Träume, Erkenntnisse und was daraus wurde.

„Über Träume lerne ich mich selber kennen.“

 

Rainer Holbe

Das habe ich heute als Zitat des Tages erhalten und es als Anstoß gesehen noch mal auf mich und das Thema „Träume“ zu schauen.

Acht Monate ist es jetzt her, dass mir bewusst wurde, dass ich nicht träumen kann sondern stattdessen Ziel orientiert denke.

Über diese Unfähigkeit zu träumen habe ich viel über mich gelernt und verstanden, bzw. über andere, es macht den Umgang leichter.

 

Wenn früher jemand sagte „Wie schön es wäre mit dir… „ dachte ich als Nichtträumerin, das sei eine Zukunftsvision auf die es gelte hin zu arbeiten, was ich dann auch tat. Hatte ich es mit einem Träumer zu tun war ich dann immer wieder enttäuscht, fühlte mich bei der Verwirklichung (vermeintlicher) gemeinsamer Ziele alleine gelassen, sah den anderen als unzuverlässig, bei Wiederholungen gar als jemanden der immer wieder versuchte falsche Tatsachen vor zu täuschen, fühlte mich benutzt und betrogen.

 

Ich litt und tat dem anderen Unrecht weil ich nicht wusste, dass Menschen die Träumen können einfach nur auf für sie schöne Bilder schauen, diese aber nichts mit der Wirklichkeit zu tun haben.

Jetzt wo ich weiß, dass es Träumer gibt stelle ich mir immer erst die Frage ob ich es mit einem Träumer zu tun habe oder nicht, frage mich ob da jemand einen Traum oder ein Ziel angesprochen hat, ein gesundes Hinterfragen das am Ende beiden zugutekommt.

Je mehr ich über mich selber kenne und verstehe, je leichter ist der Umgang mit meinen Mitmenschen.

 

20 Kommentare zu „Träume, Erkenntnisse und was daraus wurde.

  1. Ich versuche gerade, mir vorzustellen wie es ist, nicht träumen zu können.
    Selbst in meinem momentanigen Ist-Zustand habe ich noch Träume, wenn mich auch vieles wichtige verlassen hat so ist doch das geblieben.
    Und wenn ich übers Nicht-Träumen nachdenke, werde ich sehr dankbar das ich es noch habe.
    Nicht mehr träumen können ist ein beängstigender Gedanke für mich.
    Wenn man noch nie geträumt hat, kann man wahrscheinlich damit leben, wenn man es aber verliert – ist es dann noch Leben?!

    Fühl dich *dafür brauchen wir beide keine Träume 😉

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  2. Mir hat es auch geholfen, obwohl ich mir immer noch nicht vorstellen kann 😉
    Aber seitdem verstehe ich einen wichtigen Menschen besser: meinen Vater.
    Ihm gegenüber spreche ich nicht mehr von Träumen.
    Sondern von Zielen – wenn überhaupt 😉
    Und dann bin ich eh meist schon in Handlung. 🙂

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    1. „Und dann bin ich eh meist schon in Handlung“ – dieser Satz erzählt nicht von „Träumen“ sondern von „Ziel orientiertem denken“ (vermute hier du meinst damit Handlungen die dich deinem Traum/Ziel näher bringen)

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  3. also ich bin da wohl ein Mischling…und zwar in der Form, dass ich zwar träumen kann, aber das scheinen Rudimente meiner Kindheit zu sein. Wenn ich heute einen Traum habe, dann wird er mein Ziel. Es tut mir nämlich leid, um die unerfüllten Träume meiner Kindheit.

    und das:
    „Je mehr ich über mich selber kenne und verstehe, je leichter ist der Umgang mit meinen Mitmenschen.“
    das kann ich nur bestätigen. Uns ist im Grunde nichts menschliches fremd, wenn wir nur interessiert sind und hinzuschauen wagen.

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      1. Nehme dein „hinzuschauen wagen in uns selbst“ nicht als Korrektur sondern als Ergänzung. Beides gilt, das Hinschauen auf des Fremde und das Hinschauen in uns selber.

        … und es gibt Tage, da wünschte ich, ich ginge blind durchs leben, es erscheint mir dann so erstrebenswehrt einfach.

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        1. „… und es gibt Tage, da wünschte ich, ich ginge blind durchs leben, es erscheint mir dann so erstrebenswehrt einfach.“

          Nun, dann teilen wir diesen Gedanken.

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    1. Nein.

      Nein, ich stecke nicht voller Phantasie oder Phantasien.
      Vor einigen Jahren durfte ich lernen, dass ich sie haben darf. Seither habe ich Phantasien, aber in der Form dass es Bilder sind die es zu verwirklichen gilt.

      Wo Träume bei mir Ziele sind die es zu erreichen gilt sind paralel dazu Phantasien Bilder die es zu verwirklichen gilt.

      Träume oder Phantasien um des träumens oder phantasierens willen kenne ich nicht.

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  4. … eigentlich wollte ich nur beklagen,dass ich deinen letzten eintrag … also den nächsten … nicht kommentieren kann … aber jetzt bin ich froh … das hier gelesen zu haben …

    bei dir sollte man wirklich jede zeile lesen …

    oft auch dazwischen …

    ganz lieber gruß

    André

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  5. Wer seine Träume verwirklichen will, muss als allererstes erstmal aufwachen.

    Ich habe Ziele, die ich versuche zu verwirklichen.

    Träume die ich habe, liegen in den Bereichen, worauf ich keinen oder nur bedingt Einfluss nehmen kann. Zum Beispiel träume ich davon, dass meine Kinder sich (weiter) gut entwickeln und glücklich sind, und dass ich alt genug werde, dieses lange mit zu erleben.

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    1. „Zum Beispiel träume ich davon, dass meine Kinder sich (weiter) gut entwickeln und glücklich sind“

      Hatten wir da nicht jahrelang drauf zu gewirkt? Dann wäre hier ein „Traum“ sowas wie ein „Freigelassenes Ziel“…

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