In Dankbarkeit

Lieber Aloys,
wie oft habe ich das Klopfen an der Haustür vernommen und „Oh nein, nicht Aloys“ gesagt?  Du hattest eine unfehlbare Antenne dafür wenn wir dich brauchten, und genau dann, wenn wir in unserem Loch gesessen sind, wenn wir am Dialog verzweifelten, dann war dein Klopfen zu hören.
Dein da sein, dein liebevolles Zuhören, dein helfendes Nachfragen, dein mit uns hinter die Worte auf die Gefühle schauen, deine Geduld, deine Zuwendung, so viele Dinge die wir an dir schätzen, so vieles mit dem du unser Leben bereichert hast.
Deinem Gruß, deiner Umarmung folgte immer ein aufrichtig interessiertes „Wie geht es mit euch?“ – deine Kurzfassung von „Wie geht es dir mit deinem Menschen, wie geht es dir mit der gelebten Beziehung“.
Gelebte Beziehung, Beziehung leben, auch die deine zu uns, im Dialog sein, im Austausch, dir so wichtiges welches du mit uns teiltest.
Bei deinem ersten Besuch bist du mit einer Bitte zu uns gekommen und als du gingst fühlten wir uns reich beschenkt.  Wir ahnten da noch nicht, dass wir dich in den folgenden 23 Jahren immer mit tief empfundener Dankbarkeit verabschieden würden.
Du hast mit uns gefeiert und du warst bei uns in schwierigen Zeiten.  Auch dann, als sich abzeichnete, dass das „euch“ so wie es war, als Ehepaar, nicht gerettet werden konnte.
Du warst treu, dir selber und uns, du warst uns ein besonderer Weggefährte.
Ende April haben wir dich ein letztes Mal in tief empfundener Dankbarkeit verabschiedet, als Paar.
Danke, es geht uns gut mit uns, es geht uns gut mit dir.

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