Die Erde ist eine Scheibe – siebter Teil

„Ich verbrachte den Rest der Nacht damit der Versuchung zu widerstehen Kontakt mit jemandem auf zu nehmen von dem ich wusste er würde mit wenigen Zeilen meine Erde wieder flach klopfen.

Welche Ketten nimmt ein Mensch auf sich nur für ein wenig (falsche) „Geborgenheit“ in einer gewohnten Rolle?“

„War ich denn von allen guten Geistern verlassen?“, fragte ich mich vorhin.

Vermutlich nur vom eigenen, klar und logisch denkenden Geist.

Wo war er? Wahrscheinlich zugeschüttet unter zuviel nicht geordnetem Neuem.

Wie kann ich verhindern, dass dies wieder passiert? Ich kann nur darauf achten eine gewisse Ordnung zu halten, die Geschehnisse der letzten Wochen zeigen mir aber, dass ich nicht immer den gewünschten Einfluss darauf habe.

Wenn ich die Situation nicht verhindern kann, wie kann ich die Reaktion verhindern? Ich muss im „normal Zustand“ (lache, tue jetzt einfach mal so als wisse ich noch was das ist – danke Refugium) klar und deutlich definieren was ich zulasse und was nicht, muss es so verankern, dass es im Notfall aktiv bleibt. In etwa wie das Wissen darum wo am Fahrzeug die Bremsen sind, bei Gefahr treten wir sie ohne darüber nach zu denken.

Ich will nie wieder dahin zurück wo die Erde eine Scheibe ist.

Ich werde nie wieder zulassen, dass jemand meine Kugel flach klopft.

Ich werde mich konsequent vor Kugelflachklopfer schützen.

Ich verzichte auf „falsche Geborgenheit“.

Ich weiß, wenn ich die Dinge so aufschreibe verankern sie sich in meinem Kopf habe aber das Bedürfnis nach einer „Kurzfassung“, einem zusammenfassenden Mantra.

„Rückwärts ist keine Option“ – ich glaube das trifft es.

18 Kommentare zu „Die Erde ist eine Scheibe – siebter Teil

    1. … kann nur jemand schreiben der hier eine ganze Weile nicht gelesen hat 😉

      Das hier oben ist eines meiner Rezepte, in den anderen ist die Lösung auch meist kurz darauf folgend.

      Lesefaul? Dann hier ein klares: ich schwächel immer wieder, bin hier und da schwach und wenns dicke kommt falle ich in ein tiefes, gar bodenloses Loch.

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  1. Ich will das nicht.
    So würde ich in Kurzform bringen, wovon ich mich befreien wollte. Ich glaube, den Wunsch etwas nicht zu wollen, kann man fast noch besser verankern, als etwas zu wollen.
    Denn hinter Nichtwollen stehen Ablehnung, Abneigung, schlechte Erfahrung, Angst. Das sind sehr starke Kräfte. Mindest ebenso stark wie der Wunsch, etwas zu wollen?
    Könnte man etwa daraus eine Summe bilden?
    Ich will das nicht (genau benennen, um was es geht), weil ich das will (ebenso benennen, um welchen Wunsch es geht)

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    1. „Ich will das nicht (genau benennen, um was es geht), weil ich das will (ebenso benennen, um welchen Wunsch es geht)“

      Ja, werde es Ergänzen, ein Ziel ist immer eine gute Motivation.

      „Ich will das nicht.“

      Taugt nicht als Kurzform. „Das“ ist alles und nichts. Da würde sich vermutlich nur eine allgemeine negative Haltung bilden. Und wenn ich das „das“ bennene wird es wieder ellenlang.
      Es darf, denke ich, nicht zu allgemein sein, sollte der Situation angepasst sein.

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      1. „Das“ ist alles und nichts.“

        deshalb das DAS ja benennen. Lässt sich Dein DAS wirklich nicht konzentrieren? Indem Du es zu konzentrieren versuchst, kreist Du es ein. Du umzingelst es mit Deinem Willen.

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        1. Ist mein „Rückwärtz“ nicht das das konzentriert? Ich für mich hatte es so empfunden.

          An Stelle von „keine Option“ – „ich will nicht“
          Da kann ich dir voll zustimmen, ein „nicht“ ist viel besser in den Köpfen verankert als „keine Option“

          würde also „ich will nicht rückwärtz“

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        2. „Die Wegrichtung kann immer nur so bestimmt sein wie das Ziel.“

          Dann würde es „ich will vorwärtz“

          … klang noch so einleuchtend als ich dich gelesen hatte, jetzt wo ich es geschrieben habe, es sehe, nicht mehr so ganz.

          „ich will“ ist „der die nichts zu wollen hatte“ noch fremd im Umgang und „vorwärtz“ ist nicht definiert.

          Habe gerade nur die Richtung ohne zu wissen wo es hinführt.

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        3. „ich will“ ist „der die nichts zu wollen hatte“ noch fremd im Umgang und „vorwärtz“ ist nicht definiert.

          Fremd? Nicht mehr so ganz?
          Erinnere Dich: Ich kann, weil ICH WILL, was ich tue

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      1. Ich meine: mit dem, was für Dich vorwärts heißt, benennen.
        Ist mir völlig neu, dass das mischen heißt. Und glaube auch nicht, dass Du Mischen grad so gut brauchen kannst, wenn Du am sortieren sein solltest. Da gilt es eher klar zu benennen, den Dingen einen Namen geben. Namenlose entgehen irgendwie leichter unserer Aufmerksamkeit……Dein Name…erinnerst Du Dich, welche Problem Du damit ha(tte)st? Erinnerst Du Dich auch warum? Ich will Dir aber jetzt nicht noch eine Baustelle aufmachen. Dich nur auf etwas hinweisen möchte, was Dir klar ist?

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        1. Die Baustelle war schon offen.

          Dinge benennen ist mir schon immer schwer gefallen, ich kann sie eher „sehen“ als ihnen einen Namen geben. Sie sind auch nicht irgendwie da und ich könnte sie greifen. Sie huschen vorbei und wenn ich sie dann nicht auffange, dann sind sie wieder weg… bis sie wiederkommen.

          Um zu benennen muss ich erst mal draufschauen weshalb ich es kaum kann, erst dann komme ich weiter…

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        2. „Sie huschen vorbei und wenn ich sie dann nicht auffange, dann sind sie wieder weg… bis sie wiederkommen.“

          Das geht mir genauso…deshalb schreibe ich sofort…wenn ich kann…denn oft kommen sie nicht wieder. Sie sind einfach weg. Ich erkenne sie wahrscheinlich nicht mal, wenn sie wieder kommen.

          Siehst Du was ich sehe? Wenn es mir auch so geht, kann es denn dann bei Dir etwas sein, was bei Dir aus Schaden aus der Vergangenheit her rühren könnte?

          Ich hab jedenfalls aufgehört, mich darüber zu wundern. Hab es statt dessen angenommen, dass es eben so ist. Und hab deshalb Zettel und Stift meist in der Nähe.

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        3. „Um zu benennen muss ich erst mal draufschauen weshalb ich es kaum kann, erst dann komme ich weiter…“

          Die Dinge die mich beschäftigten brauchten keinen Namen weil ich sowieso keine Gelegenheit hatte sie aus zu sprechen.

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