Draufgeschaut, entwirrt, geordnet – Masken

Gestern hat Lyra das Thema Maske angesprochen. Sie lesend, die Kommentare lesend und feststellend, dass nichts davon gerade zu meinem Verständnis passt versuche ich mich hier.

G.Z./ 11.04.2013

Das Problem, mit dem Maske tragen, ist, dass wir „EIGENTLICH“ als der Mensch geliebt werden wollen, der wir wirklich sind…….und wird statt dessen unsere Maske vergöttert, dann reicht, selbst das, unserer Seele, eben nicht. Sie steht daneben und friert.

Und wahrscheinlich versuchen manche, genau deshalb, ganz innig mit ihrer Maske zu verschmelzen,- sie versuchen ihre Seele zu täuschen
…und die lässt sich nicht täuschen, da nützt alles Verschmelzen wollen nicht.“

Wenn ich das lese sehe ich unterschiedliche Dinge: Masken und Mäntelchen. Ich erkläre mich, als Maske bezeichne ich hier selbst ausgesuchtes und mit Mäntelchen meine ich die Dinge (Erwartungen?) die uns von außen auferlegt worden sind.

Um geliebt zu werden habe ich mich jahrzehntelang darum bemüht mit meinem Mäntelchen zu verschmelzen. Du hast Recht Lyra, die Seele lässt sich nicht täuschen, sie stand daneben und ihr fror. Wen wundert es, wie hätte der kleine Kindermantel auch die Erwachsene schützen können.

Eine Maske sehe ich für mich ganz anders. Wenn ich eine Maske benutze geht es bei mir nicht darum geliebt zu werden sondern darum mich zu schützen. Da ich immer besser auf mich selber Acht geben kann, da ich immer besser lerne wer ich eigentlich bin brauche ich immer seltener diesen Schutz. Mit einer solchen Maske versuche ich auch nicht meine Seele zu täuschen, diese ist dann in der Entscheidung mit einbezogen.

Als Maske wird oft bezeichnet wenn jemand nach außen etwas anderes zeigt als er innen lebt. Wenn ich da von der oben angesprochenen Schutzfunktion absehe, dann handelt es sich bei mir um bewusste Entscheidungen. Es geht dabei nicht darum die Menschen außen täuschen oder manipulieren zu wollen sondern darum wie ich selber bin. Zu mir gehört in einigen Situationen dieser Unterschied, weil es zu meiner Strategie gehört mir gut zu tun (weil z.B. das Gefühl sich gerne dem Gesicht anpasst) oder weil mir gerade mein Gegenüber wichtiger ist als mein Befinden. Was zu mir gehört sehe ich aber nicht als Maske.

Kennt ihr die Frage: „Was hast du denn wieder für ein Gesicht aufsitzen?“ Oft ist uns nicht bewusst wie z. B. unser Gesicht außerhalb einer Unterhaltung auf andere wirkt, sie tun sich schwer mit dem Entschlüsseln, da helfe ich dann gerne indem „ich ein anderes Gesicht aufsetze“, ihnen ein leicht zu entzifferndes Lächeln, Augenverdrehen, in die Backen pusten, uzw. schenke. Die Maske als Hilfestellung für den anderen.

Ich glaube der Begriff „Maske“ wird viel zu oft mit Hinterlist in Verbindung gebracht und macht uns deshalb den Umgang damit schwer.

Draufgeschaut, entwirrt, geordnet – danke dir, Lyra, fürs anschubsen

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15 Kommentare zu „Draufgeschaut, entwirrt, geordnet – Masken

  1. Ich übersetze Maske mit Rolle. Alle spielen im Alltag ihre Rolle(n). Wir erfüllen eine Rolle mit einer Maske. Wir entscheiden uns für oder dagegen und wie wir diese Rolle gestalten.
    Solange die Seele friert wird sie sich schützen wollen.
    Wer muss vor was geschützt werden?

    Wenn nur die Wahrheit heilt, weshalb sie nicht aussprechen?
    Friert die Seele nicht deshalb, weil sie sich getrennt fühlt?
    Getrennt von zuhause, Gott, Licht, Universum wie immer man DAS ausdrücken möchte. LG

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    1. „Getrennt von zuhause, Gott, Licht, Universum wie immer man DAS ausdrücken“

      ……….getrennt vom ICH…..meinst Du nicht, ich muss erst das begreifen, bevor ich den „Rest“ begreifen kann….und dieses ICH, vielleicht, wieder aufgeben kann, weil ich es verstehe.
      SLash….ich frage Dich immer das Gleiche…..ich weiß

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      1. Wenn du es verstanden hast, wirst du nicht mehr fragen.
        Wobei ich genau darin die Krux sehe. Ich versuche etwas zu erklären, was man nicht erklären kann. Beziehungsweise nur Hinweise auf etwas geben kann.
        Buddha sagt, die Illusion eines ICHs.
        Du glaubst an dein Ich und wenn du damit glücklich bist, dann bleibe es. Dann gibt es doch keinen Grund etwas zu ändern, oder?

