Warnschuss – Laut nachgedacht

Mein Leben läuft meinem Kopf davon. Es öffnet eine Baustelle nach der anderen und ich komme mit meiner Arbeit nicht nach.

Mein Körper hat mir Anfang des Monats einen saftigen Warnschuss verpasst.

Muss ich mir Zeit geben – körperlich und geistig oder muss ich jede Baustelle sofort erledigen damit sie nicht mehr auf mir lastet?

Wie synchronisiere ich mich wieder mit meinem Leben?

Bedeutet diese Frage, dass ich meine Mitte wieder verloren habe? Es fühlt sich nicht so an…

Ups, schreibt hier gerade die die gerne alles kontrollieren möchte?

Ist das noch ein sinnvoller Teil von mir?

Auf der Scheibe musste ich jeden Schritt kontrollieren, einer zu viel und es bestand Gefahr über den Rand hinaus zu laufen und ab zu stürzen.

Auf der Kugel gibt es das Wunder der Gravitation, kein Absturzrisiko. Ich darf also loslassen.

Meine Fragen werden:

Ist es meine Baustelle?

Ist diese Baustelle gerade sehr wichtig für mich?

Kann ich an dieser Baustelle vorbei gehen und darauf vertrauen sie wieder zu finden wenn ich freie Ressourcen habe?

Immer wieder faszinierend wie ich mir beim Schreiben auf die Schliche komme.

6 Kommentare zu „Warnschuss – Laut nachgedacht

  1. „Immer wieder faszinierend wie ich mir beim Schreiben auf die Schliche komme.“

    ….. und wie ich mich ertappt fühle, während ich deine Blogs lese 😉

    Auf viele dieser Fragen suche ich auch schon seit geraumer Zeit eine Antwort … manchmal finde ich sie – doch ob meine Tagesform dann ein entsprechendes Handeln erlaubt, ist ungewiss.

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  2. Baustellen haben zumindest im Normalfall nicht die Angewohnheit wegzulaufen… sollte sie also immer noch da sein, wenn du Kapazitäten frei hast, wirst du sie wiederfinden.
    Wenn du Glück hast, ist sogar an der Stelle schon etwas ohne dein Zutun in Gang gekommen.

    Es gibt so schöne Sprüche, die einem zwar zuweilen den Nerv töten, aber doch irgendwie etwas Wahres in sich tragen:
    „kommt Zeit, kommt Rat“
    „gut Ding hat Weil“
    „in der Ruhe liegt die Kraft“
    „die Zeit heilt alle Wunden“
    oder womit meine Mutter mich zur Weißglut brachte:
    „wachsen und reifen lassen“.

    Menschen, die alles unter Kontrolle haben, machen mir Angst. Ich halte Chaos für etwas höchst Menschliches und das Leben für eine Schnur mit vielen Knoten. An ihnen arbeite ich jeden Tag ein wenig, so viel wie meine Kraft hergibt.
    Auch wenn ich mich zuweilen verheddere, sich mancher Knoten auch mal fester zieht oder leider wieder ein neuer auftaucht, den einen oder anderen habe ich schon gelöst, mancher ist wie durch einen Zauber verschwunden und andere Stellen habenganz offensichtlich andere für mich entwirrt.
    Es gibt viel zu tun, packen wir’s an 😉

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    1. Stimmt, es gibt Baustellen die sich dadruch auflösen, dass andere bearbeitet werden… oft hängen viele in einer Spur.

      Früher fand ich diese Sprüche auch „Nervtötend“, heute weiss ich wie viel Weisheit darin steckt.

      Tipp beim Knotenlösen: eines der Enden zwirbeln… und es passt auch für die Lebensschnur: wenn wir uns selber „zwirbeln“ entsteht ein anderer Blickwinkel 🙂

      Mal Fädchen aufgreife…

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  3. ……..leise grinsen muss……………..
    denn ………..ALLES WIRD GUT!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    denn hat meine vorschreiberin vergessen zu erwähnen …..ist ja auch mein spruch!!!!!!!!

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