dann weiss nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt zu haben.

          Das habe ich heute nicht, ich hatte neues Wissen (um mich) und habe es ausser Acht gelassen.

          Ich glaub so ist es „gefasst“

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  4. …Zu einem erfreulichen Ereignis würde man andere Gedanken haben…

    Ein in die Zukunft gerichteter Nachgeschmack? – Und es kommt noch mehr auf das an, was man im Herzen hört, wenn man es sagt, finde ich…

    Gewisse Lebenshaltungen scheinen sich „chronifizieren“ zu lassen und klagen generell an…

    Ich kenne das…

    Wie sagte mein Sohn vor ganz kurzem: „Wenn Du genau hinschaust; geht es Dir im Moment eigentlich richtig gut!“ – Und er hatte Recht… Ein trüber Blick schafft keine helle Aussicht…

    Liebe Grüße,

    Frank

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    1. „Ein trüber Blick schafft keine helle Aussicht…“

      Sowas habe ich früher etwas abwehrtend als „Kalenderspruch“ abgetan, heute sehe ich es als kleine Weisheiten.

      Sollte mir mal einen Kalender zulegen 😉

      Danke

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  5. Das ist müßig, darüber nachzudenken. Vergangenheit ist vorüber. Der Rest ist ein Leben im Konjunktiv, hätte ich doch, dann aber…beim nächsten Mal gibt`s neue Chancen.
    So Gott will.

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    1. Das sehe ich anders, in genau diesem Fall kann ich nicht ungeschehen machen was gestern gewesen ist, kann aber das Thema mit meinem heutigen Wissen neu aufgreifen.

      (siehe nächsten Blog)

      Diesmal gehe ich mit Vertrauen in mich und ihn an die Sache.

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