20. Türchen: "Gesundheit"

 

Gesundheit gehört zu den Dingen über die man nicht wirklich nachdenkt solange man sie hat.

Öfter als mir lieb ist, ist sie Thema für mich gewesen, die physische wie auch die psychische. 

Blicke ich mit dem Wort Gesundheit auf die letzten zwölf Monate zurück, schaue ich auf liebe Menschen die gezwungen worden sind sich damit auseinander zu setzen.  Weil sie selber betroffen waren/sind oder ihre Partner. 

Bin ich selber krank kann ich aktiv damit umgehen, werde ich jedoch mit der Krankheit eines anderen konfrontiert bin ich zur Passivität verurteilt und fühle mich unendlich hilflos. 

So gerne hätte ich Zauberworte gehabt gegen schlechte Diagnosen, Operationen, Amputation, Bestrahlung oder Chemo.  So gerne hätte ich magische Formeln gegen Schmerz und Angst gekannt,  mit einem Abrakadabra Seelen heil gemacht.

Alles was ich konnte war da sein, zuhören, halten… und nicht einmal das konnte ich immer.

Ich lese mich nach und sehe wie ich über Krankheit schrieb und ich weiß, Doc, du wirst es mir nachsehen.  Dir durfte ich nicht Zuhörerin sein und doch war ich dir öfter als du denkst ganz nah.  Danke für dein Wort.  Dir und allen die hier lesen kommen wünsche ich von Herzen gesund zu werden oder zu bleiben.

 

24 Kommentare zu „20. Türchen: "Gesundheit"

  1. Es ist schlimm, wenn man nicht helfen kann, und außer mit lieben Worten Anteil zu nehmen, die Krankheit nicht heilen kann.
    Aber allein schon Anteilnahme tut dem Kranken gut, egal wie schlimm seine Krankheit ist.

    Und du bist ein mitfühlender Mensch, das allein ist wichtig!

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  2. „Gesundheit gehört zu den Dingen über die man nicht wirklich nachdenkt solange man sie hat.“

    Es lässt sich aber nicht vermeiden, wenn es den Menschen um mich herum schlecht geht … zu schnell drängen sich dann Gedanken auf, welches „Los“ aus der Tombola des Lebens mal für mich bestimmt sein wird.

    *gerade mal wieder nicht über Krankheiten und die übrigen Problemchen des Älterwerdens nachdenken möchte und deshalb Gesundheit für alle erbitte 😉

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  3. „Gesundheit gehört zu den Dingen über die man nicht wirklich nachdenkt solange man sie hat.“

    Was mir auffällt, ist eine weitverbreitete und erschreckende Verantwortunglosigkeit für die eigene Gesundheit und die daraus resultierenden, vermeidbaren Krankheiten. Die angstvollen Erfahrungen mit Krankheit und Tod, die wir in unserem Leben machen müssen, sollten uns doch den Wert unserer Gesundheit nicht erst dann zeigen, wenn wir sie verloren haben………

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  4. Bei deinen blogs könne ich jeden Tag etwas aus der Vergangenheit beisteuern. Dadurch, daß ich bei meiner Oma und meiner Tante aufgewachsen bin, kam ich mit Krankheit und Tod sehr früh in Berührung, schon durch die kranken und wegsterbenden Bekannte im Umkreis der Oma. Sie hat aktiv Lebens-und Sterbehilfe geleistet in der Nachbarschaft, Selbstmörder abgehängt und war eine leidenschaftliche Beerdigungsteilnehmerin „ach Gott was haben wir wieder gelacht“. Meine Oma (wurde 97) lebte 15 Jahre im Pflegeheim, meine Tante 10 (wurde 80), davor endlose Krankenhausaufenthalte. Alle vier Wochen fuhren wir in den Rheingau bzw. in die Krankenhäuser. Ich könnte so noch weiter machen aber gerade dadurch wird es einem bewußt was „Gesundheit“ für einen Stellenwert hat und wie nahe Leben und Tod beieinander liegen.

    Im Augenblick hab ich gerade von Ruediger Dahlke „Krankheit als Sprache der Seele“ neben mir liegen. Ich akzeptiere schon diese Zusammenhänge zwischen Seele und Krankheit, wenn ich auch nicht glaube, daß sie allein ausschlaggebend ist. Aber … sich diese Frage zu stellen ist schon interessant.

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    1. Ich glaube an den Zusammenhang weil ich ihn immer wieder erlebe. Es erklärt nicht jede Krankheit aber ich denke schon dass eine Krankheit oft eine Art „Sichtbar werden“ von seelischen Nöten ist.

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  5. oh ja ich finde es auch immer so schlimm wenn man hilflos helfen möchte…und weiss man kann gar nicht. ist ja selbst bei den kindern so wenn sie einmal kränkelig sind:-) am liebsten würde man einen teil abnehmen können.
    oder eben bei schlimmen krankheiten fühle ich mich macht-und hilflos.

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  6. Alles Gut und Geld auf dieser Welt
    sind nichts wert, wenn man krank ist !!!

    Immer wenn ich am Bett meiner Freundin, die im Wachkoma liegt, stehe, wird mir das sowas von bewusst……

    nicht helfen können, ist da das Allerschlimmste !!!

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  7. ein kleines Bisschen liest man aus deinen Worten hier den eigenen Vorwurf an dich selbst. Als würdest du dich tadeln wollen, dass du nicht Allen, und nicht zu jeder Zeit, die Hilfe geben, die Stütze sein kannst, die sie brauchen würden…

    Ich habe dich kennenlernen dürfen und weiß heute, dass du so Vielen mehr eine Hilfe warst, und so Vielen mehr zur Stütze wurdest, als du dir wohl selber zu glauben bereit bist.

    Und heute ist es so, dass du auch dir selbst nun endlich Stütze sein und Hilfe geben kannst.

    Und das ist ebenso gut, wie es auch richtig ist!

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