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        1. lache……ich glaube an die Illusion eines ICHs….ich weiß von der Illusion eines Ichs.
          Wie sag ich es Dir denn nun….wir meinen das Gleiche und dennoch verstehen wir uns nicht (ja, ja, ich weiß, wahrscheinlich verstehst Du mich oder wenn nicht, dann ist das eben so…..)
          Was ich meine, wenn uns Beiden das schon so miteinander geht….und das macht mich doch ganz schön stutzig, wenn ich es mal so ausdrücke.
          Nein, nein, es kommt mir nicht darauf an, ob und dass wir das Gleiche meinen. Darum geht es mir nicht. Es geht mir darum, dass wir uns nicht verstehen, und doch das Gleiche meinen.
          Dann ist das eben so- Dich anlächle
          aber es gefällt mir nicht!
          Dann ist eben auch das so…..tja….

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        2. Jetzt verstehe ich dich.

          Wenn wir DAS gleiche meinen reicht das doch.
          Wenn du aus Wissensdurst fragst, kann ich dir nur Hinweise geben.
          Wenn du fragst, um deine Meinung/Sichtweise bestätigt oder widerlegt zu bekommen, kann ich keine Antwort geben.

          Ja, es ist wie es ist. LG

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        3. „Wenn du es verstanden hast, wirst du nicht mehr fragen.“

          Ich fürchte das ist ein Irrtum, SLash. Ich frage nicht immer nur, wenn ich nicht verstanden habe…..

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    2. „Friert die Seele nicht deshalb, weil sie sich getrennt fühlt?
      Getrennt von zuhause, Gott, Licht, Universum wie immer man DAS ausdrücken möchte.“

      Meine nicht *schmunzle

      Meine Seele besteht aus „vielen Seelen“, ihr kann also nicht aus Einsamkeit, Abgeschiedenheit, o.ä. frieren. Hinzu kommt, dass die „vielen Seelen“ sich diesen Platz „ausgesucht haben“, im „Bewusstsein“ auch so ein Teil vom „DAS“ zu bleiben und zu ihm zurück zu kehren.

      Meiner Seele friert wenn sie sieht wie Körper und Intellekt (Geist?) sich von ihr durch Umwege entfernen, trennen. Finden die beiden nach gelernter Lektion wieder auf den „richtigen Weg“ ist die Einheit wieder gewährleistet und die „vielen Seelen“ können die beiden anderen wieder nutzen.

      … solche Sätze kommen dabei heraus wenn ich zum ersten Mal versuche mein inneres Wissen nieder zu schreiben… Ich erwarte weder, dass mein Deutsch noch meine „Zuckerwatten Theorie“ so verstanden werden können. Danke fürs Nachfragen und Lesen

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      1. „Es kommt darauf an, ob man sich mit dieser Fassade/Maske identifiziert, also zu glauben das auch zu sein.“

        ähm…..ich denke, dass der Mensch manchmal glaubt, er wäre seine Maske…..die Seele spürt, dass sie nicht passt….sie lässt sich nicht täuschen.
        Die Seele ist das in uns, was sich nicht täuschen lässt? Das, was sich ungut fühlt, wenn Täuschung im Gange ist?

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        1. „ich denke, dass der Mensch manchmal glaubt, er wäre seine Maske…..die Seele spürt, dass sie nicht passt….sie lässt sich nicht täuschen.“

          Wir werden daran krank, burnout, depressionen… aber nicht nur die Seele, auch der Körper spürt es und hier kommt Wolframs Satzgeschenk an mich wieder zu tragen: „wir kriegen die Krankheiten die wir brauchen um gesund zu werden“

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        2. Dass die Seele den Körper krank werden lässt, aus Verzweiflung, weil ihr Inhaber (sag ich mal so) versucht, sie zu ignorieren,- ja, das glaube ich auch. Was mich daran aber irretiert ist, dass manche eben keine Chance mehr haben gesund zu werden. Das kann ich nicht deuten….oder doch: zu spät????? zu spät für dieses Leben?

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        3. Es ist eine der „vielen Seelen“ die sich genau um diese Erfahrung zu machen freiwillig gemeldet hat das DAS zu verlassen, sich den anderen an zu schliessen und als ganzes meine Seele zu werden.

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