9. Türchen: "Zeit"

„Zeit

Ich glaube sie geht uns verloren wenn wir sie nicht schenken und uns für andere nehmen…“

Mit diesen Worten hast du, Augenzauber, mich eingeladen das Wort Zeit mit meinen 2010 Augen an zu schauen und ich danke dir dafür.

 

Wenn mir bewusst wird, dass nicht die  Zeit an mir vorbei zieht sondern ich mich  in der Zeit bewegen, erkennen ich, dass ich nicht dem Phänomen Zeit unterliege sondern, dass ich dafür verantwortlich bin wie ich meine Zeit gestalte.

In dieser Verantwortung obliegt es mir Prioritäten zu setzen und das habe ich 2010 getan, mit jedem Jahr gelingt es mir besser.  Liegt vermutlich am älter werden, man geht mit mehr bedacht mit Dingen um, je weniger man davon hat.

 

Mein „Aha“ Erlebnis mit dem Thema Zeit hatte ich vor wenigen Wochen.  Es passierte beim Schreiben als ich bei Helga kommentierte:  

„Zeit“ wird in einer Freundschaft „anders“.
Die „Zeit“ zwischen den Treffen hat es, sind beide zusammen, nicht gegeben und während der Treffen gibt es sie nicht.

37 Kommentare zu „9. Türchen: "Zeit"

    1. Ich kann nur für mich selber reden:

      da wo ich nicht das Gefühl habe dass Zeit vergeht, da sei sicher habe ich mit einem mir lieben Menschen zu tun

      schaue ich auf die Uhr oder kommt es mir lange vor handelt es sich bestimmt nicht um einen Freund

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    1. “Wenn man zwei Stunden lang mit einem netten Mädchen zusammensitzt, meint man, es wäre eine Minute. Sitzt man jedoch eine Minute auf einem heissen Ofen, meint man, es wären zwei Stunden. Das ist Relativität.”

      Albert Einstein

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  1. Ich hatte meine allerbeste Freundin ca 15 Jahre aus den Augen verloren (aber nie aus dem Herzen).
    Als ich am dringensten eine Freundin gebraucht habe, hat das Schicksal sie mir vor die Füsse laufen lassen (leider war es im umgekehrten Fall nicht so).
    Es war als ob es die 15 Jahre nicht gegeben hat.
    Und auch wenn uns kurz darauf schon wieder 800km trennten, weiss ich sie ist immer da, wenn auch „nur“ in meinem Herzen und zu selten in meinen Armen.

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  2. Bis zu diesem Blog war für mich der Begriff „Zeit“ gedanklich verknüpft mit einem Text der Toten Hosen auf ihrem Album „In aller Stille“

    „Die Zeit tropft an uns vorbei
    bis wir fragen was mal bleibt
    von den Spuren unserer Wege ….“

    Während ihnen das Ablaufen unserer Lebensuhr letztlich nur wünschenswert erscheint, gelingt es dir, zumindest den Umgang mit Zeit als etwas darzustellen, das deinem Einfluss unterliegt. Toll!

    Oft habe ich das Gefühl, zu wenig Zeit für all das zu haben, was ich machen möchte … damit meine ich jetzt nicht irgendwelche Lebensträume und Zukunftspläne, sondern schlicht und einfach meinen Alltag … mir Zeit für andere zu nehmen fällt mir immer leichter, als sie mir selbst zu schenken … aber auch das gelingt inzwischen.

    Was in diesem Leben nicht mehr klappt, geschieht dann eben im nächsten 😉

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    1. Zu wenig Zeit würde bedeuten dass du dich „zu schnell“ darin bewegst. Zu schnell in diesem Falle keine Frage der Geschwindigkeit sondern der Achtsamkeit. Da heisst das Zauberwort Prioritäten setzen.

