Die Erde ist eine Scheibe – achter Teil

„Ich will nie wieder dahin zurück wo die Erde eine Scheibe ist“

Womit hatten die Diktatoren auf dem Scheibenplaneten mich in der Hand und ist das noch immer so?

Seelenschwingungen schrieb in einem ihrer Blogs über die Basen der Macht nach French und Raven.

Eines der Standbeine für Macht ist die Legitime Macht. Als Mutter hatte sie sowohl alle Macht über mein körperliches als auch geistiges Wohlergehen. Als erwachsene, gesunde, eigenständige Frau kann ich ihr diese Macht abnehmen und es gibt keinen Grund irgendeinem anderen Menschen als mir selber die Macht darüber in die Hände zu geben.

Eine zweite Basis für Macht ist laut French und Raven die Belohnung. Aufmerksamkeit und Zuwendung waren die Belohnungen auf der Scheibe. Ich lerne achtsam mit mir um zu gehen, lerne mich zu wertschätzen und mögen, mit derlei Belohnungen kann mich niemand mehr in seine Abhängigkeit bringen.

Eine dritte, Macht durch Zwang. Bestrafen oder auch Belohnungen zurück halten. Beides geht nur wenn ich in Abhängigkeit bin, das bin ich nicht mehr.

Vierte Basis: Macht durch Identifikation. Es galt sich mit den Machtinhabern zu identifizieren um akzeptiert zu werden, ohne Akzeptanz keine Chance auf Belohnung. Da ich von den Belohnungen nicht mehr abhängig bin kann ich auf die Akzeptanz der Machtinhaber verzichten.

Als fünfte Basis der Macht geben sie Wissen an. Ich gebe den Machthabern der Scheibe kein Wissen mehr preis welches sie gegen mich verwenden könnten, das ist ein Weg mich über die Schiene Wissen zu schützen. Der andere: ich habe das Wissen über sie und mit diesem Wissen kann ich an meiner Unabhängigkeit arbeiten.

10 Kommentare zu „Die Erde ist eine Scheibe – achter Teil

  1. Liebe Bisoux, es ist schon merkwürdig warum es meist Frauen sind, die durch Erziehung und Sozialisation allen Gesetzen der Natur entgegen von der Kugel herunter zu fallen drohen und daher auf der Scheibe vermeintlich ihren Halt finden. Es kostet Kraft sich daraus zu lösen, aber es lohnt sich und sich statt Zwängen zu fügen selbst den Rahmen zu geben. Zuweilen habe ich die Befürchtung dass dieser Wunsch nach Unabhängigkeit auch ein gewisses Mass an Einsamkeit bedingt. Für mich merke ich, dass ich immer schneller auf Abstand gehe, wenn meine Kreise, meine Balance zu leiden drohen. Wie sind deine Erfahrungen?
    Lieben Gruß! U

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    1. „Zuweilen habe ich die Befürchtung dass dieser Wunsch nach Unabhängigkeit auch ein gewisses Mass an Einsamkeit bedingt.“

      Ich bin mehr alleine, aber nicht einsam. Ich bin nicht mehr permanent auf der Suche nach Bestätigung von aussen, verbringe deshalb viel mehr Zeit alleine, diese Zeit erlebe ich aber als wohltuend.

      „Für mich merke ich, dass ich immer schneller auf Abstand gehe, wenn meine Kreise, meine Balance zu leiden drohen.“

      Ja, auch ich gehe achtsamer mit mir um. Ich prüfe wer/was da meine Balance in Gefahr bringt und ob ich das zulassen muss/will.

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  2. ich bin davon überzeugt ,das die menschen sich zwischen 45 -50 jahren neu finden und entdecken ….denn es kann nicht alles im leben gewesen sein, was bis dahin war ……
    manche dinge brauchen ihre zeit und auch den richtigen moment um zu reifen erkennbar zu werden …………..

    Das Leben ist schön und immer wieder eine Herausforderung !!!!!

