Selbsterkenntnis

Selbsterkenntnis

„Der Gedanke, dass Rache im Spiel war, war mir lieber als der von diesem Menschen ignoriert worden zu sein.

Rache hätte ja wenigstens etwas mit mir zu tun gehabt“

„… mal ehrlich, wie schlimm ist der Gedanke, dass eine Frau lieber an Rache glauben möchte, nur um sehen zu dürfen, dass sie auch bedacht wurde..?!?“

Er ist schlimm. Er ist sehr schlimm.

Ich schaue auf mich und sehe ein noch sehr kleines Kind das sich über den Schlag der es gerade getroffen hat irgendwie auch freut, weil dieser Schlag ihm sagt, dass das Mädchen für die Mutter existiert.

Ich schaue auf mich und weiß, dass ich jetzt, wo ich erkannt habe wie dieses Stück „ich“ funktioniert, ich mich nicht mehr von ihm leiten lassen werde. Die Erwachsene sagt: „Lieber keine Zuwendung als negative“

Danke für dein Nachfragen.

18 Kommentare zu „Selbsterkenntnis

      1. … naja, … ich bezog mich auf meine erziehungsberechtigten …

        bei anderen mitmenschen wäre ich mit nichtbeachtung häufig einverstanden gewesen … aber die wollten oft ja unbedingt schlagen …

        selbst schuld 😉

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  1. Kannst Du dich noch an meinen allerersten Artikel im Eifel-Journal erinnern? Moment, ich krame mal… hier ein Auszug:

    „Jedes Kind benötigt lebensnotwendig Aufmerksamkeit, Bestätigung und Liebe. Bekommt ein Kind dies nicht, können sie nicht überleben. Darum tut ein Kind alles dafür, dies auf irgendeine Weise zu erhalten. Und auch wenn es sich noch so konfus anhört: Ein Kind nimmt lieber Schläge oder Beschimpfungen in Kauf, um Aufmerksamkeit zu bekommen als ignoriert zu werden. Wenn also ein Kind schreit, hyperaktiv ist oder nur Ärger macht, könnte es einen weit verbreiteten Grund haben:

    Es ist der Schrei nach Liebe und Anerkennung.

    Das ist auch der Grund, warum oftmals der Erwachsene immer noch diesen Hunger nach Anerkennung in sich trägt. Mit diesem Hunger laufen dann viele in eine Beziehung, in die Arbeitswelt und versuchen dort, im außen zu bekommen, was sie sich selbst nicht geben können.“

    Mein Kopf wusste es damals schon.
    Aber es ist ein großer Unterschied, es zu wissen oder es zu fühlen.
    Und gerade jetzt kommt mir das Buch in den Sinn, was du mir in BB geschenkt hast.
    „Vom Kopf ins Herz“ war der Titel und er passt gerade sehr gut zu dem, was ich sagen will.

    Schön, dass es dich gibt! 🙂

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  2. Ich finde schon, dass der Anlass des nachfragens zu traurig ist als das ich ein Dankeschön dafür einheimsen möchte.

    Ich finde aber auch, dass du darauf achten solltest mit deiner Erkenntnis umsichtig umzugehen. Wer, wie du, fähig ist große Härte gegen sich zu ertragen, sie zu meistern und in eigene Kraft zu wandeln, der übersieht manchmal, dass er selbst fähig wird, große Härte nach aussen zu zeigen…

    In diesem Sinne, ich wünsche dir
    ein homogenes Zusammenwachsen all deiner „Stücke“…

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    1. Wer sich mir nicht in negativer Weise zuwendet wird auch nicht auf Schutzmauern stossen.

      Wer es doch tut, den werden die Minenfelder ums Areal zerfetzen, dem werden die Krokodile in meinem Burggraben das Fleisch zerfressen, der wird sich eine blutige Nase an den Mauern schlagen, wird vom brennenden Oel auf meinen Burgzinnen verbrand…

      Im Moment habe ich genug damit zu tun auf mich selber zu achten, nur für Fremde sieht sowas nach Härte aus. Wer mich mag und schätzt kennt den Zugang zu mir.

      Danke für deine guten Wünsche

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      1. …wenn ich hoffen darf, wünsche ich mir, dass das ein Zitat von Pipi Langstrumpf selber ist was du da schreibst.

        Wenn es das nicht ist, dann bleibt mir nur noch Mitleid haben mit denen, bei denen du vielleicht in der Art ihrer Annäherung irrtümlich etwas negatives sehen könntest…

        Und für meine Wünsche musst du dich nicht bedanken. Sieh sie in dem Fall lieber als „erste Hilfe“-Handlung an…

        *bbrrrr…*
        …da lief mir beim lesen gerade ein eisiges Schaudern über…

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        1. Das war es auch, ein Versprechen.
          Und ich kann wohl mit Würde von mir selbst behaupten, dass ich noch nie wissentlich ein gegebenes Versprechen brach.

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        2. Meine Bemerkung „Deinen Kommentar damals hatte ich für sowas wie ein Versprechen gehalten.“ zurück ziehe.

          Ich hatte dich nicht richtig gelesen.

          Es war deine Zusage mich zu umarmen wenn es anderswo keine Umarmung für mich gibt und wenn ich zu dir komme… nicht die dich zu mir zu kämpfen.

          Habe es jetzt richtig gelesen, es tut mir leid an deiner Aussage gezweifelt zu haben, ich hätte richtig lesen müssen *schähm

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  3. Einer der wichtigsten Sätze im Erwachsensein – egal zu welchem Zeitpunkt das stattfindet – sollte sein „bis hierhin und nicht weiter“ (innerlich gesagt). Niemand hat das Recht diese Grenze zu überschreiten. Von Menschen, die mich wissentlich verletzen, trenne ich mich. Ein richtiger Schnitt ist besser als eine nicht heilende Wunde.

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      1. Das was ich schreibe sind Erfahrungen meinerseits, ebenfalls ein schlimmer Lernprozess. Bezogen im Grunde auf jeden Umgang, seien es die Eltern, die Partner oder auch vermeintliche Freunde.
        Ich kann nicht erwarten, daß mich jeder mag, das ist auch nicht nötig. Ich kann auch verstehen, daß z.B. nicht jede Mutter automatisch ihr Kind liebt, aber ich möchte als Mensch geachtet werden. Darauf habe ich ein Recht. Ich verhalte mich auch anderen gegenüber „achtsam“ und halte lange Zeit die andere Backe zum Schlag hin … bis hierhin und nicht weiter.
        Erstaunlich ist immer die Wirkung auf einen einfachen ruhig gesprochenen Satz *grins*. Denn diese Leute lassen dann so richtig die Sau raus, verstehen die Welt nicht mehr, hat doch immer so gut geklappt, aber … s.o.
        Noch was, je länger ich krieche und versuche zu verstehen und nachgebe um so mehr zerstöre ich vor allem eines: MICH! Denn solche Dinge sind Brandzeichen.

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