Eine Muh, eine Mäh, eine Täterätätä

Tee

Kaffee

Marmelade

Zucker

Brot

Wurst

Kuchen

Schokolade

Eis

Schinken

Salami

Butter

Ei

Neben der Liste liegt ein kleiner Stapel mit Zettel auf denen die angeführten Dinge gezeichnet sind.

Vorhin konnte er einiges lesen, konnte manches benennen wenn ich ihm das Bild gezeigt habe.  Schöne, positive Momente für mich, Erfolgserlebnisse für ihn. 

Bei „Butter“ hat er „Kommer“ gelesen.  Auf das B von Brot und das U von Wurst geschaut die er erkannt hatte, dann wieder auf „Bu“ von Butter und er liesst „Ko“.  Ich sage ihm „Bu“ vor und er wiederholt „Ko“, ich sage „ter“ und er spricht „mer“ in der Überzeugung genau das zu sagen was er von mir hört.  Ich zeige auf das Bild und er sagt „Mäh, nein, muhmi für Brot“ und macht die Geste von Streichen.  „Eine Muh, eine Mäh, eine Täterätätä“ singe ich an und wir lachen zusammen.

Gut das Papa immer Margarine aufs Brot streicht…

 

32 Kommentare zu „Eine Muh, eine Mäh, eine Täterätätä

    1. Nein, es gab nichts dass du hättest mitbekommen können. Du weisst doch dass ich mich immer erstmal in mein schneckenhaus verkrieche wenn was passiert.
      Papa hatte ende des jahres einen schlaganfall, es war mit ein grund weshalb ich in den letzten wochen so wenig hier war. Am 17. werden ihm die verstopften Schlagadern aufgemacht, ein angsttermin für mich.
      Und auch wenn ich mich nicht melde, ich weiss dass ihr da seid und das tut gut.

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      1. Dieses Schneckenhaus brauche ich auch immer. Diesen Verdauungsprozess, die ich erstmal tief in mir drinnen machen muß.
        In den letzten 6 Monaten habe ich mich auch intensiv mit den Themen Krankheit und Tod auseinander gesetzt. Es war ja schon einiges auch bei mir und man neigt ja dazu solche unangenehmen Dinge von sich zu schieben.
        Mein Bruder, die Schwiemu, Schwieva war jetzt 3 x in fünf Wochen für einige Tage im Krankenhaus. Silvester 3 Rippen gebrochen, 14 Tage später irre Schmerzen, es waren 6 Rippen gebrochen am Rücken, sah man vorher nicht. Jetzt kamen am WE Atemprobleme hinzu, Wasser in der Lunge. Natürlich spielt da auch der Tod seiner Frau eine Rolle, wenn er das auch nicht zugeben würde. 60 Jahre Ehe sind nicht so leicht wegzustecken, wenn er das auch möchte.

        Ich denke an Dich.

        Du weißt, irgendwie geht es immer weiter. In so einem Fall werden viele andere Dinge nebensächlich.

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  1. Als im letzten August die Diagnose „bösartiger Hirntumor“ bei meiner Schwiegermutter feststand und sie ins Klinikum mußte fragte sie mich „was soll ich tun?“ „Nichts, wir machen einfach so weiter wie bisher“. Wir waren bis kurz vor der OP bei ihr und wir haben viel erzählt und viel gelacht, wie immer, wenn wir uns sahen. Das Krankenhauspersonal war total verwundert. Ich denke Lachen ist immer befreiend, wenn man ganz einfach an einer Situation nichts ändern kann. Wir wußten, daß die Sanduhr unerbittlich war, wir konnten nur das Beste aus ihrer verbleibenden Zeit machen.

    Schön, dass ich DICH wieder lesen kann.

    Ich fand gestern einen interessanten Link zu den Veränderungen im Leben, diesem Zyklus, den ich voll nachvollziehen kann. Ich wollte es in den Gb schreiben, aber irgendwie find ich das nicht.

    http://www.fuersie.de/artikel/7-jahres-rhythmus

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  2. „seufz“ – die zeilen klingen schön, voller liebe, vertrauen…die vorgeschichte dazu scheint mir aber nicht so harmonisch – habe ich auch etwas verpasst???
    jedenfalls wünsche ich dir ganz viel kraft und harmonische momente mit deinem papa!

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