Die Erde ist eine Scheibe – fünfter Teil

„… und dann kommt jemand, drückt mir ein Buch in die Hand mit dem Titel „Die Erde ist eine Kugel“

„… wenn die Grundlage meines Wissens sich als falsch entpuppt, wird damit alles was darauf aufbaut auch in Frage gestellt“

„…Unterschwellig schon lange Gefühltes, Geahntes bekommt einen Sinn, bekommt eine Berechtigung.“

„… ich lese Seite für Seite, … mir ist wichtig mir eines nach dem anderen selber zu erarbeiten, zu sehen wohin mich dieses Wissen führt, was es mit mir macht, ehe ich zum nächsten übergehe.“

„… auch Angst… Ist das was dann übrig bleibt die Wahrheit oder die nächste Illusion… „

Wie ist der Mensch doch irrwitzig geschaffen.

Ich verbrachte den Rest der Nacht damit der Versuchung zu widerstehen Kontakt mit jemandem auf zu nehmen von dem ich wusste er würde mit wenigen Zeilen meine Erde wieder flach klopfen.

Welche Ketten nimmt ein Mensch auf sich nur für ein wenig (falsche) „Geborgenheit“ in einer gewohnten Rolle?

Mit dem Wissen es trotz Versuchung nicht getan zu haben kann ich jetzt gestärkt in den Tag.

2 Kommentare zu „Die Erde ist eine Scheibe – fünfter Teil

  1. Seit gestern abend, versuche ich den Einstieg zu finden in Dein Karussell…..nicht wissend, ob ich es abbremsen oder mitfahren kann, muss, soll, darf…..
    Irgendwann habe ich sicher schon mal geäußert, wie fürchterlich belastend Wissen sein kann (mal völlig egal jetzt, was wir überhaupt dafür halten)
    Es ist so, dass, wenn wir tiefgreifende Einsichten gewonnen haben, diese nicht mehr in der Lage sind zu ignorieren.
    Wir streben immer fleißig nach Erkenntnis. Niemand warnt uns davor…..an dieser Stelle kreiselst Du wohl.
    Deine Hand erhasche in Deinem Karussell und Dich abzubremsen versuche: bitte lass jetzt die Kugel..lass sie…sie bleibt Dir sowieso. Konzentriere Dich auf Deine Füße. Du weißt, ich rufe für mich meist den Verstand zur Hilfe, wenn ich mit meinen Gefühlen nicht klar komme. Wenn ich es richtig sehe, weißt Du aber grad überhaupt nicht mehr, was Du denken sollst. Forciere das Denken dann nicht. Versuche zu fühlen: kannst Du sicher stehen? Spüre nach. Vergewissere Dich. Geht? Was könnte Dir gut tun? bisou……ich weiß nicht recht….was ich hier eigentlich mache….und ob ich nicht wahnsinnig bin…Mist….fühl doch mal….wie es sich für Dich anfühlt…es bringt ja nichts, wenn wir uns beide verrennen

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    1. Im Augenblick denke ich, ganz abbremsen sei falsch, es würde zum sturz führen. Ich muss meinen Rhythmus finden, also daran arbeiten statt meinem Kopf freien Lauf zu lassen. Wenn mir das gelingt habe ich da wieder Halt.

      Mit dem Fühlen ist das so eine Sache, es ist als liefe es hinterher. Auch Gefühle sind irgendwie Gewohnheiten, es braucht eine Weile zu wissen das dieses keine Angst mehr hervorrufen braucht, oder ich mich dessen nicht mehr schähmen muss, usw…
      Wenn ich auf mein Gefühl höre, erkenne ich zuviel des alten Fühlens… wie der kopf dem weiter schwindlig ist obwohl sich nichts mehr dreht.

      Ich brauche ein Metronom. Wenn meine Finger auf dem Klavier sich von einer Fuge hinreissen liessen und zu schnell wurden hat sein trockenes tak tak mich zurückgerufen – jetzt brauche ich ein Metronom für meine Gedanken. Das schreiben hilft, da muss der Kopf auf die Finger warten…

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