Von Dominanz, Heldentum und Stolz.

 

Zum Kampf gegen meine Probleme gehört als wichtiger Punkt „Regelmäßigkeit“.  Deshalb unterliegt auch im Urlaub mein Tagesablauf gewissen Regeln.  Eine davon ist,  jeden morgen vor dem Frühstück, zu Schwimmen.  Wann immer möglich buche ich Hotels mit einem Pool, so auch jetzt im Schwarzwald.

 

Meine Urlaubsbegleitung hatte sich, am ersten Tag schon, von mir dazu mobilisieren lassen mit zu schwimmen aber, er wäre wohl nicht er, wenn er dann nicht die Bedingungen bestimmt hätte.

 

Der Weg  ins Hallenbad führte durch den Garten und so staunte ich nicht schlecht als er mir auf dem Weg dorthin, durch einen Hechtsprung ins eiskalte Aussenbad, zu verstehen gab wo geschwommen würde.  Er hatte sich motivieren lassen aber er diktierte die Bedingungen.  Wortlos, unmissverständlich und mit einem Lächeln.  Das nenne ich Dominanz.

 

Muss ich hier erwähnen, dass ich jeden morgen, während ich versuchte meinen Widerwillen gegen das kalte Wasser zu überwinden, diesen Mann innerlich verfluchte?  Hinterher war ich aber immer stolz und dankbar, es wieder geschafft zu haben. 

Es ist gut wenn der Tag mit einem Erfolgserlebnis beginnt und ich brauche hier wohl nicht zu beschreiben wie ein Mann nach solcher Heldentat, all morgendlich, den Frühstücksraum betritt.  Stark, jung und agil wirkte er zwischen den Hemd- und Wanderschuhträgern.

 

Ein schöner Anblick.

 

26 Kommentare zu „Von Dominanz, Heldentum und Stolz.

  1. jung halte ich für ein gerücht…

    und es ist doch wohl das genialste was es gibt,den widerwillen in den augen des anderen zu sehen.
    und vielleicht noch durch ein „dezentes“ grinsen dem anderen zu verstehen gibt,dass man den widerwillen wohlwollend bemerkt hat.
    tja und dann wird der willen gebrochen.
    nur durch einen blick…
    ein HERRschaftliches gefühl.
    SMile…
    und das mit dem kalten wasser hat doch vorteile:
    man wird belebt und wach.
    ausserdem richten sich die igelschnäutzchen sehr schön auf.
    dadurch wird man(n) vielleicht auch belebt und wach.

    aber das alles hast du sehr gut gemacht und kannst stolz auf dich sein.
    braves mädchen.
    (köpfchen tätschel)

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        1. ich bin nur praktisch veranlagt,gnädigste!
          das muss man mir nachsehen,finde ich.
          ausserdem habe ich grosse füße,da macht man dann schon mal grössere schritte!
          sollte ich ihnen auf die füße getreten sein,entschuldige ich micht natürlich in aller form.

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  2. brrrr….Gänsehaut…*

    Trotzdem,
    …liest sich wirklich fein hier. Sogar die Kommentare finden mein Interesse. Bis auf vielleicht dem Kommentar von… äh.. naja, lassen wir das selektieren lieber. fg**

    Überlege gerade ernsthaft, ob ich nicht doch noch für das „Seepferdchen“ üben sollte.

    Früher hieß es ja mal, „Wer Klavier spielt“ …hätte Glück bei den Frauen. Aber das hab ich ja auch nie wirklich gekonnt…

    Aber, schön war´s.
    Das Lesen hier.
    Und…
    …ich danke dir

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    1. „Die Bezeichnung „toller Hecht“ für einen Draufgänger gibt es seit dem 18. Jahrhundert. Vorher stand das Wort „Hecht“ neben dem Fisch für einen räuberischen Menschen, der andere ausplündert. „Unter dem Hecht verstehe ich alle Wüteriche, die die armen Leute fressen und auch ihre eigenen Verwandten zu Grunde richten“, schreibt der bayerische Naturforscher und Theologe Konrad von Megenburg um 1350 in seinem „Buch der Natur“. Diese Definition passt durchaus auch auf den Raubfisch, der dafür bekannt ist, neben anderen Fischen auch die eigenen Artgenossen zu fressen. Im Laufe der Zeit wandelte sich die Bedeutung des Wortes jedoch ins Positive – der Grund dafür ist nicht bekannt.“

      Schmunzle

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  3. Kaltes Wasser erfrischt doch ungemein … oder etwa nicht???
    Vielleicht sollte ich auch wieder kälter duschen … lol wenns schön macht!!!
    Aber BADEN nur gaaaaaaaaaaaaaaaaaaanz heiß… hihi

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