Wie war das mit dem geteilten Leid?

Eigentlich würde es reichen durch die eigene Hölle zu gehen
und dann nimmt uns der Partner noch durch seine mit.
Wer das übersteht bleibt auf immer zusammen.

16 Kommentare zu „Wie war das mit dem geteilten Leid?

  1. Ein wunderschöner Satz! Es liegt eine Menge Weisheit darin und eine große Geschichte des Kampfes, des Willens und der Liebe zwischen den Zeilen 🙂
    Ich glaube, es ist ein großes Privileg und ein noch größeres Glück, diesen Punkt im Leben ereichen zu dürfen! 🙂

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    1. Es klingt so einfach.
      In manchen Situationen ist es (fast) übefordernd.

      Schaue z.B. auf den Tod eines Gemeinsamen Kindes oder da wo beide an Krebs erkrankt sind, nur Beispiele

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  2. „Wer das übersteht bleibt auf immer zusammen.“

    Es sieht immer so aus als ob die schweren Zeiten zusammen schweißen. Ist das wirklich so? Ist nicht vorher etwas gewachsen, was uns in die Lage versetzt, sie aushalten zu wollen?

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    1. „Ist nicht vorher etwas gewachsen, was uns in die Lage versetzt, sie aushalten zu wollen?“
      Nach dem Tod meiner Eltern und meines Mannes habe ich einen Mann kennengelernt und mit ihm Himmel und Hölle. Vermutlich bin ich auf der Flucht vor den eigenen Problemen mitten hineingeraten – gewachsen ist da vorher nichts!

      Wir sind heute nach etlichen Jahren des Kampfes um sein seelisches Gleichgewicht Freunde. Ich habe mich getrennt als ich in der Lage war mich abzugrenzen und meiner eigenen psychischen Gesundheit wieder den Vorrang einzuräumen. Ihm geht es inzwischen auch wieder recht gut und er ist mir tief verbunden. Insofern hat bisoux wohl ein wenig Recht.

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      1. Meinte bisoux nicht, dass es darum geht diese Zeit gemeinsam zu überstehen? So habe ich sie jedenfalls verstanden. Ihr habt jeder einzeln Euren Weg nehmen müssen, habt das geschafft und wahrscheinlich die Verbindung mehr oder weniger nie aufgegeben. Sie aktiviert als ihr wieder stabiler wart. Doch ist es denn das Gleiche? Einzeln war Euch möglich, was zusammen nicht möglich war. Nämlich gleichzeitig sich selbst und den anderen zu retten.
        Und hier kommen wir zu einem entscheidenden Punkt: inwieweit können sich 2 Ertrinkende überhaupt gegenseitig retten?

        und ja, was nützt alles WIR, das gewachsen war, und um das beide bereit sind zu kämpfen, wenn das so ist…..dann müssen sie wahrscheinlich los lassen und einzeln das Ufer zu erreichen versuchen,- die eigene Rettung erst mal oben an stellen, um vielleicht auch für den anderen Hilfe zu organisieren.

        Ich glaube hier hilft vielleicht die Überlebensangst, die vordere Moral abschütteln zu können, um der tieferen überhaupt dienen zu können….und wie Viele gehen gemeinsam unter, weil sie den Mut nicht finden können, diese Einsicht umzusetzen…..

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        1. Ich bin etliche Jahre mit ihm durch seine Hölle und hab vieles mit ihm durchgestanden. Dass er dort ist, wo er heute ist, glaubt er mir zu verdanken. Dass ich mich von ihm getrennt habe nach etlichen Episoden mit Depressionen und Klinikaufenthalten war vielleicht sogar ein wichtiger Impuls für tiefgreifende Veränderung.

          Ich war damals als wir uns begegnet sind selbst entwurzelt, aber für ihn habe ich erstaunliche Kräfte mobilisiert. Es hat Jahre gedauert bis ich erkannt habe, dass ich mehr auf mich selbst achten muss. Verantwortung für ihn zu übernehmen hat mich meine eigenen Probleme vergessen lassen.

          Aber irgendwann sollte jeder erkennen, dass jeder einzelne für sich selbst Verantwortung übernehmen muss und das kein anderer das leisten kann. Ich habe ihm seine zurückgegeben und die für mich bewußt auch wieder übernommen. Es war der richtige Schritt, für uns beide.

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      2. Ich ging von einem gemeinsamen Leid aus, nicht von zwei Leidenden die einander begegnen.

        Im zweiten Fall sind sie einander Rettungsring… und wer braucht schon einen Rettungsring wenn er wieder Land unter den Füssen hat…

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    2. Damit meine Hölle zu der des anderen werden kann und umgekehrt muss es eine vorherige gemeinsame Basis gegeben haben.

      Schwere Zeiten schweissen zusammen oder trennen, eines tun sie nie: gleichgültig lassen.

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