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    1. Kann ich grundsätzlich zustimmen, allerdings muss ich im letzten Satz ein „nicht immer“ einfügen, so ist zumindest meine Erfahrung. Das Schicksal bietet zuweilen Herausforderungen mit reduziertem Handlungsspielraum. Nichts tun zu können, nur wenig Einfluss zu haben oder Wahlen zwischen Pest und Cholera können einem das Leben zuweilen schon ganz „schön“ schwer machen.

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      1. Zwei Dinge helfen ungemein in Situationen die du „Wahlen zwischen Pest und Cholera“ nennst. Zum einen, das tief verankerte wissen, dass alles Sinn macht, positiven Sinn für mich (auch wenn ich es nicht unmittelbar erkennen kann) und zum anderen die Fähigkeit im „jetzt“ zu bleiben.

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  3. Die Machthaber
    Oft ist es so, das die Tore des Verlieses schon lange weit offen stehen, dennoch brauchen wir noch eine Weile, bis das realisiert wird und der Mut, verbunden mit der Hoffnung auf ein besseres Leben, uns hinaustreibt…

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  4. …schon alte Mythen erzählen von der besonderen Magie der Frau. Es gibt da spezielle Phasen im Leben, wo die Zugänge „transparenter“ sind. Einer ist die Pubertät. Innerhalb dieser Phase gibt es ungeheuer viele Mädchen, die sich für Magie, Hexentum, Vampire interessieren. Wird gerne vereinfacht, entkräftet, entmachtet… indem man es als infantile Schwärmerei abtut. Dahinter steckt zu viel, um es in einem Kommentarfeld hinreichend erläutern zu können.

    Eine weitere Phase ist jene des Übergangs von „rot“ zu „schwarz“… der Übergang von der reifen zur weisen Frau. Und tatsächlich setzt – mit dem Einsetzen des Veränderns der Hormone – bei Frauen oftmals zwischen 40 und 50 ein weiteres Umdenken ein. Auch diese Phase wird gerne abgetan, entkräftigt, entmachtet, über den begrenzten Tellerrand geschubst… als Midlife-Crisis. Ändert nichts an der ungeheueren Kraft, die in dieser Phase eroberbar ist.

    Einher geht es mit mehr Transparenz, Überblick, Einsicht, Selbst-Bewußt-Sein und Mündigkeit, einer Neuverteilung der eigenen Energien, einem (re-)Aktivieren schlummernder Ressourcen. Frauen, die sich dem öffnen, fangen oftmals in diesem Alter noch einmal ein neues Leben an. Ein Leben außerhalb der oktruierten Rolle, die sie bis dato oftmals erfüllten. Natürlich sieht das Umfeld derlei nicht gern. Jetzt dreht sie durch. Jetzt ist sie verrückt. Yepp, die Einsichten wurden ver-rückt. Das ist ein toller, ein kraftvoller, ein magischer Weg. Ein Weg, der Frauen DERART stark macht, dass sie in dieser Macht und STärke gefürchtet und sogar als Hexen stigmatisiert getötet wurden. Heute lassen wir uns nicht mehr töten, sondern picken uns die Rosinen aus dem Kuchen, den wir lust-voll ganz allein aufessen und uns nicht mehr aus den Händen nehmen lassen. Warum? Weil wir ahnen, dass wir es können. Und noch viel, viel, viel mehr…! Selbst-er-Mächtigung… ein prachtvoll machtvolles Thema.

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    1. „Frauen, die sich dem öffnen, fangen oftmals in diesem Alter noch einmal ein neues Leben an. Ein Leben außerhalb der oktruierten Rolle, die sie bis dato oftmals erfüllten. Natürlich sieht das Umfeld derlei nicht gern.“

      Mein „Umfeld“ ist hier und da „irritiert“, aber meine Menschen durften feststellen, dass, was auch immer ich/sich in meinem Leben ändert es nicht zu ihrem Nachteil (gewesen) ist.

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