11. Türchen: "Nachdenklichkeit"

 

Nachdenklichkeit, den Zustand des Nachdenkens.

Nachdenklichkeit: ich schaue auf das was ich kenne, was ich gelernt habe, was ich erlebt habe, was ich gelebt habe.

Da gibt es die schönen Dinge auf die ich schaue.  Ich empfinde Dankbarkeit, frage mich womit ich sie mir verdient habe und was ich tun muss um sie wieder leben zu dürfen.

Da gibt es aber auch die schmerzvollen Erfahrungen.  Auf die schaue ich ganz genau. 

Hätte ich sie irgendwie vermeiden können?  Lag es in meiner Macht irgendetwas zu tun damit es anders verläuft?

Wenn ich diese Fragen mit „nein“ beantworten kann schaue ich noch welche Lehre ich trotz Schmerz daraus ziehen kann.  Hat es mir Erkenntnisse mit auf den Weg gegeben?  Was hat es mit mir gemacht? 

Wenn ich diese Fragen mit „ja“ beantworte, dann folgt die Frage wo ich meinen Einsatz verpasst habe und weshalb.  Wie ich dem Schmerz in Zukunft aus dem Weg gehen kann oder wie ich mich davor schützen kann, dass gleiches, so ich es nicht umgehen kann, wieder das Schmerz Gefühl auslöst.

Für mich ist Nachdenklichkeit der Zustand in dem ich aus der Vergangenheit für die Zukunft lerne.

Was macht es für mich zu einem Wort 2010?

Diese Art der Nachdenklichkeit gehört zum großen Teil zur Überlebensstrategie der Miss Perfect in mir und diese ist mir im Laufe des Jahres einige Male recht unangenehm aufgefallen. 

Danke Vorschlaf fürs Nachdenken über Nachdenklichkeit.

 

21 Kommentare zu „11. Türchen: "Nachdenklichkeit"

  1. Nachdenklichkeit…..Mal selber in mir krame: Manchmal bin ich sehr vorschnell, was heißt ich rede erst und denke dann, dass ist nicht gut und kann verletztend sein. Ich hab es entdeckt an mir und versuche es zu ändern.

    Nachdenklich sein: Ich finde es gut nachzudenken, aber auch hier muß das Maß stimmen. Wenn ich zuviel Zeit habe…denke ich sehr viel nach: Dann kommen oft alte Ängste wieder hoch, ich möchte eigentlich lieber klar denken als NACHdenken…öfter VORdenken als später ins Fettnäpfchen zu treten.

    Nachdenklichkeit ist wichtig, zuviel davon schädlich und gar nichts davon einfach: dumm!

    Ich befinde mich oft auf der Suche nach dem guten Durchschnitt…ich lerne nachdenken, wie es mir gut tut!

    Verstehst du eigentlich über was ich hier(schriftlich) nachdenke???

    L.G. dein augenzauber

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  2. Mit zunehmendem Alter habe ich mir abgewöhnt, zuviel nachzudenken, weil es manchmal einfach verrückt macht, zu viel nachzudenken.
    Ich habe für mich entschieden, über Dinge, die ich nicht ändern kann, nicht mehr soviel nachzudenken, damit es mir besser geht.
    Das heißt nicht, dass ich nicht mehr nachdenke, sondern nur Prioritäten setze.

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  3. Hmmm .. nachdenklich … nach etwas denken … Vergangenes betrachten und reflektieren … Konsequenzen ziehen für die Zukunft … jetzt habe ich zum ersten Mal darüber nachgedacht, dass ich sehr wenig so annehmen kann, wie es mir begegnet, sondern vieles hinterfrage …. eben erst mal „nachdenke“.

    Dieser Zustand ist o.k. für mich, weil ich in meinem Tempo zu einer Sicht der Dinge oder Erkenntnissen kommen darf … die Aufforderung „Denk nach!“ verursacht hingegen eher Blockaden als fruchtbare Gedanken 😉

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  4. alles was wir erlebt,haben macht uns zu dem,der wir sind.
    auch,wenn man auf viele erfahrungen verzichten könnte…

    es gibt pahsen,in denen man nachdenklicher ist als sonst.
    manchmal ist nachdenken eine schöne sache.
    manchmal bringt es dich fast um den vertsand.

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  5. Meine Mama hat immer gesagt,
    zu viel NACHDENKEN macht krank !

    Leider ist mir das in jüngeren Jahren weniger gelungen,
    als z.B. heute.
    Ich lerne gerne aus Fehlern und da denke ich schon NACH,
    aber was ich nicht ändern kann, da versuche ich zumindest
    nicht mehr *HinterherZuDenken***.

    Es gelingt mir und das immer öfter !!!

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    1. Ich hänge mich mal an Uschis Worte dran 😉

      Bei mir ist es allerdings eher die Oma und der Papa 😀

      Und von „jüngeren Jahren“ kann ich auch schon sprechen. *lache*

      Annehmen, was vorbei ist bringt mich sehr viel mehr weiter als es zu zerdenken…

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  6. Ich hätte es nicht besser beschreiben können als Du, was ich auch so sehe wie Du.
    bis auf das:
    „Diese Art der Nachdenklichkeit gehört zum großen Teil zur Überlebensstrategie der Miss Perfect in mir und diese ist mir im Laufe des Jahres einige Male recht unangenehm aufgefallen.“
    Mein Nachdenken hat mich auch an die Stelle Perfektionismus gebracht….und da bei mir (Nach)denken den Zweck erfüllt, mir von Nutzen zu sein, ob ich nun zurück oder voraus oder ganz aktuell denke…nehm ich jetzt von meinem Perfektionismus so viel an, wie er mir gut tut. Und den Rest schick ich zum Teufel. Ganz bewusst und mit großer Begeisterung.

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