      Dir selber Zeit schenken hilft dabei 🙂

      Das mit dem nächsten Leben, setzt voraus als Mensch wieder zu kommen 😉

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  3. Zeit? Blödsinn. Was soll denn das sein, „Zeit?“
    Was war, ist weg. W
    as kommt, ist immer unbekannt.
    Was ist, ist vorbei im Moment in dem man es bemerkt.
    Was also bleibt?
    Erinnerung.
    Was erinnert man?Das, was schön für einen war, fehlt dann und wird schmerzlichst vermisst. Also auch nicht sonderlich toll.
    Was weniger schön war, wird verdrängt und allenfalls in sich ähnelnder Situation noch einmal, erinnerungstechnisch, zu Rate gezogen.
    Oder Erwartung.
    Das, was sein könnte. Dies kann durchaus Angst einflößen. Klar, Vorfreude, solls ja auch geben. Meist dann aber trotzdem enttäuschend. Zu wenig-zu kurz-zu lang- zu viel. Egal wie, Zeit weckt nur Wunschdenken und entttäuscht fortwährend die Hoffenden.

    Zeit? Blödsinn.

    Alles ist nur Bewegung. Veränderlich. In stetem Fluß.
    „Ich habe Zeit“ oder „ich habe keine Zeit“ impliziert den Gedanken, man hätte Einfluss auf die Bewegung. Hat man nicht!

    Selbst wenn man sie sich, vermeintlich, zu nehmen scheint. Also zu halten versucht was ist, oder was man hat, dann bewegt sich um einen herum alles weiter. Was zwangsläufig zur Folge hat, dass man auch selbst bewegt wird. Und so auch verändert.

    Da also das, was wir mit dem Hilfswort ZEIT umschreiben, nur ein kollektiv erlebter Trugschluss ist, und nur dann gemeinsam erlebt und verbracht werden kann wenn wir „zufällig“ mal Momente lang in gleichbleibendem Tempo nebeneinander her zu schwimmen scheinen, können wir eigentlich auch komplett drauf verzichten…

    Leider fehlt mir, mangels real existierender Zeit, die gewünschte Zeit, dies hier ausführlicher auszuführen…

    …ich seh´ nämlich gerade meine Felle davon schwimmen

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    1. Gestern war Tag der Menschenrechte, schmunzle
      dazu gehört auch Meinungsfreiheit, die, mir in meinem Advents „Zeit“ Blog reinzuschreiben dass Zeit Blödsinn ist.

      Was für einen Eifer und Ton, als ginge es darum zu überzeugen oder bekehren.

      Erst Sekte oder Partei gründen, dann bekehren 😉

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      1. seufz: worüber bist Du nur so maßlos verbittert, Carl…wie beschreibst Du, was ist, dass SO trotzdem nicht ist….sondern nur, wie Du es siehst (sehen kannst…sehen willst?)
        Tu jetzt ja nicht so, als wäre eh alles Mist nur, weil es Zeit gar nicht gibt. Dich gibt es!!!!! Und uns gibt es auch! Machen wir also was aus dem kollektiv erlebten Trugschluss. Komm mal her, mein Alter: ist doch egal, wie man es nennt und ob es das gar nicht gibt. Dich umarme. Und? Was spürtst Du? Das da keine Zeit ist oder die Wärme der Berührung……kicher…und die Gicht und das Rheuma….

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  4. Spontan fällt mir wieder ein, wie ich mich früher immer selbt oder auch von Anderen unter Zeitdruck setzte
    und wie gut es mir heute gelingt, dies nicht mehr zu tun.

    Sich Zeit nehmen, wenn man mit einem Freund zusammen ist,
    heißt auch für mich, das der PC einfach mal aus bleibt !!!

    Ich liebe diese Zeit, die soooooooooo wertvoll ist :yes:

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  5. Aus der Zeit raus… nicht hetzen, nicht hasten… langsam gehen. An die eigene innere Uhr angepaßt. Mein Vorhaben für 2011 😉

    Und ja: wenn es die Zeit zwischen den Treffen nicht gibt, kann man wohl von Freundschaft sprechen. 😀

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