Adventskalender – 12. Türchen – von Glaube und Gottvertrauen

Das Türchen Nummer 12 gibt den Blick auf einen festlich geschmückten Raum frei.  Es ist nicht nur Bergfest, es gibt auch andere Gründe zu feiern.  Erst aber schaue ich auf das Zitat das mir für heute geschenkt worden ist.

„Manchmal beruhigt Gott den Sturm,

aber manchmal lässt Gott den Sturm wüten

und beruhigt sein Kind“

 

Hans Peter Royer

 

Ich könnte jetzt über Ursachen und Symptome Behandlung und deren Sinn und Unsinn schreiben aber das werde ich nicht tun.

Ich sitze hier, schaue auf den Satz und sehe nicht die Worte sondern den Menschen der dahinter steht.

Seit fast vier Jahren gibt es dich für mich und ich habe dich als große Bereicherung in meinem Leben erfahren.

Ich bin in einer „gut katholischen“ Familie, in einer „gut katholischen“ Umgebung, im katholischen Internat aufgewachsen.  Es wurde geschlagen und am Sonntag in der Kirche ganz vorne gesessen, es gab keine Vergebung für die fallen gelassene Tasse aber wir wurden zur Beichte geschickt, usw.  Es war Fassade, Show, fromme Folklore, Taten und Worte passten nicht zu einander.

Viele Jahre lang hatte ich dann, durch mein Engagement für Paare, Kontakt zu Menschen die ihren Glauben leben, dies aber ohne über ihn zu reden.  Die Priester in meinem Freundeskreis natürlich ausgenommen, aber da war es ja irgendwie „von Berufs wegen“.

Und dann begegnet mir dieser Mensch.  Sie gehört zu denen die man gerne näher kennen lernen möchte.  Strahlt Ruhe und Gelassenheit aus.  Ruht in sich selber.  Ich fühle mich wohl in ihrer Nähe.

Es bot sich zu Beginn keine Gelegenheit hinter ihr „Geheimnis“ zu kommen.  Ob sie Yoga machte? Tai chi? Irgendwelche Selbstfindungskurse besucht hatte? Es wird ja heut zu Tage so vieles angeboten was uns inneren Frieden verspricht.

Es dauerte nicht lange bis ich erfahren durfte, dass das was sie trägt nicht irgendein moderner Schnickschnack ist, sondern ihr Glaube.  Ein Glaube über den sie redet, ohne zu missionieren, einfach weil er zu ihrem Leben gehört.  Sie scheut sich nicht aus der Mode gekommene Worte wie Gebet oder Gottvertrauen zu benutzen.  Sie trägt ihren Glauben so selbstverständlich wie einen wärmenden Schal, nichts künstliches, nichts aufgesetztes.

Auch sie ist 2011 durch manchen Sturm gegangen und doch war es ihr kaum mal an zu sehen.  Aus ihrem Glauben an Gott zieht sie Kraft, Freude und Zuversicht.

Von ihr geht die Wärme aus die den Menschen eigen ist, die sich ohne wenn und aber geliebt fühlen.

„… manchmal lässt Gott den Sturm wüten und sendet die die an ihn glauben seine Kinder zu beruhigen“

Jetzt habe ich irgendwie doch noch zurück zum Zitat gefunden…

Dir lieber Leser, der mit mir durch dieses Türchen gekommen bist wünsche ich angstfrei durch den nächsten Sturm zu kommen.

… und jetzt wird gefeiert, stoßt mit mir an auf diese besondere Frau.

„Alles liebe und gute zum Geburtstag Rita!“

Bis morgen

… das Glas nochmal in Richtung Carmen hebe: „auch dir alles liebe“

12 Kommentare zu „Adventskalender – 12. Türchen – von Glaube und Gottvertrauen

  1. sehr schönes Halbzeitzitat….
    Nicht die „Anderen“ sondern wir alle sind Kirche, auch wenn es keiner glauben mag….und vielleicht sind gerade Menschen mit vielen krummen und ungeraden Wegen „IHM“ näher als andere, denn sie wissen wie das LEBEN wirklich ist.

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  2. das ist mein konfirmationspruch …….

    “Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei, am größten jedoch unter ihnen ist die Liebe.”
    (Paulus, 1 Kor 13,13)

    ich versuche danach zu leben und auch daran zu glauben ……
    denn jeder ist wert so gesehen zu werden …

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  3. Wer im Glauben lebt erfährt Trost und Heilung,
    so zumindest durfte ich Glaube erleben.
    Danke für Deine Adventskalenderblogs, die mich innehalten lassen beim Lesen und Nachdenken über mich selbst.

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  4. Ich komme erst jetzt zum Lesen, wollte aber gerade bei diesem Blogeintrag nicht unkommentiert vorbeilaufen 😉

    Mir hat mal jemand gesagt, dass ich den inneren Frieden finden muss, um ruhiger und „glücklicher“ zu werden. Ich denke, mit den Jahren bin ich ihm ein Stück näher gekommen, dank des Glaubens, den ich durch meine Kinder wiedergefunden habe, bzw. neu entdeckt habe (Katechimus, Kirche, Gespräche mit dem Pfarrer).

    Ich wünsche Dir an dieser Stelle einen wunderschönen 4. Advent!

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  5. Für mich liegt die Betonung in diesem Zitat auf „manchmal“ 😦

    Als Kind faszinierte mich so mancher Sturm, aber mit den Jahren wuchs meine Angst vor seiner zerstörerischen Kraft. Vielleicht ist inzwischen zu wenig Glaube in mir, um die Beruhigung Gottes zu spüren.

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